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​Was bringt denn so eine Solarstrom-Inselanlage? ©

(erstmals eingestellt 2001, fortlaufend akualisiert - zuletzt August 2020)

Dies fragen viele Interessenten immer noch skeptisch-  auch knapp 40 Jahre seit es die ersten Solarmodule auf dem Markt gab. Denn selbst 2020 hört man noch manchmal so dumme Antworten, wie "gar nix - kauf Dir lieber einen Benzin-Generator aus dem Baumarkt"!
Das ist natürlich Unfug - zumal die Preise heute bis zu 90% günstiger sind als vor 20 Jahren. 

Eine autarke Solarstrom-Anlage kann sogar eine ganze Menge bringen!

und zufriedene Anlagen-Besitzer sehr überraschen.
Aber es kommt eben auf die passende Größe, Qualität und Technik der Komponenten an und vor allem auf die Nutzungs-Bedingungen, wie Verbrauch, Standort, Jahreszeit und das Wetter (Helligkeit!). Wer dann noch verstanden hat, dass er mit SPARSAMSTEN Geräten (LED-Lampen, SuperPlusPlus-Kühlschrank, u.s.w.) viel mehr erreicht, als mit überdimensionierten Modulen und Batterien, kann sehr günstig eine zuverlässige Versorgung realisieren.

 
Schon mit einem guten 150 Wp-Modul für weniger als 200 Euro kann man an einem sehr guten Tag bis zu 1 kWh sauberen Solarstrom erzeugen.
Genug für die allermeisten mobilen Anwendungen unterwegs (Licht, Pumpe, Kompressor-Kühlschrank, TV, Radio,...) - wenn man es nicht übertreibt und sparsame Geräte nutzt. Und das 30 und mehr Jahre lang!

Der Strom wird automatisch, lautlos und verschleiss und rückstandsfrei bei (und abhängig vom) Tageslicht erzeugt, in Batterien gespeichert und kann jederzeit, mit einem Wechselrichter auch als "Normalstrom" genutzt werden.

Damit sind ortsfeste Anwendungen, genauso wie Mobile, möglich. Man kann eine 100% Autarkie realisieren, eine kleine unterbrechungsfreie Stromversorgung bereit stellen oder eine Notstrom-Anlage aufbauen. Im Süden Europas lohnt es sich u.U. auch wirtschaftlich, am Netz bereits befindliche Häuser, auf Selbstversorgung umzubauen.

Es gibt heute weltweit viele kleine und große Inseln, mit mehreren tausend Bewohnern, die völlig autark das ganze Jahr mit sauberem Solarstrom existieren - z.B. Tokelau

Man muss aber eben begreifen, dass die Energie aus dem Tageslicht gewonnen wird
und im Winter die Tage nicht nur kürzer, sondern auch sehr viel dunkler sind.
Somit liegt das Verhältnis des täglichen Energieertrages zwischen einem guten Sommertag und einem guten Wintertag bei ca. 7 zu 1. Richtig dunkle Tage können zu einer absoluten Nullnummer führen! Solchen Unterdeckungen kann man kostenintensiv mit vergrößerter Modulleistung und Batteriekapazität begegnen. Selbst Megawattstunden lassen sich in Batterien speichern, um lange dunkle Zeiten oder extrem Energieintensive zu überstehen. Sie können über 20 Jahre funktionieren. Aber sinnvoller ist dafür eine Hybridversorgung mit Windrad oder eben einem kleinen NOT-Strom-Generator, der dann im Winter nur ganz selten läuft und die Batteriebank effektiv nachlädt...

Manche Leute mussten sehr negative Erfahrungen sammeln.
Gerade wenn man auf diese Versorgung angewiesen sind, gleichzeitig aber nicht über das entsprechende Kapital verfügt, ist das natürlich bitter. Viele Bauwagen-Besitzer, die im Sommer einsteigen und mit einer Mini-Anlage super zufrieden waren, erleben an den ersten dunklen November-Tagen eine böse Überraschung. Auch der Weltenbummler, der im Frühsommer mit der Reise im Süden beginnt und zum Herbst in den hohen Norden kommt, wird enttäuscht sein, wenn er das vorher nicht berücksichtigt hatte. Und die stolzen "Tiny-Haus"-Besitzer, die unüberlegt vom Schreiner gleich die "fertige" Inselanlage teuer mitgekauft haben, stellen spätestens während einer Schlechtwetter-Periode fest, dass etwas individuelle Planung besser gewesen wäre. 
Oft kann man dann auf den vorhandenen Solar-Komponenten nicht optimal oder auch gar nicht aufbauen, komplette Neuanschaffungen kosten aber zuviel Geld. Dann ist leider der Weg in den nächsten Baumarkt zum billigen 100 Euro-Generator, der dann teuer und umweltfeindlich Benzin vergeudet, nicht sehr weit.
 
Ausprobieren, "mal schauen, wie weit ich komme", hören wir leider viel öfters,
als "ich habe mir genaue Gedanken gemacht und alle meine Verbraucher und Betriebzeiten genau notiert und zusammen gerechnet".
Heute muss man nichts mehr ausprobieren. Dank unserer langjährigen und vielfachen Erfahrung wissen wir, was benötigt wird, bzw. wieviel Ertrag man erzielt. Diese Leute kaufen dann leider auch schneller im 08/15-Shop ein Fertig-Angebot, als dass sie unsere ausführliche Planungsliste ausfüllen. Später landen sie aber dann doch oft noch bei uns - aber ohne Kapital - das ist ja schon ausgegeben... Wir müssen uns dann leider kurz fassen.
 
Wer seine Solarstromanlage vorwiegend zur Beleuchtung benötigt, wird mit LED-Lampen auch im langen Winterhalbjahr mit einer Mini-Anlage problemlos hin kommen. Ist auch PC (besser Laptop) und Kühlung dabei, wird es schon etwas teurer. Kommen weitere Elektro-Geräte und Komfort hinzu, muss man tiefer in die Tasche greifen und wer mit Solarstrom Wärme (Fön, Kaffemaschine, Toaster,...) betreiben will, braucht eine große Brieftasche, denn grundsätzlich geht alles.
Derjenige der mit Solarstrom Kochen und Heizen will (E-Herd, Kochplatte, Tauchsieder, Elektro-Radiator...) oder Sauna, Wasserbett oder Whirlpools, u.s.w. nonstopp betreiben will, kann sein Geld auch gleich aus dem Fenster werfen! Übertroffen wird dies nur noch von verträumten Hausfrauen, die in ihrer einsamen Hütte oder WoMo, bzw. Boot mit einem Induktions-Kochfeld auf 4 Platten kochen wollen - auch noch im Winter. Zur Not schmeißen die dann halt das 5 kW-Notstrom-Aggregat an! Mit Holz oder Gas ginge das viel einfacher. Haben wir alles wirklich schon erlebt...
 
Wir werden immer häufiger mit den oft unrealistischen Wunschträumen einiger „Sparer“ konfrontiert.
Den Meisten geht es dabei um Geld sparen und genau das klappt so bestimmt nicht. Nur einige Wenige wollen ökologisch sein, doch auch dies hat vor allem bei Winternutzung seine Schwierigkeiten, denn es bedarf dann überdimensionierter Anlagen und vor allem riesiger Batteriebanken.
 
Das Wichtigste dabei ist die richtige Planung und die kommt fast immer zu kurz!
Leider wollen Einige (mit ökologischem oder endzeitlichem (!) Hintergrund) das Rad immer wieder neu erfinden und erleben dann finanzielle, versorgungstechnische und auch mal psychische Katastrophen (wenn man mitten im Winter im Dunklen sitzt) - anstelle sich auf jahrelange Erfahrung zu verlassen. Das ist keine Übertreibung, sondern wird uns durch solche leidgeprüften Menschen, oftmals mitgeteilt, bzw. bestätigt.
Da wird z.B. mit besten Sommer-Erträgen kalkuliert („bei uns scheint an 300 Tagen die Sonne!“), anstelle für die Dimensionierung den Worst-Case (8 dunkle Winter-Tage) anzunehmen und behauptet, "dass die Familie sehr sparsam sei".... Die Negativ-Erfahrungen dieser Einzelkämpfer machen dann oft die Runde und sorgen für die bekannten Falschaussagen und Ammenmärchen.
 
Nur knapp die Hälfte aller Insel-Anlagen stellen deren Besitzer zufrieden.
25% haben regelmäßige Unterversorgung und das andere Vierteil hat eine viel zu große und damit zu teure Anlage.
Schuld daran haben aber nicht nur inkompetente, bzw. unseriöse „Verkäufer“, die Dank des Internets täglich neu auftauchen. Auch, die Kunden, die sich nicht weiter dafür interessieren und keine Angaben machen können oder wollen. Viel zu oft wurde uns schon ähnliches mitgeteilt, wie: „Danke – wir wollten aber keine Planungsliste ausfüllen, sondern nur schnellnur eine Solarstromanlage kaufen… - bei Ebay geht das...!“ Da klinken wir uns immer sofort wieder aus.


Der negative Trend zur falschen Anlagen-Zusammenstellung ist dabei stark zunehmend. Kein Wunder: schließlich verkauft heute fast jeder Solarstrom-Technik und immer mehr Menschen verlernen das Lesen, Zuhören, Nachdenken und Verstehen...
 
Wer nur ein NOTSTROM-System für kurze Zeit und einige Verbraucher benötigt, schaut bitte hier.
Man sollte dabei auch nicht vergessen, dass es im Falle eines Total-Blackouts auch kein fließend Wasser gibt und die Toilettenspülung auch nicht geht. Abhilfe schafft hier nur die Regenwassernutzungsanlage.
 
Siehe auch: Geht nicht - gibt`s nicht!