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Was ist eine gute Inselanlage? ©

(erstmals erstellt 2019, zuletzt aktualisiert Juli 2021)

Vor 20 Jahren war es noch schwierig.

Es gab nur wenige Anbieter für autarke Solarstromnutzung, wenig Produktauswahl, hohe Preise und kaum echte Kompetenz und Erfahrung.

Aber heute kann man (leider fast) an jeder Ecke Solaranlagen kaufen, vor allem im Internet - auch für autarke Anwendungen.

Ob sie wirklich "gut" sind, merkt der Kunde meist erst später - wenn überhaupt. Oft hat höchstens zufällig eine Komponente die richtige Größe. Das sind meist die, heute so günstigen, Solarmodule - weil "nach Watt gekauft" wird. Gerne aus dem billigen China - da kommt´s dann beim Preis nicht mehr so drauf an.

Aber schon bei Solarladeregler, Solarbatterie, Wechselrichter, Kabel oder dem Gestell geht´s los. Zu klein, zu groß, billig oder teuer. Manchmal merkt man es sofort, manchmal erst später. Nachbessern geht gar nicht oder wird dann teurer und belastet die Umwelt. Und um Die sollte es schließlich gehen! Aber typische, trendige "Solar-Schops" haben heute mit Ökologie soviel gemeinsam, wie ein Metzger mit einem Vegan-Shop.  

 

Dabei ist es eigentlich ganz einfach:

man überdenkt sein Verhalten,
stellt seinen GENAUEN Tages-Energiebedarf fest (Verbraucher, Leistung, Laufzeit),
beachtet die Standortbedingungen und die Jahreszeit, wann die Anlage genutzt wird.
Mit diesen Daten wird die grundsätzliche Größe der einzelnen Komponenten bestimmt. Für deren passende Auswahl und Zusammenstellung kommt es dann auf Anspruch, bauliche Vorausetzungen, Budget, Gewicht, Lebensdauer, Maße, Montageart und Wünsche an.

Gute Inselanlagen sind genau geplant und berücksichtigen daher alle diese Dinge.

Sie können einfach aufgebaut werden, erzeugen genug Strom und liefern ihn, wann immer benötigt - relativ zuverlässig und zu einem möglichst günstigen Preis.
Hier stimmt dann nicht nur die Systemspannung und die Größe des Solargenerators, sondern auch die Kapazität der Batteriebank. Wechselrichter und Solarladeregler sind in der Lage die notwendigen Leistungen effizient zu liefern. Die außen montierten Solarmodule überleben auch mal einen Orkan. Kabel, Schalter und Sicherung sind in Art und Größe ausreichend und machen die Anlage "eigensicher", damit man sie auch mal alleine lassen kann. Die Haltbarkeit passt zur Erwartung und notfalls lässt sich auch etwas reparieren.

Ist der Betrieb der Anlage "wichtig", also nicht nur ein bisschen Freizeitspaß, dann sollte man auch gegen Ausfall abgesichert sein.
Auch wenn viele unserer Anlagen schon weit über ein Jahrzehnt arbeiten und keine Ausfälle kennen, so kann dies doch auch mal passieren - vor allem beim Regler oder Wechselrichter. Daher haben gute und wichtige Anlagen eher keine anfälligen Kombi-Geräte und immer ein Zweitgerät - wenn auch evtl. in kleinerer, günstigerer Ausführung, um im Notfalle den Betrieb zu sichern. Alternativ kann dies natürlich auch ein Notstromer sein - mit all seinen Nachteilen...   

Wichtig ist auch, dass man ein wenig in die Zukunft denkt.
Natürlich weiß man nicht immer, was übermorgen sein wird. Wenn aber schon nach wenigen Monaten die Anlage zu klein ist, wurde gemurkst.
D.h., nicht nur die grundsätzliche Größe sollte stimmen, sondern auch die Systemspannung. Auf 12 V-Basis weiter aufzubauen ist meist noch größerer Murks.

 

"So klein wie möglich und so groß wie nötig" ist die vernünftige Devise für verlässliche, bezahlbare Systeme. 

Manchmal ist auch die 08/15-Komplett-Anlage vom Billig-Solar-Shop ausreichend. Häufig aber nicht. Oder sie ist überdimensioniert und damit zu teuer. Das wollen wir nicht...

Trotz unseres planerischen Mehraufwandes sind maßgeschneiderte Inselanlagen bei uns keinen Cent teurer als eine Anlage von der Stange! 
 

Erfahrungswerte / Empfehlungen ?

Ständig gehen Emails ein und erhalten wir auf unsere Planungs-Rückfragen ähnliche Mitteilungen:
"gerne verlassen wir uns auf Ihre Erfahrungen, bzw. was empfehlen Sie uns für eine Größe!?"

Dazu teilen wir dann mit, dass wir genau unsere Erfahrungen und Empfehlungen hier auf unserer Internet-Seite ausführlichst darstellen:

jeder Mensch ist anders. Nicht nur in Aussehen, Charakter, Vorlieben, Ansprüchen und Verhalten - sondern auch Anspruch und  Verbrauch.
Egal ob Wasser oder eben die Energie für Wärme, Strom, Fortbewegung - die mengenmäßigen Unterschiede sind enorm!

Der Eine braucht nicht mal 500 Wh/Tag, der Andere mehr als 15 kWh/Tag!
Manche sind so clever Groß-Geräte nacheinander zu benutzen, Andere möchten gleichzeitig Spülen, Waschen, Saugen und Fönen ...
Viele Nutzer möchten sich keine Gedanken machen müssen, nur Wenige schauen auch auf´s Wetter.
Für bestimmte Kunden sind 500 Euro schon viel, für Vereinzelte 50.000 noch Kleingeld...

Wer bisher unbedacht große Mengen Energie verschwendet hat, aber die anfallenden Rechnungen dafür bezahlen kann, hat damit kein Problem. Wer diese Energie aber selbst erzeugen will, benötigt dafür eine angepasste Anlage. Und um deren sinnvolle Größe zu ermitteln, bedarf es dann der Daten, über die man sich Gedanken machen muss. Liegen Diese uns dann vor, können wir mit der Planung beginnen. Auf Rätsel-Raten haben wir schon lange keine Lust mehr...

Viele Dinge, die (leider) unbeachtet im normalen Haushalt vor sich hin verbrauchen, könnte man sehr einfach im autarken Haushalt weg gelassen, sparsam oder gar mechanisch ersetzt werden. Wirklich umsetzen tun das allerdings die Wenigsten, obwohl sie ja nach unseren Erfahrungen und Empfehlungen gefragt hatten oder sich danach richten wollten...

 

"Gute Inselanlagen" realisieren wir nur über unsere Planungsliste und nicht mal schnell am Telefon oder am Tresen.

Wer dies aber lieber billig, schnell und oberflächlich vornehmen möchte, findet dazu mittlerweile viele Anbieter. Wir gehören nicht dazu.