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Was ist ein Solarmodul?

Das ist ein Solarmodul oder Photovoltaik-Modul:©  

(Erstmals erstellt 1999 - letzte Aktualisierung November 2018)
 

Solarzellen - Solarmodul - Solargenerator - Solarmodul-Herstellung - Recycling

 
Laien nennen Solarmodule auch auch gerne und nicht richtig Zellen, Kollektoren, Platten, Solarplatten, Paneele, Panele, Panels, Scheiben, Sonnensegel, u.s.w. Manche meinen dabei dann noch nicht einmal die Strom produzierenden Solar-Module (Photovoltaik), sondern einen Wärme-sammelnden Solar-Kollektor (Solarthermie)...
Dies sorgt dannn immer mal wieder für Missverständnisse oder gar Falsch-Bestellungen! 
 
Drückt sich ein "Anbieter" auch so laienhaft aus, spricht das nicht gerade für ihn - auch wenn er sich "Solar-Panel-Schop", o.ä. nennt und unter dem Begriff Photovoltaik sofort im Netz gefunden wird. In den letzten Jahren machen sich leider nicht wenige Quer-Einsteiger, ohne jegliche Kompetenz, auf dem Solarmarkt breit - gelegentlich zum Schaden für die End-Kunden. 
Wir beschäftigen uns mit Solarstrom seit 1988 und vermeiden auf unseren Internet-Seiten seit 1999 Fach-Chinesisch. Doch manche Produkte haben einfach einen eindeutigen Namen und den sollte man bitte auch benutzen. Man sagt zum Auto ja auch nicht Fahrrad... 
 

Solarzellen

bestehen meistens aus Silizium, einem Element, das in der Natur sehr häufig vorkommt und hatten anfangs standardmäßig eine Größe von ca. 10 bis 15 qcm, mittlerweile auch größer. Es gibt sie in quadratischer, runder, sechs- oder achteckiger und rechteckiger Ausführung. Für Kleinst-Module werden auch Viertel- oder Halbstücke (Bruch) verwendet, um auf die nötigen Spannungen zukommen. Sie sind hauchdünn und sehr leicht zerbrechlich. Strahlt die Sonne auf die Solarzellen, baut sich zwischen der Ober- und Unterseite eine Gleichspannung auf (je nach Typ/Größe ca. 0,5 V, also bis ca. 18V bei einem 36-zelligen Modul). Damit wurden früher vorrangig Kleinmodule bis 80 Wp (ca. 120 x 50 cm) gebaut. Mittlerweile werden diese Zellen im Format einerseits immer größer, um teuren Abfall und leere Modul-Zwischenräume zu vermeiden, andererseits setzen manche Hersteller auf die Halb-Zellen und bauen damit auch immer größere Solarmodule bis 380 Wp, bzw. 1 x 2 m-
Die Solarzelle ist also noch nicht das Solarmodul - auch wenn Viele es so falsch benennen!
 

Ein Solarmodul

ergibt sich aus mehrere Zellen, die in Reihe geschaltet werden. Um die für die Batterie-Ladung erforderliche Spannung am Ausgang aufzubauen, waren das dann früher meist 36 Stück = ca. 18 V, bei Standard-Größen von ca. 50 - 100 Wp. Mittlerweile gibt es aber auch abweichende Zellzahlen (40, 48, 54, 60, 72 und noch mehr) und somit viel höhere Spannungen - bis über 100 V! Modul-Leistungen gehen heute auch schon bis 380 Wp. Dies führt z.T. zu aufwendigeren Abstimmungs-Planungen bei der Anlagenauslegung mit Netz-Wechselrichtern oder Insel-Solarladereglern.

Solche Groß-Module sind im Verhältnis dann heute natürlich günstiger, weil der Aufwand für Rahmen, Dose, u.s.w. fast  gleich ist. Dafür sind die Großen erheblich schwerer zu handhaben und heute ist manchmal der Transport eines einzigen Solarmodulesvon ca. 1 x 2 m Größe dann teurer als dessen Preis (Kistenverpackung = bis 130 Euro)! Das Solarmodul erhält ein eisenarmes Sicherheits-Schutzglas, eine Rückseiten-Tedlar-Folie, eine Anschlussdose oder Kabel/Stecker und meist einen schützenden Alu-Rahmen und eine Dichtung - fertig...
 

Der Solar-Generator

Solar Tracker
besteht aus einem oder mehreren Solarmodule(n), die parallel oder seriell verbunden sind und hat dann mehrere hundert oder gar viele tausend Watt Leistung. Dabei wird eine zum Wechselrichter oder Solarladeregler passende Anzahl von Modulen auf einem Montagegestell aus Alu und Edelstahl elektrisch und z.T. auch mechanisch miteinander verbunden. Ind er Regel versucht man mit hohen Spannungen zu arbeiten, um somit den daraus resultierenden Strom, niedrig zu halten und verlustfrei fließen zu lassen. 
 
 

Die Herstellung eines Solarmodules



Recycling

(erstmals erstellt 2007 - aktualisiert 2014)
 
Eigentlich dürfte dies gar kein Thema sein, denn wir reden hier normalerweise von Nutzungszeiten von 30, 40 vielleicht sogar noch vielmehr, Jahren. Sollte aus einem Solarmodul dann irgendwann tatsächlich hinten nichts mehr raus kommen, ist es klar, dass so ein Modul nicht irgendwo in der Pampa landet - weil es voll ist mit hochwertigen und relativ einfach wieder zu verwendenden Materialien (Glas, Alu, Silizium, Folien, Kupfer) 
 
Jeder Alt-Metall-Händler würde das Modul sofort kostenfrei abholen. Dennoch hatte der Gesetzgeber sich wieder mal etwas tolles ausgedacht (nach dem "Steine in den Weg rollen"-Prinzip) und forderte, im Rahmen der KfW-Solar-Finanzierungen, ab 1.10.2010 eine Rücknahme-Bestätigung der Modul-Hersteller. Das war grundsätzlich kein Problem, doch einigen Herstellern oder auch Großhändlern machte die schnelle Erstellung eines entsprechenden Zertifikates (verwaltungs-)technische Probleme. Andere haben damit kein Problem, denn sie sind Mitglied bei PV-Cycle, einem 2007 iniziierten Zusammenschluss zahlreicher, großer Hersteller und Großhändler. Da die von uns vertriebenen Module nur von Firmen hergestellt werden, die hier auch schon Mitglied sind oder eigene Rücknahme-Verpflichtungen abgeben, muss sich niemand Sorgen machen, seinen Kindern oder Enkeln ein Müllproblem zu vererben - zumal es aus o.g. Gründen keinen Anlass dafür gibt. 
 
Mittlerweile gibt es auch andere Wege/Anbieter, zumal die deutschen Hersteller immer weniger werden - Dank der China-Käufer. Es bleibt also dabei, dass man sich, im Gegensatz zu manchem Baumaterial keinen teuer zu bezahlenden Sondermüll nach Hause holt. Ganz egal was manche Lobby an gegensätzlichen Behauptungen aufstellt!



 
REC Solarmodul