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Überwachen, Speichern, Vergrößern ©

(erstmals erstellt 2015, zuletzt aktualisiert Sept. 2021)

Anzeige, Diagnose, Überwachung, wie bei Großanlagen, wünschen sich vor allem Skeptiker.

Doch das ist, bei Mini-Anlagen, im Verhältnis zum Anlagenpreis und zum geringen Ertrag ein recht unwirtschaftliches Vorgehen! Je nach System fallen für die Original-Geräte hier Kosten von bis zu  250 Euro an, die man besser anlegen kann!
Ein einfaches, zwischengeschaltetes Strom-Messgerät, das in beide Richtungen Strom messen kann und sowohl die aktuelle Leistung (W) anzeigt, als auch auch die erzeugte Energie (kWh) zählt, tut es auch. Dafür gibt es einmal die bekannten Stecker-Strommessgeräte für beide (!) Richtungen (ab ca. 15 Euro), "smarte" Steckdosen für WLAN (z.B. Fritzbox, ab 25,00) oder auch kleine Anzeigen für die Hutschienen-Montage (ab ca. 20,00).

Da die Nachfrage hierfür viel zu gering ist und die Wünsche immer unterschiedlich sind, bieten wir dies bisher nicht an. Wir haben aber oben, für Interessierte, verlinkt.

Neuerdings können wir die kombinierte PV-Überwachungseinheit WDS688 WiFi anbieten. Sie ermöglicht den festen Anschluss der Anlage ans Hausnetz, enthält einen kombinierten Fehlerstromschutzschalter/Leitungsschutzschalter, sowie einen digitalen Energiezähler mit LCD Anzeige und eine zusätzliche WiFi-Schnittstelle, um auch per kostenloser App die Daten am Handy zu sehen. Alternativ gibt es sie auch mit Wieland-Buchse (117,00/132,00 Euro).
Bei Bedarf bitte an der Kasse dazuschreiben.  

Je nach Anschluss bedeutet das aber auch, dass entweder doch ein Elektriker benötigt wird oder es sich nur um die "Schukoanschluss-Variante" handelt, die ja nicht jeder möchte...




 

Solarstrom speichern

Viele Nutzer einer Mini-Netzanlage haben sich leider vorher nur unzureichend informiert. 

Vor allem, wenn eher die größere Variante (ab 600 Wp) gewählt wurde, erkennt man oft erst später, dass ja viel kostenloser Solarstrom ungenutzt bleibt, weil im Moment der größten Stromerzeugung (Sommer - Mittags) niemand anwesend ist oder größere Stromverbraucher ausgeschaltet sind.

Daher steht die "Speicherung" des Solarstromes ganz oben auf der Wunschliste - egal ob wirklich sinnvoll oder nicht...

Besser ist es aber, VOR einer Anschaffung unsere Infos zu den verschiedenen Möglichkeiten und die Vor- und Nachteile der einzelnen Varianten, zu beachten:
https://www.oeko-energie.de/shop1/de/Solarstrom/Solarstrom-Wissen/die-unterschiedlichen-solarstrom-techniken/

Wer das ökologische und ökonomische Maximum aus einer Solarstromanlage herausholen will, entscheidet sich daher am besten für eine ganz normale Netz-Anlage ab 1 kWp. 
https://www.oeko-energie.de/shop1/de/Solarstrom/Netzgekoppelte-Solarstromanlagen/

Wer keinesfalls Solar-Strom abgeben, ihn aber auch bei Dunkelheit nutzen, will und eine kleine Lösung bevorzugt, nimmt eine kleine autarke Inselanlage, die NICHT ans Netz angeschlossen ist.
https://www.oeko-energie.de/shop1/de/Solarstrom/Inselanlagen/

Hat man sich aber schon die sogenannte "Balkon-Solarstromanlage" zugelegt, gibt es 2 Möglichkeiten, den selbst erzeugten Solarstrom zu speichern und zeitversetzt zu nutzen. 
Wirklich sinnvoll sind sie aber beide leider nicht:

entweder muss man permanent oder gelegentlich "umstecken", also das Kabel vom Solarmodul zum Mini-Netz-Wechselrichter abziehen und an einen PASSENDEN Solarladeregler anschließen, der mit einer PASSENDEN Solarbatterie verbunden ist. Darin hat man nun 12 V Gleichstrom.
Will man nun auch kleinere 230V-Geräte damit betreiben, bedarf es eines PASSENDEN Insel-Wechselrichters, der dann direkt (nicht über das Hausnetz) mit diesen Verbrauchern verbunden wird. Kühlschrank, u.ä. Verbraucher mit Aufnahmeleistungen bis 1000 W sind hier dann eher unüblich, auch weil ein entsprechend großer Insel-WR nochmals teurer wäre.

Alternativ schafft man sich ein PASSENDES Batterie-Netzladegerät an, das zwischen Steckdose und Solarbatterie sitzt. Hinter die Batterie kommt dann auch wieder der PASSENDE Insel-Wechselrichter. Arbeitet die Mini-Netzanlage, fließt der Strom dann nicht nur zu den eingeschalteten Normal-Geräten, sondern eben auch zu dem Batterieladegerät. Es gibt auch Kombi-Modelle, die Lader und Wandler in Einem besitzen. Gerade im kleinen 12 V-Bereich sind die Geräte im Verhältnis aber recht teuer und uneffektiv. 

Die einzelnen Komponenten, mit Tipps und Empfehlungs-Fragebogen findet man bei uns in den jeweiligen Produkt-Bereichen.
https://www.oeko-energie.de/shop1/de/Solarstrom/

Da es bei Ladung, Lagerung, Entladung und eben der Wandlung große Verluste gibt, die vor allem bei Billig-Geräten recht hoch sind, diese Geräte und vor allem die Batterie auch erst einmal hergestellt werden müssen und die Anschaffungskosten schnell den Preis der Mini-Netzanlage übertreffen, wird der vorher sehr günstige und saubere Solarstrom somit immer teurer und schmutziger. Das versteht leider nicht jeder Interessent. Zumal die heutige Massen-Konkurrenz, die keinerlei ökologischen Ansatz hat, sondern nur verkaufen will, solche Maßnahmen sogar propagiert. Neuerdings sogar Batterie-Hersteller... 

Seit 2018 will man nun die Balkonanlage mit eingebautem Speicher propagieren.
Ein Start-Up versucht sich daran und verschiebt ständig. Bis heute gibt es weder den Speicher zu kaufen, noch wäre dieses Unterfangen preislich (über 2.000 Euro) und technisch als antragsbefreite Balkonanlage (inkl. Umschalter) zu bezeichnen. Wir bieten so etwas nicht an. 




 

Darf´s doch auch ein bisschen mehr sein?

Die Regeln für Mini-Anlagen sind ja nach wie vor nicht 100% genau festgelegt. Es kommt immer darauf an, wie man die schwammigen "Vorgaben" auslegt...

Für Deutschland gilt bisher noch, dass die Ausgangsleistung des Mikro-Wechselrichters höchstens 600 VA betragen darf, um ohne einen Antrag und Elektriker einfach anzuschließen. Das bezieht sich aber nicht auf die Modulleistung!

Viele möchten aber bald nach der ersten Anlage, Manche auch sofort, noch mehr Solarstrom erzeugen...

Erweitern?

Nur wenn man (unsinnigerweise) einen "großen" 600 VA-Wechselrichter nur mit einem 300 Wp-Solarmodul belegt hat, könnte man nun direkt diese Anlage, um das gleiche Modul, "erweitern".
In jedem anderen Fall, gibt es einfach eine weitere Mini-Netz-Anlage, die man an einer anderen Stelle im Haus anschließt, um die Regeln einzuhalten und den Anschlusspunkt nicht möglicherweise zu überlasten. An einer normalen Steckdose beispielsweise nonstop 1200 W anzuschließen, könnte, vor allem bei Altbauten, irgendwann im zehn Stunden langen Betrieb zu einer unerwünschten Erwärmung (und auch mehr) führen. Siehe auch Erweiterbare-Solarstromanlagen.

 

Größer aufbauen!

Wie erklärt, ist es normal, einen Wechselrichter überzubelegen (meist um 20%), weil ja nur seltenst die Max-Leistung der Solarmodule erreicht wird.
Aber ein erster WR-Hersteller verweigerte nun eine Garantie-Leistung, weil ein Betreiber es übertrieben hatte und das Gerät zu lange im Max-Bereich lief (Erwärmung). Dies liegt auch daran, dass Solarmodule heute nicht nur 300 Wp, sondern eben auch 400 oder 500 Wp Leistung haben können. Das Ganze "mal Zwei" ist dann schon eine ganze Menge und manchmal zuviel des Guten! 

Ein Anderer hat aber nun für seinen 600VA-WR eine Belegung bis 880 Wp zugelassen.
Ein weiteres Modell ist nun für 600 VA Ausgangsleistung eingestellt, kann aber, auch bei guten Bedingungen, bis 1050 Wp Solarleistung aufnehmen.

Nicht jede Anlage hat jedoch optimale Bedingungen.
Im ganz hohen Norden, wo es häufig neblig oder bewölkt ist, die Sonne nie über den Berg kommt oder wenn Solarmodule steil nach Osten, Westen oder gar Norden ausgerichtet werden, wird nie die Nennleistung erreicht werden können, weil die Solarstrahlung dann auch nicht an die hierzulande maximal mögliche Stärke von 1000 W/qm heran kommt. Manche Bedingungen realisieren gar nur 50 - 80% der Nennleistung und das nur kurzzeitig. Dann darf man mit der Solarmodul-Leistung natürlich auch erheblich großzügiger sein - solange man nicht die max. zulässige(n) Spannung (V) oder den Strom (A) am Wechselrichter überschreitet!

Mit passenden Modulen könnte man also durchaus auch 900 Wp und mehr Modulleistung an einen 600 VA Wechselrichter anschließen. Solche Anlagen stellen wir aber besser über unser Formular zusammen, um eben Überlastungen zu vermeiden!

Unser APS 600 Wechselrichter wird vom Hersteller nun mit bis zu 2 x 440 Wp angegeben.  An diese Modelle könnte man dann theoretisch, bei schlechten Standortbedingungen, sogar noch mehr Modulleistung anschließen.

Gleichzeitig kostet das alles ja auch Geld und somit wäre es in den Fällen, über 1000 Wp, sinnvoller, ganz normal eine netzgekoppelte Solarstrom-Anlage aufzubauen und am Zähler anzuschließen, damit man auch jede kWh nutzt oder vergütet bekommt.

Grundsätzlich kann man also auch größere Modulleistungen oder sogar stärkere Wechselrichter einfach anschließen (einstecken), wenn diese in der Ausgangsleistung auf 600 VA gedrosselt sind. Dies muss in der Regel vom Installateur bescheinigt werden. Manche Netzbetreiber sind hier relativ großzügig. Andere überhaupt nicht. Manche Betreiber interessiert das nicht und sie machen einfach - dann aber wenigstens an einer blauen CEE-Dose, die dauerhaft höhere Leistungen verträgt. Wo aber nicht permanent tagsüber eine hohe Grundlast anliegt, wird viel Energie verschenkt (nicht verschwendet).