EnergieberatungÖKOLOGIEENERGIESPAREN - WARUM UND WIE ?ÖKOBILANZTIPPS FÜR HAUSBAUER UND RENOVIERERENERGIESPARTIPPS FÜR JEDEN
Sammelstelle
Bei uns können Sie kostenlos Ihre Wein- und Sektkorken abgeben. Dieser kostbare Rohstoff wird in Kork (Kehl) von Behinderten gemahlen und zu Dämmstoffschüttung in Säcken verpackt. Dies ist mehr als nur Recycling, sondern echte Wiederverwendung!
Neuerdings nehmen wir auch leere Drucker- und Tintenpatronen entgegen. Jährlich landen ca. 30 Millionen Stück auf dem Müll! Von einem Fachbetrieb werden die Patronen gereinigt, überprüft und neu befüllt. Panda (WWF) verkauft diese empfehlenswerten, einwandfreien Patronen (erhältlich für alle Druckermodelle) ca. 30% günstiger als Originalpatronen!
Da wir Solarbatterien liefern (gegen die offizielle Pfandgebühr), nehmen wir diese selbstverständlich auch zurück. Das Pfand können wir aber nur mit unseren Batterien verrechnen.
Mitmachen lohnt in allen Bereichen!
ÖKOLOGIE (Lehre von den Beziehungen der Lebewesen zur Umwelt) Nachdem es noch Mitte der Neunziger Trend war, über Umweltschutz zu reden und sogar die CDU sich zum Schluss dieses allerwichtigsten Themas annahm, musste zur Jahrtausendwende leider festgestellt werden, dass andere Dingen den Menschen in unserem Land wieder wichtiger erscheinen (Fernreisen, billig Autofahren, billiger "gelber" Strom, u.s.w.). Dass das eine mit dem anderen verknüpft ist, bzw. darauf Einfluss nimmt, ist entweder nicht bekannt oder aber egal. "ÖKO" ist so out, wie seit den Siebziger nicht mehr. "Rauchen für die innere Sicherheit" und das Samstags die Straße gekehrt wird, ist den meisten wichtiger. Die Jugend interessiert sich mehr für Büchsen-Bier und Wochenendtrips mit dem Billigflieger.
Dabei müsste es auch dem letzten Optimisten aufgefallen sein, dass es so nicht mehr weiter gehen kann. Wir verbrauchen unsere Umwelt schneller, als sie sich regenerieren kann. Deutschland, als ein von der Fläche her kleines und von der Bevölkerungszahl her mittleres Land, verbraucht weit mehr Energie und Ressourcen als die meisten übrigen Länder, die meist nur die Rohstofflieferanten sind und die Nachteile (z.B. Bodenverseuchung durch Erdölförderung in Nigeria) zu tragen haben. Dabei haben wir die technischen und finanziellen Mittel für bessere Wege....
Durch Presseberichte wie "Rhein wieder sauber" und "In Bitterfeld ist die Luft besser geworden" denken viele, alles ist besser als früher. "Die Spinner von den Grünen sind schuld an den steigenden Benzinkosten, weg mit der ÖKO-Steuer" ist der Hauptgedanke der ADAC-Mitglieder. Fragwürdige Arbeitsplätze für ein paar Jahre (egal zu wessen Lasten) sind wichtiger, als den Kindern eine halbwegs intakte Zukunft zu hinterlassen. Die Fakten sind: Noch steigt unser Energieverbrauch, tagtäglich werden Flächen für immer versiegelt, die Luftverschmutzung und Ozonbelastung nimmt zu, das Loch wächst weiter, der Sommer fängt oft schon im Frühjahr an und alles trocknet aus, immer heftigere Stürme kommen in immer kürzeren Abständen, unser Trinkwasser ist in manchen Gebieten ungenießbar und beim nächsten richtig großen Regen müssen viele wieder Angst um ihre Keller haben. Im einen Jahr werden wir von Schneemassen erdrückt, im Anderen liegt selbst in den Bergen kein Schnee. Alle diese Probleme sind hausgemacht und könnten durch gezielte Maßnahmen der Verwaltungen und der Bürger langfristig beseitigt, bzw. reduziert werden. Aber wir müssen damit beginnen und zwar sofort, bevor es endgültig zu spät ist!
Egoismus (nach mir die Sinnflut) ist hier fehl am Platz. Auch wer heute schon 60 ist, kann noch etwas tun und auch noch stärkste Auswirkungen erleben. Sicher ist aber, dass die Enkel und sicher auch die Kinder die Konsequenzen "erleben" werden - im wahrsten Sinne des Wortes! In den wenigen Jahrzehnten seit dem Ende des zweiten Weltkrieges hat ein kleiner Teil der Menschheit es geschafft, die über Jahrmillionen in der Erde abgelagerten fossilen Rohstoffe (Pflanzen und Tiere aus der Urzeit) weitgehend zu verbrauchen. Da hiermit das darin enthaltene klimaschädigende Treibhausgas CO2 freigesetzt wird, kommt es irgendwann zum Kollaps. Aufgrund des immer größer werdenden Ozonloches, eines weltweiten Temperaturanstieges (der möglicherweise für noch größere Naturkatastrophen und Erhöhung des Meeresspiegels sorgen wird), schaffen wir auch wieder die gleichen unmenschlichen Lebensbedingungen die früher auf der Erde herrschten. Vielleicht sind Öl- und Gasvorräte aber auch verbraucht bis es soweit kommt........
Vor etwa 3 Milliarden Jahre bestand die Atmosphäre der Erde fast ausschließlich aus CO2 und Stickstoff. Sauerstoff war kaum vorhanden und es herrschte ein Druck von ca. 40 bar. Im Laufe von 1.000.000.000 (!) Jahren schaffte es die Natur durch Photosynthese diese Bedingungen zu ändern und ein lebensmögliches Klima (21% Sauerstoff, 0,03% CO2, 1 bar) zuschaffen. Mittlerweile hat der CO2-Gehalt wieder um 30% zugenommen............
Deshalb: Erdöl ist zum Verheizen viel zu schade! Die zukünftigen Preise müssten eigentlich jedem Solarskeptiker klarmachen, dass Solaranlagen nicht nur der Umwelt helfen, sondern auch die eigene Brieftasche entlasten. Bei steigenden Öl- und Benzinpreisen amortisieren sich langlebige Investitionen in thermische oder photovoltaische Solaranlagen noch schneller! Doch beim Hausbau oder Autokauf achtet kaum jemand auf die sinnvollen Alternativen.........
Und auch so ein Hurrikan sieht aus der Distanz toll aus. Pech halt für die Leute, die ihn am Boden erleben dürfen. Und wenn sich alle richtig anstrengen, gibt es diese Stürme immer öfters, immer stärker und auch in Gegenden, die so etwas noch nie erlebt hatten...
VDEW: 50% des verbrauchten Stroms für Elektromotoren
Seit täglich die Schreckensmeldungen in Radio/ TV sich nicht nur mit weit entfernten Katastrophen (Indien, USA,...) befassen, sondern regelmäßig auch über Trockenheit, Stürme und Starkregen in Deutschland, Österreich, u.s.w. berichten, gibt es erste Menschen, die damit rechnen, dies sei bereits der Anfang der Klimaveränderung. Andere Egoisten behaupten, dass alles sei normal. ÖKO-Energie meint, es liegt irgendwo dazwischen und die Zeit etwas zu ändern, ist schon lange reif!
Eine Regenwasseranlage oder Solarthermie kann kein Unwetter verhindern. Schon gar nicht, wenn diese Dinge nur in Deutschland Anwendung finden und die Amis oder Nachbarländer weiterhin die Umwelt verpesten. Doch man kann auch einen positiven Vorreiter spielen, der letztendlich Nachahmer findet und uns einen wirtschaftlichen Vorteil bringt: wir liefern Technik und Know-how für die anderen Länder. Stoiber & Co. kapieren dies jedoch nicht. Lieber bei Förderungen sparen und später immer wieder Milliarden für Reparaturen ausgeben - wer ersetzt eigentlich Menschenleben?
Fakt ist: würde unsere Welttemperatur durch weniger CO2-Ausstoß weniger aufgeheizt, würden keine Bomben fallen, wären Städte nicht so versiegelt, Flüsse nicht begradigt, Wälder nicht gerodet, gäbe es seltener solch extreme Wettersituationen und bei mehr aufgefangenem Regenwasser, wären die Auswirkungen nicht so extrem, wie im August 2002 (Flut) oder Sommer 2003 (Dürre, Waldbrände) und wieder 2005 (Hochwasser), 2006 (Schneechaos), 2007 (Winter ohne Frost)... Doch der weitere Ausbau von Donau und Elbe oder neue Kohlekraftwerke stehen bevor - "alles tun für den Fortschritt, bloß kein Stillstand"... Koste es, was es wolle!
Weiterhin wird immer wieder vergessen, dass wir zwar riesige Anstrengungen in diesen Bereichen untenehmen (Mülltrennung, Pfandsystem, Solarförderung, u.s.w.), gleichzeitig aber zu den größten Verbrauchern gehören und andere Länder unbemerkt viel mehr für den Umweltschutz tun (Skandinavien, Österreich, ...)
Doch was nutzt das alles - wenn alles verbusht ist.....
Sicherlich hat eine Klimaaufheizung keinen Einfluss auf ein Erdbeben wie 2003 im Iran oder der Tsunami 2004 im indischen Ozean. Doch es mehren sich Stimmen, die behaupten, dass durch die vielfältigen menschlichen Eingriffe (Erdbohrungen, Tunnel, Atombombentests, Öl/ Gasförderung, u.s.w.) hierauf doch z.T. Einfluss genommen wird. Weiterhin könnten die Auswirkungen z.T. weniger schlimm ausfallen, wenn die Menschen begreifen würden. Genau wie am Fluss, sollte man auch nicht zu nahe am Meer bauen. Würden Wälder nicht gerodet, wären die Wassermassen an manchen Stellen wenigstens ein klein wenig mehr gebremst worden, bzw. das Erdreich durch die Wurzeln besser gehalten.
Die Natur kann gewaltig sein - doch der Mensch versucht immer wieder noch eine Schippe oben drauf zu legen...
Erst kürzlich hat unsere Atom-Angie wieder jedermann beweisen, dass Sie es noch nicht kapiert hat: Freudestrahlend nahm sie eine moderne Dreckschleuder (Kohlkraftwerk) in Betrieb, denkt gleichzeitig laut über Co2-Einlagerung in der Erde nach (deren unkontrollierbare Auswirkungen niemand vorhersagen kann) und schafft es das Förderprogramm für Solarwärme und Holzpellets-Anlagen aufgrund der extremen Nachfrage zu stoppen! Bei soviel Beton im Kopp fällt nur ein: "da möchte ich mal `ne Bombe sein - und einfach explodieren..."
So sieht altmodische Energiegewinnung im Jahr 2007 aus:
Eine moderne dauerhafte Solar-Stromanlage könnte auf gleicher Fläche auf Dauer mehr Energie erzeugen, ohne die Umwelt zu zerstören und Leben zu vernichten und sehr viel mehr Arbeitsplätze bieten...
Wo Politiker nicht dazulernen, die Energiemafia das Sagen hat und skrupellose Geldgier herrscht, bleiben Vernunft und Rücksicht auf der Strecke...
Gegen diese kleinen Bildausschnitt sieht jeder Windpark wie ein liebliches Blumenmeer aus. Wer möchte hier wohnen/ leben? Häuser und Menschen waren zuerst da, mussten dann weichen, damit man offensiv das Klima verändern kann...
Man zögert den Kohle-Ausstieg nun bis 2018 hinaus. Es geht um Arbeitsplätze, das ist richtig. Aber jeder dieser Arbeitsplätze ruiniert nicht nur das Leben dieser Arbeiter, sondern belastet auch das Leben der Anwohner und zerstört Natur und Kultur - z.T. für immer. Und ganz nebenbei kostet jeder Euro den so ein Arbeiter verdient, die Gesellschaft noch einen - um diesen ganzen Unsinn zu subventionieren!
Aus http://www.stuttmann-karikaturen.de/archiv.php :
Warum - Ammenmärchen - Verbrauchsvergleich - Möglichkeiten Warum sollte man überhaupt Energie sparen? Sicher nicht, um am Jahresende € 3,50 mehr im Portemonnaie zu haben. Denn erstens kann der eingesparte Betrag sehr viel höher ausfallen und zweitens geht es darum, unsere Rohstoffe zu erhalten. Leider wird der größte Teil des Stromes aus Erdöl oder Kohle gewonnen, der andere Teil aus Atomkraftwerken - die zwar "relativ" sauber arbeiten - aber später ein niemals lösbares Müllproblem für Jahrtausende hinterlassen. Daher gilt: je geringer der Stromverbrauch, desto geringer die Umweltbelastung.
Selbst wenn die Theorie einiger altbackener Wissenschaftler stimmt und unsere Klimaerwärmung von außen (Sonne,...) kommt, bringt das Energiesparen etwas. Neben dem NICHT zusätzlich ausgestoßenen CO2, werden Rohstoffe geschont, Luft, Wasser, Menschen entlastet und Geld gespart.
Thomas Oberholz wurde einmal in einer Sitzung der Limeshainer Gemeindevertretung von der anderen Seite verspottet, als es um Energiesparmaßnahmen ging. O-Ton: "ein paar Glühbirnen gegen Energiesparlampen austauschen kann doch jeder - dafür brauchen wir keine Beratung"....
Leider sieht es aber ganz anders aus. Weder werden die Lampen ausgetauscht und weitere sinnvolle Maßnahmen ergriffen, noch aufgehört an Ammenmärchen der Vergangenheit zu glauben:
Jahrelang wurde z. B. behauptet: Reifansatz in Kühl- und Gefriergeräten erhöht den Energieverbrauch um bis zu 10% - Quatsch, es werden sogar bis zu 5% gespart (dichtschließende Türen vorausgesetzt)
Eine Energiesparlampe verbrauche beim Einschalten soviel, dass sie anschließend mind. 15 min. lang brennen müsste, weshalb sie auch kaum in kurzzeitig genutzten Räumen (WC, u.s.w.) zu finden ist - dabei beträgt der Mehrverbrauch vielleicht die Energie von 10 Sekunden.
Man solle Energiesparlampen mind. 3 Stunden brennen lassen, sonst bringe das nichts - Unsinn, der Betrieb mit einem 20 Sekunden-Bewegungsmelder ist vielleicht nicht gerade optimal, aber ansonsten kann sie überall eingesetzt werden.
Häufiges Ein- und Ausschalten mache die Energiesparlampe schnell kaputt - diese Behauptung gilt für alte Billigmodelle. Gute, moderne Markenfabrikate haben damit überhaupt kein Problem.
Kletterpflanzen an einer Hauswand beschädigen den Putz und das Mauerwerk - in Wahrheit schützen dichte Efeu, Clematis, Wilder Wein, u.s.w. die Hauswand vor Umwelteinflüssen (Hitze, Kälte, Feuchtigkeit, Wind, UV-Strahlung, u.s.w.) und sorgen somit für ein angenehmeres Klima und langlebigere Bausubstanz. Das Kleinklima wird erheblich verbessert (Staub wird gebunden, durch Verdunstung wird eine abendliche Kühle erzielt, Insekten erhalten dringend benötigte Zufluchtsorte,...)
Strom ist doch die sauberste Energie und auch noch sehr billig - leider muss dieser jedoch erst erzeugt werden! In der Regel werden in normalen deutschen Kraftwerken dafür immer noch ca. 3 Einheiten Primärenergie benötigt! D.h. um 1 kWh Haushaltsstrom herzustellen, muss man 3 kWh Energie aus Gas, Kohle, Öl, o.ä. "verheizen". 2 kWh verschwinden durch den Schornstein als Abwärme, die nebenbei auch noch das Klima direkt erhitzen. Indirekt werden natürlich neben unterschiedlichsten Schadstoffen auch die klimaschädlichen Treibhausgase freigesetzt. Die allermieseste Form der Stromnutzung ist somit das Heizen! Nicht nur das die Wirkungsgrade dabei sehr schlecht sind, sondern eben vor allem der Primärenergieverbrauch. Hat jemand sein Haus also z.B. mit 20.000 kWh Strom/ Jahr beheizt, wurden ca. 60.000 kWh = ca. 6.000 Liter Öl verbraucht. Auch wenn die meisten dann den subventionierten, billigen Nachtstrom nutzen, kommen ganz schnell ca. 2.000 Euro im Jahr zusammen, meist mehr als andere Energien kosten. Glücklicherweise sollen diese Subventionen langsam abgebaut werden, so dass eine Stromheizung teuer zu stehen kommt...
Was ist sparsam? Jeder glaubt von sich, sparsam zu sein - wobei viele schon allein das Wort "Sparen" schon als negativ = Verzicht empfinden. Nur weil man evtl. 50 Liter weniger Heizöl als der Nachbar gebraucht hat, ist man noch lange kein Sparer! Beim Vergleich müssen die jeweiligen Verhältnisse genau betrachtet werden. Nur wenn mit den selben Bedingungen verglichen wird, kann man seine Werte auch beurteilen. Ein Durchschnittsverbrauch alleine sagt nichts aus, denn dieser ergibt sich ja aus allen Werten und Nutzern.
O-Ton eines unbelehrbaren Verwandten: "Ich brauche nur alle 2 Jahre 7000 Liter Heizöl - sparsamer als meine alte Heizung geht es gar nicht..." Hier täuscht sich jemand ganz gewaltig. Bei 2 x 100 qm sind 3500 Liter im Jahr locker 50 % zuviel. Mit guter Dämmung, neuen Fenstern und moderner Heizung kommt er auch mit 1000 Liter aus. Ein neu gebautes Haus braucht noch nicht einmal davon die Hälfte.
0..............................50.............................100..............................150..............................200..........
Nicht anders sieht es beim Strom aus
Als Anhaltspunkt kann man in etwa folgendes ansetzen (Warmwasser und Heizung nicht durch Strom):
Der Durchschnitt der deutschen Haushalte (3 Personen) verbraucht ca. 4.000 kWh/Jahr Strom. Ein guter, sparsamer 3 Personenhaushalt kommt auch mit ca. 2.100 kWh/Jahr aus. Richtig durchdachte Haushalte bringen es trotz normalem Komfort auf ca. 1.200 kWh/Jahr !
Eins zusätzliche Person sorgt dementsprechend für ca. 500/ 1000/ 1510 kWh/Jahr Mehrverbrauch. Wenn Sie hiervon abweichen, sollten Sie einmal überlegen, ob Sie nicht etwas verändern wollen. Würde Strom das kosten, was er eigentlich wert ist, würde dies jeder tun, denn dann läge die monatliche Belastung € 50,00 höher!
Es gibt verschiedene Arten Energie zu sparen:
Am sinnvollsten und besten ist natürlich die Kombination all dieser Möglichkeiten. Dies ist jedoch nicht immer jedem möglich, bzw. die Bereitschaft dazu ist nicht da. Wer es trotzdem schafft, ist auf dem besten Wege unsere Umwelt nicht zusätzlich zu belasten, denn dies tun wir alle Tag für Tag auch mit sogenannten "umweltfreundlichen" Produkten. Jeder von uns "verbraucht" die Natur, wir können diesen Verbrauch nur reduzieren. Mit einer Solaranlage auf dem Dach, hilft man der Umwelt kein bisschen, sie wird nur etwas weniger belastet, bzw. man verbraucht weniger davon. Das sollte unser Gewissen uns Wert sein...
Wenn Sie Ihre persönliche Jahresenergie-Bilanz einmal berechnen wollen, probieren Sie es bitte bei http://emsolar.ee.tu-berlin.de/~ilse/epol/applets/verbrauch/carlos-3/carl-3.html
Info: Im Hightech-Land Japan kennt kaum jemand eine Zentralheizung. Wenn es im Winter kalt ist, dann hat das Bad halt nur 12°C....
Ein weiteres Beispiel zum besseren Verständnis. Man kann Strom so gebrauchen oder so verschwenden:
Tagessumme: 18.650 Wh/d 3.020 Wh/d
Hiermit kann der wirkliche Nutzen oder Schaden eines Produktes oder einer Maßnahme beurteilt werden. Der Satz, "Traue keiner Bilanz, die Du nicht selbst gefälscht hast", kann leider auch hier angewendet werden. Jedes Produkt darf mit mehr oder weniger ungeprüften Werten propagiert werden. Tagtäglich denkt sich die Industrie neue Umweltsiegel aus und vermittelt dem Verbraucher ein ruhiges Gewissen, weil auf der Verpackung ein Baum oder eine Wolke abgebildet ist. Wer wirklich sicher gehen will, sollte sich ausführlich informieren und genau prüfen. Außerdem müssen alle Dinge immer ganzheitlich gesehen werden:
Wer z.B. auf sein Haus eine 10.000 Watt- Solarstromanlage setzt und gleichzeitig weiterhin 20.000 kWh im Jahr an Strom verbraucht, weil er Nonstop alle Räume elektrisch beheizt haben muss und auf keinerlei Komfort verzichten will, hat trotz riesiger Investitionen nichts für die Umwelt getan!
Ein anderer spart Wasser, Strom und Heizöl, fliegt aber dreimal im Jahr für ein paar Tage in die Karibik. Auch diese Öko-Bilanz fällt negativ aus.
Wer in seinem Niedrigenergie- oder sogar Passivhaus den ganzen Tag oder die Nacht das Fenster offen lässt, hat noch gar nichts gespart. Genau wie der Besitzer einer solarthermischen Anlage, der non-stop die Brauchwasserzirkulation laufen lässt, nur damit beim Händewaschen es nicht so kühl ist.
Wird ein Haus "richtig" mit Styropor gedämmt, können die Besitzer selbst viel Energie sparen, bei gleichzeitig relativ geringen Kosten für die Dämmung. Dafür wurden vorher aber sehr viel Energie und Ressourcen (Erdöl) verbraucht. Die Bilanz fällt also je nach Nutzungsdauer nicht unbedingt positiv aus.
Ein Elektromobil fährt nicht nur viel preiswerter (ca. Euro 1,-/ 100 km), sondern mit eigenem Solarstrom oder zugekauftem Öko-Strom auch unschlagbar umweltfreundlich. Wird jedoch mit "normalem" Strom gefahren, sieht es aufgrund der vorher entstandenen Emissionen manchmal schlechter als bei einem Benziner aus.
Noch ein Beispiel: Immer öfters hört man von "Biodiesel". Wer die Sache genauer betrachtet, wird sehen, dass dies gar nicht so öko ist. Nicht verwechseln sollte man ihn mit reinem PÖL (Pflanzenöl). Diese Sache macht dagegen richtig Sinn, denn hier wird Salatöl, welches relativ einfach herzustellen und kostengünstiger ist, im Motor verbrannt. Viele Diesel kann man einfach darauf umstellen! Mit speziellen Vorrichtungen kann man sogar Fett von der Pommesbude verfahren! Wird stattdessen Palmöl extra in der dritten Welt angebaut, wird das Klima nicht entlastet. Zuvor wurden Regenwälder brandgerodet und dann in Monokulturen unter Einsatz von einer riesigen Menge Pestizide und Dünger (importiert aus Europa), Ölpalmen angebaut, deren Produkt dann mit Tankern wieder 10.000 km weit transportiert wird... Ein Irrweg.
Wir beachten bei unseren Produkten und Baumaßnahmen immer alle Bereiche zusammenhängend. Wenn Anschaffungen anstehen oder Maßnahmen geplant werden und Sie sich nicht sicher sind, sprechen Sie uns bitte an. Wir helfen Ihnen gerne.
Hier können Sie Ihren persönlichen Klimaschutzfaktor ermitteln:
Und hier sehen Sie Ihren persönlichen CO2-Fußabdruck!
TIPPS FÜR HAUSBAUER UND RENOVIERER Setzen Sie sich frühzeitig mit Ihrem Vorhaben auseinander und nehmen Sie sich viel Zeit. Wir erleben immer wieder Baufamilien, die sich verhalten, als wollten sie nur ein paar Schuhe kaufen!
Berater ist meist Vater oder Onkel, der auch einmal ein Haus gebaut hat... Doch was Hans nicht lernt, lernt Hänschen nimmer mehr! Wenn wir dann angesprochen werden, ist es oft schon zu spät (Bauanträge gestellt, Finanzierung abgeschlossen, Bau begonnen, u.s.w.). Manchmal können wir das Kind auch noch aus dem Brunnen holen...
Akzeptieren Sie nicht, dass die Firma Ihres Vertrauens (?), die ein oder andere Maßnahme ablehnen will, weil sich das nicht lohnt, oder so. Bestehen Sie auf den Stand der Technik oder suchen Sie sich einen anderen Partner.
Sprechen Sie Beratungsstellen an und lassen Sie sich entsprechend ausgebildete Architekten nennen. Vermeiden Sie im begonnenen, neuen Jahrtausend wie zur Nachkriegszeit zu bauen.
Nutzen Sie alle Möglichkeiten Energie und Ressourcen zu einzusparen. Sie werden durch ein gutes Gewissen, bessere Wohnqualität, höhere Werterhaltung und im Laufe der Zeit auch durch eingesparte Kosten (= Gewinn) belohnt! Grundregeln: Versuchen Sie Ihr Haus möglichst direkt zur Sonne (180° Süd) zu drehen. Dies bringt nicht nur kostenlose, passive Energiegewinne und spart damit teure Energie (weniger Heizung und Licht), sondern ermöglicht auch kleinere, kostengünstigere Solaranlagen mit mehr Effizienz. Für eine Solarthermische Nutzung auch im Winter sollte das Dach möglichst steil sein (mehr als 45°). Auch feste Bebauungspläne können diesbezüglich meist geändert werden (wenn mit Solar-Nutzung argumentiert wird)!
Verwenden Sie keine Fenster mit k-Wert schlechter als 1,1.
Schneefälle und Rauhreif bringen es immer wieder an den Tag:
Packen Sie das Haus und vor allem das Dach dick ein. Wenn die Sparren zu dünn sind (weniger als 18 cm) doppeln Sie diese auf und füllen Sie sie komplett mit Dämmstoff (möglichst keine Mineralwolle) aus. Wenn dies nicht möglich ist, verwenden Sie eine zusätzliche Aufdachdämmung (möglichst kein Styropor). Natürliche Dämmstoffe, wie Thermohanf, schonen nicht nur die Umwelt und sind einfacher selbst einzubringen, sondern nutzen im Sommer auch mehr (es bleibt kühler), als andere. Denken Sie auch an den Keller. Setzen Sie ihn auf eine gedämmte Bodenplatte (z.B. Schaumglas). Wer sein Haus richtig dämmt, braucht im Sommer keine Klimaanlage!
Verzichten Sie auf zusätzliche Winkel, Ecken und Gauben. Nicht nur, dass damit die Kosten steigen und die Bausubstanz empfindlicher wird. Sie haben auch mehr Wärmeverluste und höheres Schimmelrisiko, als auf geraden Flächen.
Ein Wintergarten ist der Traum vieler Menschen. Doch für viele wird er zum Albtraum. Grund: genau wie bei der Solartechnik gibt es viele Gauner (vor allem auf Messen), die pauschal die Vorteile anpreisen, ohne die baulichen Gegebenheiten zu berücksichtigen. Wichtig: Verwenden Sie nur hochwertige, stark gedämmte Gläser (mind. 1,1), für den Aufbau gut gedämmte Profile (am besten Holz), sorgen Sie für ein möglichst steiles Dach (für die Wintersonne - gegen die Sommerhitze) und trennen Sie den Aufbau thermisch vom Haus. Eine Glasfront die offen zu den Wohnräumen angebaut ist, verliert nachts wieder mehr als die tagsüber eingefangene Energie. Der Wintergarten sollte nicht in den Heizkreis integriert werden! Siehe auch unseren Buchtipp!
Bauen Sie gleich eine Solar- und Regenwassernutzungsanlage mit ein. Das schmiedeeiserne Hoftor oder die Sauna können warten.... Günstiger und einfacher werden Sie nicht mehr dazu kommen. Und das Beste: Sie sparen ab dem ersten Tag wertvolle Ressourcen und Geld.
Denken Sie auf gar keinen Fall daran, mit Strom zu heizen oder Warmwasser zu erzeugen! Ganz egal was aktuell z.T. betrügerische, verdummende Massenwerbung in der Post, Zeitung, bei Radio, Internet oder TV Ihnen einreden will. Mit Strom macht man keine Wärme! Nicht nur die Umwelt, sondern vor allem auch Sie legen dabei drauf. Selbst wenn manchmal die Erstausstattung billiger erscheint - auf Dauer bezahlen Sie ein mehrfaches - von evtl. Elektrosmog, u.s.w. gar nicht zu reden.
Auch die jetzt wieder gern propagierte Wärmepumpe hat mit ökologischer Wärmeerzeugung in vielen Fällen nichts zu tun. Bereits Anfang der 70 er wurden Kunden von den Energieversorgern mit billigem Strom geködert. Nach und nach erkannten die Besitzer dann aber, dass sie gewaltig drauf zahlen mussten. Wir haben bei unseren Solarmontagen Ende der 90 er häufig die alten Wärmepumpen entsorgen dürfen, die schon seit 10 Jahren und mehr ungenutzt in der Keller-Ecke standen. Eine neue Wärmepumpe hat heute zwar bessere Jahresarbeitszahlen (Verhältnis der vorher hineingesteckten Strommenge zu der hinten herauskommenden Wärmemenge), doch in den allermeisten Fällen, ist dieses Verhältnis für die Umwelt und das Klima negativ. Nur gut eingebundene WP`s, am besten mit Nutzung von Erdwärme, erreichen positive Ergebnisse, die sich dann zusätzlich auch finanziell bemerkbar machen. Zukünftig werden aber die besseren (und damit auch teureren) Systeme in Verbindung mit einer Solarkollektoranlage einen sinnvollen Beitrag zur Primär-Energie-Einsparung leisten können.
Vergessen Sie auch Öl oder Gas als Heizwärmelieferant. Setzen Sie lieber auf Holzpellets. Diese sind nicht nur gesünder und ungefährlicher, sondern beim Neubau oft günstiger und auf Dauer im Betrieb garantiert preiswerter! Noch besser ist ein Passivhaus - dann brauchen Sie u.U. gar keine Heizung mehr...
Lassen Sie sich die Hausinstallationen (Sanitär, Heizung, Elektrik, u.s.w.) nicht einfach von einer Firma vorschreiben, sondern geben Sie Wünsche vor. Bei vielen Produkten gibt es nicht nur preisliche oder optische, sondern vor allem leistungstechnische Unterschiede (Heizungspumpen, Brauchwasserzirkulation, Heizungsregelung, u.s.w.). Das Ergebnis ist nicht nur eingesparte Energie und Kosten, sondern vor allem ein höherer Komfort!
Hier finden Sie viele Infos: http://www.iwu.de/deutsch/esparinfos.htm
Wenn Sie in Urlaub fahren, schalten Sie alles ab (nicht nur aus Sicherheitsgründen). Wenn Zirkulationspumpe, Kühlschrank, Stand-By`s u.s.w. ausgeschaltet sind, kommen in 14 Tagen ganz schnell 50 kWh zusammen
Wer beim Wasser spart, reduziert meist auch automatisch den Energieverbrauch (Strom, Öl, Gas), da weniger Warmwasser verbraucht wird: Bei Händewaschen, Rasieren, Zähneputzen, u.s.w. zwischendurch Wasserhahn/Brause abstellen. In den Wasserhahn oder Dusche einen Sparperlator (Achtung, hier gibt es große Unterschiede) einbauen. Dies reduziert anteilig den Wasserverbrauch um ca. 50%. Bauen Sie in die Toilettenspülung eine Stoptaste oder besser ein Gewicht ein, dann läuft die Spülung nur so lange, wie gedrückt wird und bringt ca. 40% Ersparnis. Rasensprengen im Sommer ist völlig unnötig. Das meiste Wasser verdunstet (wenn tagsüber benässt wird) und wenn es dann doch einmal vergessen wird, ist der Rasen bald wieder braun. Nach dem nächsten Regen erholt er sich wieder. Gerade in diesen Zeiten gibt es oft Wassermangel, so dass man hierauf unbedingt verzichten sollte. Wenn doch, sammeln Sie vorher Ihr Regenwasser in Tonnen, Zisternen, u.s.w. und sorgen Sie dafür dass das Dachflächenwasser versickern kann und nicht in den Kanal läuft.
Um Strom zu sparen, gibt es vielfältige Möglichkeiten: Wenn Sie einen Brunnen, Teich oder Bachlauf haben, betreiben Sie die Pumpe mit Solarstrom. Dies ist ungefährlich (12 V), einfach zu verlegen, spart Energie und arbeitet optimal mit dem Tagesablauf zusammen (morgens und abends schwächer, mittags stark), nachts aus -und der Nachbar kann schlafen. Ansonsten sollten diese Dinge nachts ausgeschaltet sein.
Auch sonst kann man draußen eine Menge mit Solarstrom machen:
Mit (richtig geschalteten) Bewegungsmeldern und Zeitschaltuhren kann man innen und außen gezielt Licht einsetzen und nutzen, ohne gleich große Strommengen zu verbrauchen. Muss das Licht etwas länger brennen, sind Energiesparlampen zu empfehlen. Auch im Haus kann man diese Geräte an vielen Stellen komfortabel nutzen (im Keller, innenliegenden Räumen, für selten genutzte Geräte).
Um den Standby-Verbrauch von TV, Video, Sat-Receiver, Stereoanlage, u.s.w. zu reduzieren und deren Lebensdauer zu verlängern, ist eine Steckerleiste mit Ausschalter empfehlenswert oder auch der Einsatz von Zeitschaltuhr, bzw. Anwesenheitsmelder. Ein TV, der nachts aus ist, kann nicht implodieren. Die Investitionen sind sehr gering und die Einsparungen z.T. extrem. In der BRD laufen alleine 2 Atomkraftwerke nur für unsere StandBy-Verbraucher...
Packen Sie Kühlschrank oder Tiefkühltruhe (besser als Schrank) immer richtig voll. Die Speichermasse reduziert den Kälteverlust beim Öffnen der Geräte. Achten Sie darauf, dass sie immer nur kurzzeitig geöffnet werden und keine warmen Lebensmittel hineinkommen. Stellen Sie diese Geräte nicht neben Heizung, Herd, Südfenster. Kaufen Sie nur Modelle mit Energielabel A++ (!), sorgen Sie für eine saubere Dichtung.
Im normalen Haushalt liegt der anteilige Stromverbrauch für die Beleuchtung bei ca. 10%. Hier lassen sich durch Energiesparlampen dann bis zu 80% einsparen. Auch die Weihnachtsbeleuchtungen haben früher den Jahresverbrauch nicht besonders verändert. Seit ein paar Jahren versuchen sich jedoch von Ende November bis Mitte Januar die Bewohner ganzer Straßenzüge durch Lichtinvasionen gegenseitig zu überbieten. Anstelle mit Zeitschaltuhr oder Dämmerungsschalter die Laufzeiten für eine sparsame LED-Lichterkette zu regulieren, brennen bei manchen tausende von Lämpchen z. T. mit mehreren hundert Watt Leistungsaufnahme den ganzen hellen Tag und die dunkle Nacht durch. Da kommen dann schnell 300 kWh/ Haushalt (50 Euro) und mehr für die Weihnachtszeit zusammen. Man spricht daher heute auch immer öfters von Lichtverschmutzung! Ein Beweis, dass Strom immer noch viel zu billig ist.... Achten Sie bei Halogenlampen darauf, dass der Trafo hinter dem Lichtschalter sitzt - sonst arbeitet dieser Nonstop (wird warm), ohne dass es hell ist. Nehmen Sie die Lampe lieber eine Nummer kleiner und drehen den Lichtkegel direkter, als die Riesen-Deckenfluter mit 300 W, die dann doch zu dunkel sind.
Sorgen Sie dafür das die Heizung richtig eingestellt ist. Glauben Sie nicht dem Installateur, der eine hohe Vorlauftemperatur und Herunterregelung der Heizkörper empfiehlt. Setzen Sie moderne Ventile an die Heizkörper und stellen Sie jeden Raum separat ein. Jedes Grad weniger bringt anteilig 6% Einsparung.
Bei Renovierung oder Neubau setzen Sie möglichst kleine Kessel-Leistungen ein (die Heizungsbauer wollen immer größer...). Nehmen Sie nach Möglichkeit Holzpellets oder Gas-Brennwert. Wenn es unbedingt ÖL bleiben muss, dann ist auch hier Brennwerttechnik (höhere Brennstoffausnutzung) ratsam. Heizen Sie auf keinen Fall mit Strom. Vorsicht bei Wärmepumpen, sie lohnen sich nur in den seltensten Fällen! Regel: Kessel möglichst klein und Heizkörper möglichst groß - auch wenn es Ihr Heizungsklempner genau anders rum will (verdient er mehr und hat weniger Ärger)!
Auch beim Autofahren kann man viel Energie sparen.
Unsere Energieberatung bieten wir ab sofort nicht mehr kostenlos an!
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