Der Wunsch nach unabhängiger Versorgung (Autarkie) ist uralt und im Falle von Objekten, die abseits gelegen sind, oft auch notwendig. Strom, Wasser, Wärme, u.s.w. kilometerweit heranzuschaffen, wird oftmals nicht genehmigt, ist meist sehr Umwelt belastend und vor allem teuer oder unsicher (freihängende Leitungen werden beschädigt, im Sommer und Winter sind die Netzleitungen oft überlastet, u.s.w.) und manchmal einfach nicht zu realisieren. Orte ohne Stromanschluss gibt es überall.
Grundsätzlich ist es aber weder ökologisch, noch ökonomisch, ein am öffentlichen Stromnetz angeschlossenes Haus autark zu versorgen. Die Gründe sind schnell aufgezählt: höhere Kosten gegenüber einer netzgekoppelten PV-Anlage, umweltfeindlicher Rohstoffverbrauch (Batterien), meist extreme Unterdeckung im Winter und ungenutzter Überschuss im Sommer...
Mit unseren Produkten und der richtigen Planung ist es jedermann möglich, preiswert und möglichst umweltfreundlich autark zu sein. Unsere Kompetenz in den Bereichen Solartechnik, Regenwassernutzung, Öko-Heiztechnik, u.s.w. kombiniert mit der Erfahrung aus unzähligen unterschiedlichen Projekten im In- und Ausland (WoMo`s, Boote, Gartenhäuser, Ferienhäuser, Beleuchtungssysteme, Überwachungsanlagen, Mess-Stationen, Bauwagen,...) garantiert Ihnen, nach Ihren Ansprüchen, eine sichere, saubere und günstige Versorgung.
Nachfolgend möchten wir hier einige Möglichkeiten aufzeigen, abgelegene Häuser, Hütten, Boote, Caravans, Wohnmobile, u.s.w. im In- und Ausland unabhängig und preiswert (autark) zu ver- und entsorgen. Egal ob die Beleuchtung eines Krankenhauses im Kongo, die Versorgung von Erdbeben-Messstationen auf Kreta oder Neuseeland, das Nachtquartier eines Missionars in Guinea, die Leuchtreklame eines Biobauern oder das Ferienhaus eines Millionärs auf den Kanarischen Inseln - alle diese und viele weitere, unterschiedlichste Projekte haben wir in den letzten Jahren geplant und realisiert. Aktuell versorgen wir immer häufiger die Bewohner von Bauwagen-Siedlungen!
Die hier und unter Inselanlagen gemachten Angaben ersetzen aber nicht die unbedingt notwendige Planung/ Dimensionierung über unsere Planungslisten!
Hier sieht man 2 BP 585-Module (170W),
die, mit richtiger Neigung und Ausrichtung aufgeständert, seit 2001 auf einem Flachdach auf Formentera stehen. Im Haus ist ein Solarix/ Fronius-Kombigerät, das Laderegler und 230V-Wechselrichter vereinigt. Versorgt werden TV, Sat und Licht. Wenn es einmal zu knapp sein sollte (Winter), werden die Solarbatterien mit einem kleinen (Not-)Stromgenerator nachgeladen.
Auf diesem selbstgebauten Gestell befinden sich 4 x BP-Saturnmodule mit insgesamt 660 Wp. Für eine optimale Winternutzung wurden sie steiler montiert. Sie versorgen eine kleine Hütte in Portugal, die von einem ökologisch bewussten Menschen ganzjährig genutzt wird. Die große Batteriebank (290 Ah/ 24V) mit OPzS-Zellen wird von einem Studer-Compact-Wechselrichter geladen und entladen und wird sicher mehr als 10 Jahre Leistung bringen. Wenn zu wenig Strom da sein sollte, wird die Bank über einen Dieselgenerator notfalls nachgeladen. Nach genau einem Jahr Nutzung ist der Besitzer sehr begeistert, denn jeden Abend war die Batteriebank durch die Sonne zu 100% geladen! Dasselbe System durften wir deshalb jetzt seinem Nachbarn liefern.
Ein 600 Wp-Modulfeld mit Helios-Modulen wird von stolzen Männern des Jemen ausgerichtet. Wir haben 2001 im Auftrag der ISET, bzw. der hessischen Landesregierung Module, Ladegeräte, Solarbatterien und Zubehör für insgesamt drei solcher Anlagen geliefert. Ausgesuchte Dorfbewohner bekommen dann die Möglichkeit alle paar Tage Ihre Batterie an einer Steca-Dorfladestation tagsüber zu laden, um dann für mehrere Abende Strom für Licht und Radio zu haben. Siehe auch Anlagenbeispiele.
Nach Mallorca lieferten wir 4 Module Helios H1160/100 mit Solarix-Regler, 2 x Moll-Solar 240Ah zum schon vorhandenen Wechselrichter. Originalschreiben:
"Hier nun ein paar Bilder von der fertigen Installation. Das Haus hat ca. 40 qm Wohnfläche und die Solaranlage ist in einem extra Schuppen im Anbau untergebracht, auf dem sehr massiven Regal. 3 Tage lang haben wir 1 Kappsäge, 1 Handkreissäge, 1 Stichsäge und 2 Bohrmaschinen bei Sonnenschein nur über Solar versorgen können, also die Anlage leistet einiges. Die Module habe ich auf verzinktem Vierkanteisen montiert, so dass sie 80mm Abstand zum Dach haben. Vielen Dank nochmals."
Auch das gibt es: Eine Inselanlage mitten in Berlin!
12 x BP 580 (960 Wp) versorgen dieses kleine, autarke Haus mitten in der Großstadt. Durch die starke Dachneigung sind die sonst nur spärlichen Winter-Erträge besonders gut. Der Kunde ist ein Bastler, der auch laufend Messungen durchführt. Dabei stellen sich unsere Behauptungen, zu den möglichen Erträgen und vor allem zu den Spitzenleistungen der Saturnzelle, als richtig heraus.
Für das Deutsche Primatenzentrum auf Madagaskar planten und lieferten wir 2003 diese 800 Wp-Anlage mit Isofotonmodulen (weniger Leistungsverlust bei hohen Temperaturen), Bayern-OpzS-Batteriebank, Studer-Kombi-Wechselrichter, Tarom-Laderegler, Soltech-Montagegestell und kleinem Honda-Notstromaggregat. Die Anlage dient dabei weniger dem Wohnkomfort der Mitarbeiter, als vielmehr der Versorgung von Lampen und Ladeteilen der Laptops`s.
"Nach verschiedenen Frachtproblemchen nach Afrika hat die von Ihnen letztes Jahr gelieferte Photovoltaik-Anlage ihren Platz auf dem Bestimmungsdach gefunden. Sie sehen die fünf Module nun auf einem unserer Gebäude unserer Forschungsstation im Kirindy-Wald in West-Madagaskar (s. Luftaufnahme), ca. 60 km nordöstlich der Küstenstadt Morondava. Die Anlage ist genau in Richtung Norden ausgerichtet. Die Neigung entspricht dem über's Jahr mittleren Einstrahlwinkel der Sonne. Aufgrund der jährlich mehrmals durchziehenden heftigen Zyklone (die Hurrikan-Äquivalente des Indischen Ozeans) haben wir die Module möglichst flach moniert. Zwar sind Zyklone praktisch nie in den Medien, sie sind aber oft genau so stark und vor allem viel regelmäßiger als gewisse Hurrikanes vor Amiland...). Die Anlage erfüllt hervorragend ihre Dienste und erlaubt uns nun, unsere technische Ausrüstung das ganze Jahr über ohne Engpässe nutzen zu können. Noch einmal vielen Dank für ihre Mühe und ihr Entgegenkommen! "
2002 entstand in Naxos/ Griechenland ein Ferienhaus einer deutschen Familie, das vollständig mit unseren Produkten ver- und entsorgt wird und zu allen Jahreszeiten bewohnt werden kann. 8 x BP 580 (640 Wp) Modulleistung auf einer verstellbaren Halterung je nach Jahreszeit, ein Air-X-Windrad mit 400 W und für den Fall eines Falles, ein Honda Eu10i- Notstromgenerator sorgen für die Stromversorgung. Ein Fronius/ Solarix Kombi Laderegler/Wechselrichter mit 24 V/ 900 W übernimmt die Ladungsregelung der 4 Sonnenschein-Solarbatterien Dryfit 230 A und die Bereitstellung von haushaltsüblichem 230 V Strom.
Die Wärme für Wasser und Heizung kommt aus einer thermischen Solaranlage von Viva Solar mit 6 Flachkollektoren (13,2 qm) und einem 850 Liter Speicher mit Durchlauferhitzer. Reicht die Sonne an einem kühlen, trüben Wintertag einmal nicht für die gewünschte Raumwärme, wird dem Pufferspeicher über einen Tekon-Kamin-Heizeinsatz mit Brennholz nachgeholfen. Die Kollektoren haben eine Neigung von 60°, um sauber zu bleiben, im Sommer nicht ständig in Stillstand zu gehen und für beste Wintererträge bei tiefstehender Sonne. Der Schattenwurf des Kamines ist bei den Kollektoren tolerierbar, bei den Modulen wäre dies unmöglich!
Die oberflächlich erst einmal hoch erscheinenden Kosten von ca. 19.000 Euro für diese Versorgung relativieren sich, wenn man berücksichtigt, dass weder Ölheizkessel und teure Stromanbindung (1 km!), noch zukünftige Verbrauchsgebühren für Strom und Öl anfallen. Vom Komfort, der Unabhängigkeit und der Ökologie ganz zu schweigen. Bilder und weitere Daten folgen...
Die vor Ort ansässigen Monteure waren erst einmal ziemlich skeptisch, was da so installiert werden sollte und meinten:
"Warum so viele Spiegel (Kollektoren) - zwei reichen doch für eine Familie?" -
Es geht jedoch zeitweise um größere Personenanzahl mit hohen Ansprüchen und eine Heizungsunterstützung für den Winter...
"Müssen die so hoch stehen (60°)?" -
Ja, damit diese Fläche im Sommer nicht ständig überhitzt wird und an Weihnachten die Bude warm bleibt...
"Unser Verbindungsschlauch (max. 95°C) reicht sonst immer aus!" -
Man kann die üblichen kleinen leistungsschwachen Schwerkraftanlagen nicht mit einem heizungsunterstützenden Großsystem mit Werten bis zu 200° und 6 bar vergleichen...
"PV-Module und Windgenerator gehen nicht, der Elektriker hat nachgemessen!" -
Alles verpolt, richtig anschließen... Jetzt läuft die Sache und der Kunde kann zufrieden sein.

Unsere saisonale Zweigstelle in Sardinien betreiben wir seit 2004 völlig autark mit Strom und Wärme aus Sonne. Ausführliche Details zum Hausbau findet man weiter unten.
Im ersten Jahr hatten wir zur Stromversorgung "nur" den in der Mitte, sich mit der Sonne drehenden Tracker mit 4 Saturnmodulen (BP 7180 S AR in Kombination mit der Batteriebank (4 x Sonnenschein Dryfit Solar 12/230). Geladen wird das 48V-System über einen Steca-Tarom und der 230 V-Strom kommt über einen zuverlässigen Studer XPC 1648. An normal sonnigen Tagen hatten wir von März bis Oktober immer mehr als genug Energie, konnten sie sogar "verschwenden" (Wasser mit Strom aufheizen). Doch regelmäßig um Ostern gibt es in Sardinien mehrere Tage hintereinander die völlig dunkel sind = Nullertrag. Dann kommt es auf die Batteriebank an! Kurz bevor die Sonne sich dann wieder zeigt, müssen wir dann mit allem etwas sparsamer umgehen. Da wir mittlerweile ganzjährig "Saison" haben, wurde die PV-Anlage um 8 x BP-Poly 380S erweitert. Dies war notwendig, da die Sonne um Weihnachten nur wenige Minuten über den Gipfel kommt und in dieser Zeit muss "kräftig" geladen werden. Auch um Ostern herum nutzt diese Erweiterung dennoch meist sehr wenig. Wenn es wirklich dunkel ist, bringt die größte Modulleistung nichts! Doch sobald etwas Licht da ist, erfolgt die Ladung natürlich doppelt so schnell. Unseren normalen "Ferien"-Kunden würden wir eine so große Anlage (1.320 Wp) nicht "aufdrängen", doch wir wollen garantiert CO2-frei bleiben und hoffen ja auf den baldigen Stromanschluss, um unseren Strom dann, wie auch in Deutschland üblich, gewinnbringend einzuspeisen. Dann werden wir die Anlage umbauen und erweitern. Weiteres unter Anlagenbeispiele
In Sardinien bauen wir seit 2003 ganz laangsaam (poco a poco) ein ökologisches Musterhaus, bzw. unsere saisonale Zweigstelle auf.
Zuerst sollte alles ganz schnell in Kooperation mit örtlichen Maklern/ Bauträgern erfolgen, doch mittlerweile setzen wir doch alles lieber selbst um. Nach und nach informieren wir mit aktualisierten Daten und Bildern hierüber.
Warum Sardinien?
Da es sich um eine Mittelmeerinsel handelt, sind die Bedingungen bezüglich Sonne und Wind, wie in anderen mediterranen Regionen, ähnlich gut. Wir suchten jedoch nach einem Ort, der auch in weiteren Punkten optimal für unser Vorhaben ist: schöne Lage, unzerstörte Natur, schnelle Erreichbarkeit (auch ohne Klima-Flieger), Bau-Möglichkeiten mit möglichst geringen zerstörenden Eingriffen, kompetente Partner vor Ort, bisher kaum Solarnutzung vor Ort.
Nachdem wir viele Jahre in Griechenland waren und dort nicht nur beruflich Produkte verkauften, sondern auch Gelegenheit für Privates hatten, waren wir immer auf der Suche nach einem alten Haus oder einem unerschlossenen Stück Land. Dies zu finden war nicht schwer, es zu bekommen oder zu bezahlen, dagegen umso mehr. Einmal war schon alles perfekt und abseits jeglicher Straßen, Häuser, u.s.w. gab es ein zerfallenes Haus direkt an einem einsamen tollen Mini-Strand, dass uns ein Hirte für wenig Geld verkaufen wollte. Als wir dann nach Jahren endlich erreicht hatten, dass wir dieses Haus hätten wieder Instand setzen dürfen, wollte der Hirte plötzlich nicht mehr....
Wir schauten uns anderweitig um und kamen auf Empfehlung auch nach Sardinien.
In vielen Punkten ist es ähnlich und hat die gleichen Probleme wie andere Mittelmeer-Regionen: Wasserknappheit, Bevölkerungsrückgang, Arbeitslosigkeit, ausgedörrte Böden, Naturzerstörung, illegale Müllentsorgung, Waldbrände, Tourismus-Konzentrationen, u.s.w. Doch neben oder auch in all diesen Punkten bestehen feine, für uns positive Unterschiede: Es gibt noch viele Bäche/ Flüsse/ Seen, die ganzjährig Wasser führen. In Bergen, Tälern und auch am Meer findet man, trotz Rodungen im 19. Jahrhundert, immer wieder ausgedehnte Waldgebiete mit Pinien, Kiefern, Kork- und Stein-Eichen, Eukalyptus, u.s.w. Vor allem wird vielerorts aufgeforstet, z.T. sogar mit Mischwald. In den meisten Orten wird das Abwasser geklärt.
Der Tourismus, der zu den wichtigsten Einnahmequellen gehört, hat nicht so negative Auswirkungen auf Land, Leute, Natur - denn es gibt heute schärfere Regeln. In den meisten Regionen gibt es keine Neubauten näher als 500 m zum Meer, Altbauten sind selten höher als 3 Stockwerke, man findet kaum Hotelpaläste - außer z.B. an der berühmten Costa Smeralda der Superreichen. Die Häuser sind optisch meist sehr anspruchsvoll an die Umgebung angepasst und fallen manchmal erst beim zweiten Blick auf. Die Orte liegen oft hunderte von Metern vom Meer entfernt, die Strände sind z.T. kilometerlang und außerhalb der italienischen Hochsaison (Juli-August) relativ ruhig. Das einzig Störende könnten die immer häufiger zu findenden Wohnmobil-Burgen sein, die von Frühjahr bis Herbst an den Stränden errichtet werden. Doch hiergegen wehrt man sich zurecht mit Schranken und Verbotsschildern. Es kann aber auch passieren, dass weit und breit kein Ristorante geöffnet hat. Im Landesinnern gibt es oftmals kilometerlang keine Möglichkeit der Einkehr. Obwohl Sardinien über ein recht gut ausgebautes Straßennetz (sogar Schnellstraßen) verfügt, fallen die Narben nicht so auf, gibt es immer noch völlig unberührte Gegenden, die man nur zu Fuß erreicht und wo man tagelang keinem Menschen begegnen muss. Trotz Jagdeifer und Rücksichtslosigkeit in der Vergangenheit ist Flora und Fauna noch relativ intakt - wir haben in 2 Jahren mehr seltene Tiere und Pflanzen gesehen, als in 18 Jahren Griechenland. Die Bevölkerung fällt auf durch eine uneingeschränkte Freundlichkeit, egal ob Nachbarn, auf der Straße, am Strand, im Ladengeschäft oder an der Supermarktkasse - es macht einfach Spaß mit Ihnen zu kommunizieren. Über ein bisschen Italienisch freut sich jeder.
Wer mal mit dem Schiff nach Sardinien will, bucht am besten und günstigsten bei:
http://www.vademecum-sardegna.de
Wer mit dem Klima-Flieger kommen will, sollte wenigstens ein Atmosfair-Zertifikat kaufen und den Mietwagen am günstigsten von Deutschland aus hier buchen:
Autoeurope
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Sardinien ist eine sehr schöne Insel, mit tollen Menschen und Landschaften!
Da wir jedoch schon so häufig auf Leben/ Arbeiten/ Urlauben auf Sardinien angesprochen wurden und viele Interessierte aufgrund völlig falscher Erwartungen/ Vorstellungen z.T. immer wieder mehr als enttäuscht sind, hier einige wichtige Hinweise:
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Leider sehen sardische Gipfel oft so aus - zugepflastert mit allen möglichen Sende- und Empfangsantennen. Hier bei Tempio...
Im Juli 2003 wurden wir geschockt!
Während ganz Deutschland über die Entgleisungen von Berlusconi im Europaparlament redete oder der italienische Tourismuspräsident dafür sorgte, dass Gerhard Schröder seinen Toskana-Urlaub stornierte, wurde in Sardinien und über das Internet protestiert: Gegen ein Atommüll-Endlager auf Sardinien! Nachdem 50.000 Unterschriften eingereicht wurden, hieß es von Regierungsseite, "dass es keinerlei definitive Pläne gäbe und jetzt die Untersuchungen um ein Jahr verschoben würden". Ein erster Erfolg. Die Gründe für die Aktionen lagen in den Regierungsvorgaben an eine Forschungsgruppe: "erdbebensicher, stillgelegtes Bergwerkgelände, wenig Bevölkerung" - diese Eigenschaften gibt es nur auf Sardinien! Durch Regierungswechsel, u.s.w. hatte sich diese Sache vorerst erledigt
Dafür wurde im Januar 2008 der Müll aus Neapel, für den es keine Müllkippen mehr gab, teilweise nach Cagliari geschifft! Proteste nutzten nichts, Containerweise kommt der, von Anderen verursachte, Dreck auf die Insel: "Müll-Tourismus!"
Tja und im Rahmen der weltweiten, panikartigen Rufe nach Atomstrom kam auch im Juni 2008 Silvio auf die Idee ein Atomkraftwerk bei Oristano zu bauen. Mal sehen, ob die korrupten Politiker es schaffen, die Menschen weiterhin zu veräppeln und die skrupellosen Interessen ihrer mächtigen Wirtschaftsbosse einfach durchzusetzen...
Im Sommer 2009 wurde das Ganze noch getoppt. Nun will man bei uns (zwischen Santa Lucia und Capo Comino), bei Bari Sardo, bei Pula und Oristano insgesamt 4 AKWs bauen!
Außerdem soll der kleine Fischerort S. Lucia 4 Hotelbrocken für insgesamt 1500 Leute erhalten. Dafür wird die Pinetta abgeholzt in der sich aktuell noch 2 Campingplätze befinden. Das ist die italienische Variante von Nachhaltigkeit...
Nicht direkt um die Ecke, aber auch nicht weit entfernt in einer Pinetta am Meer, trafen wir diese lustigen Wanderer. 2 haben sich geziert, der Rest stellte sich aber schnell für ein Gruppenfoto auf.
Im Januar feiert man auf Sardinien "Sant Antonio" - mit großem Feuer, frischem Gebäck und Fleisch und Wurst vom Grill. Das Kreuz wird gespickt mit den in dieser Zeit reifen Orangen. In manchen Orten finden kleine Umzüge statt und die Jungend wirft mit Orangen und Krachern. Besonders beliebt ist das Fest in unserer Gemeinde Torpe und natürlich in Brunella. Normalerweise soll das Feuer etwas warm machen. Doch 2007 war das gar nicht nötig, bei Nachtemperaturen von ca. 12°C.
Ein unbeliebtes Zeichen für die gute Qualität des Meeres:
riesige Seegras-Anschwemmungen findet man in Sardinien an den allermeisten Sandbuchten, vor allem aber an der Ostküste, das ganze Jahr über. Einige Touristen behaupten, im Sommer würde dies entfernt werden, doch dies ist nicht nur falsch, sondern auch verboten. Je nach Wind, Wetter und Strömung kommt und geht es wieder. An stark frequentierten Stellen wird zur Hauptsaison gelegentlich etwas "nachgeholfen" - mehr aber nicht. Zugegeben ist es etwas unangenehm, wenn das noch feuchte Gras bei Windstille tagelang vor sich hin "riecht", doch es ist auf keinen Fall irgendwie giftig oder eine Umweltbelastung - im Gegenteil. Wo es noch viel Seegras gibt, sind die Böden meist in Ordnung und sorgen somit für eine Filtrierung und Reinigung des Meeres...
Die vielleicht beste und urigste Trattoria in der ganzen Baronia
(Region zwischen Olbia und Orosei): "Mamma Mia" in St. Lucia. Hierher kommen sowohl Touris und Promis, als auch Einheimische. Leider wird es jetzt immer voller, nur außerhalb der Saison bekommt man abends einen Tisch...
Glaubt man den "Eingeborenen", dann hat sich das Klima in den wenigen Jahren des neuen Jahrtausends auch hier erheblich verändert.
Selbstverständlich gab es auf dieser südlich gelegenen Insel schon immer lange Trockenzeiten und damit im Sommer Feuer und umgekehrt im Winterhalbjahr starke Regenfälle. Und auch der Wind bläst hier fast das ganze Jahr. Doch die Häufigkeit, Stärke und vor allem die rasch aufeinander folgenden Extreme sind doch neu und fallen uns persönlich sehr auf.
Vor allem ist das Wetter auch weniger verlässlich und "langsam". Man kannte die Jahreszeiten, die sich im Laufe von Wochen langsam ablösen und wusste dann und dann, ist es so oder so. Mittlerweile ist es jedoch schon mehrfach vorgekommen, dass zum Jahresanfang der Regen lange Zeit ausblieb, dafür das Frühjahr ins Wasser fiel und es bis Mitte Juni viel zu kühl war. Dafür war der Sommer im September schon um und es regnet eine Jahresmenge innerhalb von 2 Tagen. Umgekehrt ist es auch noch im November/ Dezember warm gewesen und von einem auf den anderen Tag stürzt die Temperatur um 10 - 15°. Wochenlange Regenfälle werden abgelöst von monatelanger Trockenheit, nur unterbrochen von plötzlich auftretenden, unangemeldeten Stürmen! Im Sommerhalbjahr sorgen diese dann für tagelang anhaltende Wald- und Buschbrände.
Ein seltsames Naturschauspiel, das es früher kaum gab und mittlerweile ein paar mal im Jahr auftaucht: Trotz schönstem, tagelangem Sonnenschein bildet sich morgens eine mehrere Kilometer große, sehr dichte Nebelwand, die entweder stundenlang an der Küste still verharrt, je nach Wind dort entlang schwebt oder durch Ostwind langsam durch die Täler in die Berge hinauf treibt. Innerhalb der Nebelwolke liegt die Temperatur erheblich niedriger und die Luftfeuchtigkeit steigt auch in der Umgebung extrem an. Nach wenigen Minuten ist man durchnässt. Im März 2006 war es in Budoni tagelang dunkel und kühl, während wir hier oben sommerliche Temperaturen hatten - bis die Wolken für 1 - 2 Stunden zu uns hinauf kamen und unsere Solaranlage kein Licht mehr bekam.
Nur sehr schwer zu erkennen, doch wir waren leider hautnah dabei:
Im trockenheißen Juni 2003 brannte es innerhalb einer Woche alleine viermal in unmittelbarer Nähe (ca. 1000 - 1500 m) zu uns. Wegen der starken Winde konnten die Löschflugzeuge und Hubschrauber nicht im Meer tanken, sondern flogen immer wieder dicht über "unseren" See um Wasser aufzunehmen. Der Wendeflug erfolgte dann über unser Haus. Zum Flugbenzintanken mussten die Maschinen alle 30 Minuten zurück nach Olbia und kamen dann nach einer Stunde wieder. Bis dahin waren die Feuer dann z.T. wieder neu entflammt. Feuerwehren wie bei uns, sind leider selten.
Feuer an unserem Haus!
Nein - glücklicherweise handelte es sich in diesem Fall "nur" um das immer noch beliebte aber unsinnige Abfackeln von Laub- und Buschresten. Leider brennt es dann meist nicht so schön wie auf dem Bild, sondern qualmt stunden- oder sogar tagelang. Die Pflanzenreste wären getrocknet in einem Kamin sehr viel wertvoller... Die Gründe für die Brände sind unterschiedlich, aber wiederholen sich immer wieder: Brennende Zigarettenkippen, weggeworfene Flaschen (wirken wie Brenngläser), heiße Autokatalysatoren, dumme Hirten oder Grundstücksbesitzer, die nur ein kleines Stück abbrennen wollten, um Platz für neues Gras zuschaffen oder Abfälle zu vernichten oder Brandstiftung, wegen Hass/ Neid oder um auf einem dann wertlos gewordenen Stück Natur bauen zu dürfen. Natürliche Gründe, wie Blitzeinschlag, kommen nur selten vor.
Ein Löschflugzeug nimmt in "unserem" See Wasser auf.
Um sich vor Bränden zu schützen, entfernen viele Hausbesitzer jegliche Gräser und Büsche auf Ihren Grundstücken. Dadurch kommt es jedoch zu erhöhter Austrocknung und stärkerer Bodenerosion. Dem begegnet man dann mit ständigem Bewässern. In 2003 wurde schon Mitte Juni das Wasser rationiert, dass 2002 noch bis in den September floss, bevor wieder neuer Regen kam. Auch in 2004 brannte es zwischen Budoni und Orosei an vielen Stellen, zum ersten mal mit dem 100% Beweis für Brandstiftung, denn wieder mal um Maria Himmelfahrt entstanden die Feuer praktisch gleichzeitig! In 2005 wurde Dank der Winter-Regenfälle und des kühlen Frühjahrs das Wasser nicht rationiert.
Mittlerweile haben wir uns daran gewöhnt, dass alljährlich tausende von Feuern auf der Insel entfacht werden.
Doch nach dem schlimmen Jahr 2007 kam es in 2009 noch gewaltiger:
bereits Mitte Juli kamen die heißen Tage mit über 40 °, gepaart mit starken Winden aus östlicher Richtung. In der Gegend um Budoni brannte es tagtäglich und wir wurden aus der Ferne per EMail und Telefon auf dem Laufenden gehalten. Die Feuer kamen von 2 Seiten bis auf ca. 1000 m an unsere Grundstück heran. Durch zurück gehenden Wind, begünstigt durch die gegenüberliegenden Berge und den Einsatz der Menschen von Brunella, kam das Feuer nicht in unseren Talabschnitt! Wir sehen in der Ferne nur die genau auf dem Bergkamm abgebrannten Bäume und Büsche.
Doch schon wenn wir nur um die Ecke fahren, können wir die verbrannten Bäume sehen. Mal sind es nur ein paar an der Straße entlang, z.T. aber ganze Grundstücke und im Falle des Monte Nieddu ein ganzer großer Hügel!
Unsere Nachbarorte Strugas, Mallorca und St. Pietro wurden tagelang mehrfach evakuiert, Häuser und Autos z.T. beschädigt, Tiere getötet und Gärten zerstört.
Nach einigen recht feuchten Jahren, mit Regen auch mal im Sommer, wurde man 2006 wieder auf den Boden der klimatischen Tatsachen gebracht. Der letzte Regen fiel in unserer Region im Mai und auch der herbstliche Regenguss blieb fast aus. Da auch den ganzen Winter über es herbstlich warm blieb und Regen nur vereinzelt runter kam, konnten die Flüsse die Stauseen nicht füllen. Dafür kam im April dann ein gewaltiger Nachschlag, der binnen kürzester Zeit wieder alles randvoll auffüllte - während es in Deutschland trocken blieb...
In 2008 kam man von einem Extrem ins Andere.
Der Winter war zu trocken, dafür regnete es den ganzen Mai und auch bis Mitte Juni, bis unser Zufahrtsweg an allen Seiten durch Hangwasser überschwemmt wurde. Auch im November wurden mehrere Regionen (auch unsere) mehrfach von schweren Regenfällen heimgesucht, die auch mehrere Todesopfer forderten. Gelernt wird trotzdem nicht. Man baut weiter in die Nähe der Bäche, versiegelt Flächen, wirft den Müll in Bäche und sorgt nicht für eine großzügige Aufforstung, die den Boden vor Errosion schützt. Unser Zufahrtsweg wurde beim letzten Regen völlig zerstört und ist selbst für Geländewagen nicht mehr befahrbar.
Dafür blieb es dazwischen 3 Monate so heiß und wolkenlos, dass sogar unsere Kakteen völlig vertrocknet zusammen fielen. Doch schon ab Mitte September war es auch wieder kühler und feuchter, als sonst üblich. Im November/ Dezember/ Januar regnete es fast ständig, nur unterbrochenen durch gewältige Stürme! Wir werden häufig von Urlaubern nach Wetter-Prognosen gefragt. Aufgrund dieser Erfahrungen antworten wir zurecht: alles ist möglich!
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Wer die Augen aufmacht, wird rechts und links der Straße viele unschöne Dinge sehen. Tote Hunde oder auch Katzen sieht man allerorts: manche "nur" überfahren, einige auch vergiftet oder sogar erdrosselt! "Normal" gestorbe Schweine, Schafe oder Kühe liegen in der Campagna und werden von anderen Tieren gefressen - owohl diese evtl. eigentlich kein Fleisch fressen, wie hier die Schweine. In den meisten Schluchten, Bachbetten oder in Kurven türmt sich der Müll: vom Hausmüll, über die so beliebten Plastikbecher und Teller die gleich Sackweise gekauft und weggeschmissen werden, bis zum kompletten Hausrat, einsschließlich Kühlschränken, Autobatterien oder ganzen Autos... |
Sie erstreckt sich von Olbia bis Orosei. Hier gibt es sowohl kleine, als auch riesige Strandabschnitte mit Dünen, Felsen aus Granit oder Porphyr, grandiose Steilküsten mit Meeresgrotten, Sand- oder Kies-Strände mit dahinterliegenden Pinien- oder Eukalyptuswäldern. Gleich hinter den Küstenorten geht es in die Berge bis auf 1100 m. Der Gennargentu und andere Hochgebirge mit bis zu 1830 m sind in kurzer Zeit erreichbar. Überall gibt es noch relativ intakte Wiesen, Wälder, Täler, Flüsse, Bäche, Lagunen und Seen und somit Kuckuck, Bienenfresser, Neuntöter, Turteltauben, Forellen, Flamingos, Silberreiher, Greifvögel, Schlangen, viele Pilze, ... Andernorts findet man noch halbwilde Schweine und Pferde.
Leider sieht man kaum eine Solaranlage - weder für Wärme, noch für Strom.
Dies soll sich aber durch unser Engagement ändern, denn bisher wird Warmwasser meist mit Strom gemacht und dessen Herstellung verpestet andernorts die Luft! Obwohl es von November bis März ganz schön frisch werden kann, haben die meisten Häuser (egal ob alt oder neu) nur Notheizungen, wie offener Kamin, Gas-Katalythofen oder Elektroradiator. Und im Sommer kämpfen die Klimaanlagen...
Das ist weder komfortabel, preislich günstig, noch umweltfreundlich!
Das Musterhaus, bzw. die Zweigstelle entsteht ganz laangsam seit 2003 in Brunella/Torpe´ bei Budoni (Baronia), ca. 35 km vom sardischen Haupthafen Olbia entfernt, am Nordhang eines kleinen Tales in ca. 170 m Höhe. Das Meer ist ca. 5 km entfernt, man kann am östlichen Horizont den Strand von Agrustos sehen. Obwohl diese Region schon jetzt ziemlich touristisch entwickelt ist (Schimanski`s San Teodoro ist nicht weit), kann man sie nicht mit Hochburgen in Spanien, Italien, Griechenland, u.s.w. vergleichen. Um uns herum gibt es nur sehr vereinzelt Häuser, die alle in Privatbesitz sind. 10 km weiter im Hinterland ist man völlig alleine - kaum Häuser, Straßen, Menschen. Das, zwischen einer Straße und einem Erdweg liegende, Grundstück selbst wurde schon seit ewigen Zeiten als Weideland und evtl. für Getreideanbau (wahrscheinlich Hafer) genutzt.
Andere verwirklichen ihren Traum oft auf unberührten Grundstücken und zerstören leider durch Rodung und Erdarbeiten somit einen biologischen Lebensraum. Meist müssen sogar noch kilometerlange Wege geschoben werden. 3000 qm sind für deutsche Verhältnisse sicherlich sehr viel, doch in Sardinien gar nichts. Mittlerweile benötigt man außerorts meist 10.000 qm um überhaupt bauen zu dürfen. Diese Zersiedelungspolitik kann man von 2 Seiten betrachten. Uns reicht unser Land jedenfalls vollkommen, zum jährlichen Sensen (weder mit der Hand, noch mit den stinkenden, krachenden Motorsensen - sondern einer modifizierten elektrischen Heckenschere!) bekommen wir nachbarschaftliche Hilfe.
Die nachfolgenden Bilder und Berichte sind ein wenig nach Zeit/ Baufortschritt, aber auch Thematik sortiert.
"Unser" Dorf Brunella ist 1 km entfernt und kann schon als Bergdorf bezeichnet werden, obwohl nur ca. 180 m hoch gelegen. Eingebettet zwischen fast 1000 m hohen Bergen, denkt man dort nicht gleich ans Meer. Es gehört schon eher zu den schöneren Ortschaften, was auf Sardinien nicht so häufig vorkommt. Hier herrscht Sommer, wie Winter "echtes" Leben. Touristen gibt es fast keine, aber einige Ausländer sind schon sesshaft geworden. Erst von unserem Grundstück aus hat man Sicht auf einen Teil der Bucht von Budoni. Wenn man im Frühjahr oder Herbst auf die grünen Hänge blickt, Kühe auf den Wiesen und Bussarde am Himmel sieht und dazu noch der Kuckuck ruft, glaubt man eher an den Schwarzwald oder die Alpen. Sieht man Richtung Osten und erblickt Olivenbäume, Ziegen, Macchia und am Horizont das Meer und hört die Schafshirten rufen, weiß man wieder, dass man im Süden ist...
Zu unserem Grundstück gab es schon immer einen uralten Fuß- und Fahrweg. Nachdem er in den letzten Jahren stark zugewuchert war, wurde er für uns freigeräumt. Dabei wurde leider ziemlich wüst vorgegangen und auch uralte Feldsteinmauern z.T. unterhöhlt und nach einem extrem starken Unwetter 2004 stürzten sehr viele Mauern ein. Mittlerweile wurden diese Steine weggeräumt und unsere steile Zufahrt (mind. 12 %) auf 20 m schmal betoniert, denn nach starken Regenfällen, kamen wir den Berg nicht mehr hoch...
Leider wollte auch mal ein anderer Nachbar bauen und ließ den Weg brutal räumen. Dabei wurden auch die Wurzeln, die dem Hang und den Natursteinmauernhalt geben, dummerweise heraus gerissen. Schon Wochen später sorgte ein Unwetter für die Unbefahrbarkeit und bald gab der Nachbar auf. Wir behoben händisch die meisten Probleme, doch später kam die ENEL und planierte noch rücksichtsloser, um Platz für ihre Strommasten zu haben. Die seltenen, aber schweren Regenfälle in 2008 haben dann zurück geschlagen. Der Weg war nicht mehr befahrbar. Wir mussten mit dem Bagger die bis zu 1 m tiefen Gräben füllen lassen...
Ursprünglich (auch schon in Griechenland) war geplant, ein altes Bruchsteinhaus zu renovieren, um nicht zus. Land zu zerstören und um zu zeigen, dass man auch Altes ökologisieren kann. Wie oben erwähnt, konnten wir leider nichts passendes finden. Als wir uns mit einem kleinen Neubau in Massivbauweise abgefunden hatten, sollte es zuerst ein steiles Pultdach bekommen, das komplett mit Solar-Modulen und Kollektoren eingedeckt wird. Lt. dem Bauträger war dies aber angeblich nicht möglich und mit einem Dachstuhl aus Holz tun sich die Sarden sehr schwer. Da es vor Ort kaum Holzbaustoffe gibt und vor allem niemanden, der sie verarbeiten kann, wurde leider auch nichts aus einem Holzständerbau, u.s.w. - aber man kann nicht alles haben...
Also fanden wir uns damit ab und entschieden uns für ein ganz einfaches, kleines Haus aber mit überstehendem Flachdach (wie sonst eher auf den griechischen Kykladen üblich, z.T. aber auch noch bei älteren Häusern Sardiniens zu finden). Der Bauträger wollte die typische Bauweise mit schwach geneigtem, schlecht dämmbaren Beton-Walmdach. Obenauf kommt zur besseren Winter/Sommerdämmung und als ökologischer Ausgleich, für die Landzerstörung und gegen die Bodenversiegelung, ein Gründach. Die Außenmauern bestehen aus normal, vor Ort gebrannten 30 er Hochlochziegeln. Bestellt waren 36er, doch plötzlich wurden sie dünner. Das war aber immer noch besser, als die uns empfohlenen grauen sonnen gebrannten Zementsteine. Die vielen Undichtigkeiten (aufgrund unsauber verarbeitetem Dickbettmörtel - bis zu 5 cm!) wurden von uns nachträglich mit Flachs ausgestopft und verspachtelt- damit`s nicht zieht. Ein Passivhaus sollte es nie werden, doch zumindest guten Niedrigenergiehausstandard wollten wir erreichen. Für mehr müsste das Dach ein anderes sein und eine kontrollierte Lüftungsanlage ins Haus. Wir behelfen uns mit zwei kleinen diagonal versetzten Notlüftern, um hohe Feuchtigkeit, bei Abwesenheit, zu vermeiden. Mittlerweile ist es ein CO2-neutrales Null-Energiehaus!
Das Tor zu unserem kleinen Lager ist seit 2003 eingebaut und erste Produkte konnten zwischengelagert werden. Vorrangig wird aber kundenbezogen direkt importiert, bzw. mitgebracht. Wer Ware bei uns in Sardinien abholen will (machen manche WoMo-oder Boots-Urlauber) sollte unbedingt vorher bestellen - sonst ist sicherlich nichts da. Alleine schon aus Diebstahlgründen wird bei Abwesenheit nichts gelagert.
Wie in allen südlichen Ländern (aber auch in Deutschland) üblich, muss man auch hier beim Hausbau starke Nerven haben. Vereinbarungen werden nicht eingehalten, alles was zuerst kein Problem ist, stellt sich später als fast unlösbar heraus, jede Richtpreisangabe kann man verdoppeln, Termine werden versäumt, Maße stimmen nicht und die Ausführung ist auch oft sehr unsauber. Deshalb machen wir seit Frühjahr 2003 das Meiste selbst. Möglich wurde dies auch durch unsere Transportfahrzeuge, die wir auch als Büro- und Wohnmobil nutzen können. Anfangs kochten, schliefen und duschten wir im Wagen. Nach und nach konnten wir alle diese Dinge komfortabel im Haus erledigen.
Hier und in allen anderen Arbeitsbereichen an Haus und Grundstück stellt sich unsere ökologische, nachhaltige, einfache, südlich-mediterrane Lebenseinstellung als großer arbeits- und vor allem kostensparender Vorteil heraus. Ansonsten wäre der Aufwand sicherlich kaum zu bewältigen. Andere würden wahrscheinlich alle 2 Wochen allein 3 Tage zum Rasen mähen benötigen...
Die "hohe Kunst des Mauerns" wurde bei uns leider nicht angewendet. Hier sieht man ein besonders schönes Beispiel für einen NICHT-Versatz, der für höhere Stabilität sorgen könnte, aber bei immerhin fast 5 Reihen übereinander, kann man nur hoffen, dass sich niemand an die Wand lehnt ...
Doch nicht nur Innen wurde "mitgedacht". Auch dieses Beispiel für eine Außenmauer sorgte immer für genug Frischluft... Wir haben daher alle Schlitze, Löcher, Beschädigungen mit Flachs und Mörtel gestopft und Innen und Außen eine zusätzliche Dämmung aufgebracht, damit es mit den Jahren nicht zu Feuchteschäden kommt. Bis dahin, hatten alle Insekten des Grundstückes freien Zugang zu unseren Räumen...
Da alle Innenwände krumm, lückenhaft, viel zu dünn und nicht verzahnt waren, haben wir statt dem ortsüblichen Zementputz Gipsfaserplatten zum Innenausbau genommen. Auf die nur 8 (!) cm dünne Hohlwand kamen dann von beiden Seiten die Platten, befestigt auf Dachlatten. Somit ergaben sich 24 mm Leeräume die für Verlegung von Kabeln und Rohren verwendet wurden. Diese Zwischenräume wurden dann noch mit sardischem Korkschrot aufgefüllt. Jetzt klingt nichts mehr hohl, der Schall- und Wärmeschutz wurde verbessert und aus den superdünnen "Klang"-Wänden entstanden ansehnliche 15 cm-Wände. Die Platten werden direkt mit Lesando und Bremer Lehmstreichputz, bzw. Livos-Natur-Pflanzenfarben im mediterranen Stil lasiert, Tapeten, u.ä. gibt es nicht.
Seit Frühjahr 2003 ist das Dach endlich dicht.
Unsere Vorgaben wurden leider nicht beachtet und erst mal eine ganz normale durchlässige, waagrechte Betondecke aufgebracht. Danach kam erst ein Gefälle obenauf und erst dann wurde mit Bitumenbahnen gedichtet. Wäre uns nur annähernd bewusst gewesen, dass die Leute keine Ahnung von dichten Dächern haben (in Griechenland gibt es Hunderttausende davon - ganz ohne Teer), hätten wir auch dies mit Teichfolie selbst gemacht und viel Zeit, Geld, Rohstoffe und Nerven gespart. Nachher ist man immer klüger. Nun versuchten wir zu retten, was noch möglich war, brachten eine Noppenfolie auf, die Sand, Erde, Steine und Feuchtigkeit besser halten soll und den Untergrund vor UV-Strahlen, Hitze und Kälte schützt. Im Sommer 2003 ließ die extreme Hitze keine größeren Arbeiten zu. Daher sollten weitere Erde, Samen, u.s.w. erst beim nächsten Mal aufgebracht werden.
Weiter erwähnenswert waren vor allem die fehlenden Sachen:
Abflussrohr, Erdung, PE-Schiene, Leerrohre, außerdem war die Bodenplatte nicht wie bestellt: gedämmt, abgedichtet und rund herum überstehend - deshalb mussten wir mit Erde und Holz rechts und links am Hang einen Steg bauen...
Josef baut ein mitgebrachtes dänisches Vrogum-Fenster mit K-Wert 1,1 (2003 in Deutschland Standard, in Sardinien unbekannt) ganz alleine ein. Später wird zwischen Rahmen und Mauerwerk mit Flachs und Korkmasse abgedichtet. Schaum aus der Dose gibt es bei uns nicht. Die Fensterrahmen werden mit 2 x 2 Ankern verdübelt. Leider machte auch hier der Bauträger einen Fehler und setzte die Fenster, bzw. Betonstürze 40 cm zu hoch. Dadurch kommt schon ab April keine Mittagssonne mehr rein, und um das Meer zu sehen, muss man sich im Haus hinstellen...
Später bauten wir gemeinsam eine sich auswärts öffnende Holz-Doppeltür von Vrogum und die restlichen Fenster ein. Vor Ort gibt es nur Plastik, Alu oder überteuertes Holz, die Scheiben sind meist nur Einfachglas. Wir haben die Zwischenräume mit Flachs und Korkmasse ausgefüllt, während die Sarden meist mit Eisenrahmen und PU-Schaum arbeiten.
Als die ersten Türen geliefert wurden, haben wir sofort mit dem Einbau begonnen, damit endlich die "Vorhang-Säcke" entfernt werden konnten, die unser Hunde nicht wirklich zurück halten konnten. Leider mussten wir z.T. Sondermaße bezahlen, weil die Maurer sich nicht an die Vorgaben gehalten hatten. Überhaupt ist es ein Bau-Fehler, den Viele begehen, nicht Standardmaße zu beachten. Bei Fenster, Läden, Türen, Küchen, aber auch Betten, Schränke, u.s.w. zahlt man, egal ob Baumarkt oder Qualitäts-Hersteller für abweichende Sondermaße meist mehr als das Doppelte. Nachdem Einbau wurden die rohen Türen mit Livos-Öl behandelt. Anstelle PU-Schaum haben wir die Zargen einfach verschraubt. Hält auch...
Bis die Mülltrennung halbwegs funktionierte nahmen wir Material-Verpackungen, aber auch den "grünen Punkt", u.s.w. meist wieder mit nach Deutschland, um eine ordentliche Entsorgungzu realisieren. Große Karton gehen auch heute noch zurück. Auf der Hinfahrt ist der Hänger immer rammelvoll mit Bauholz, Baumaterial, Bodenbelägen, Büromaterial, Dämmstoffe, Elektro- und Sanitärmaterial, Elektrogeräten, Möbeln, Pflanzen(!), Farben und Kleber und natürlich Solartechnik,
Bei den Innentüren entschieden wir uns ebenfalls für dänische Landhaustüren (gibt es sogar im deutschen Baumarkt), da gute Qualität und trotzdem günstiger als sardische Produkte. Als nächstes stehen die Fensterläden an. Hier werden wir aber weder sardisches Alu-Zeug (unschön, kalt und unökologisch), noch teure Fachhandelsware nehmen, sondern von unserem Bauschreiner etwas einfacher, aber nutzbar, einsetzen. Sie sind vor allem für den Sommer wichtig, um ein morgendliches Aufheizen zu verhindern. Dass dies ein großer Fehler war, steht weiter unten...
Auf den Boden kommt eine 2 x 3 cm starke Naturkorkdämmung mit 18 mm OSB-Platten und 4 mm Korkparkett oder 20 mm Holzdielen. Im Schlafzimmer haben wir einfach die OSB-Platten geölt und belassen. Die Decke erhält innen 6 cm Thermohanf, Dampfbremse und 15 mm starke Naturholzpaneele, bzw. OSB-Platten. Obenauf soll sich langsam das Gründach entwickeln. Rundherum steht das Dach einen Meter über, um ab Mai die mittäglichen Sonnenstrahlen draußen zu lassen und damit eine Überhitzung zu verhindern und Fenster und Wände vor der Witterung zu schützen. Im Winter kann die Sonne dann wieder flach hinein scheinen.
Wir haben im Frühjahr und Herbst schon einige kalte Tage im Tal erlebt, an denen die Anderen ihre Öfen abends an hatten und morgens trotzdem froren. Bei uns war es dann auch mit noch nicht laufender Heizung ausreichend warm. Als dann mit der Dämmung der Nordwand (8 cm sardischer Backkork, aufgeklebt und verputzt mit Röfix) begonnen wurde, konnte man sofort eine Veränderung feststellen. Im Büro und Schlafzimmer stiegen bei Anwesenheit die Temperaturen in Minutenschnelle. Der menschliche Körper oder Elektrogeräte, wie z.B. ein Computer, dienen jetzt als Heizquelle, denn die Wärme entweicht durch die nun insgesamt 43 cm starke Wand (von Innen nach außen Lehmstreichputz, Gipskarton, Korkschrot, Tonziegel, Kleber, Backkork, Grobputz, Edelputz, Farbe) langsamer, als sie nachgeliefert wird. Umgekehrt schützt dies natürlich auch vor sommerlicher Hitze. Zusätzlich hat sich der innere und äußere Schallschutz erheblich verbessert, so dass knatternde Motorräder kein Problem mehr darstellen. Eine Investition die sich wirklich lohnt! Ein zwischen Dämmung und Ziegel liegendes Thermometer zeigt uns zusätzlich zu Innen- und Außentemperatur auch die Werte "in der Wand" an. Je nach Wind und Wetter erkennt man extreme Unterschiede zu den anderen Werten, ein Zeichen dafür, dass es Sinn macht und funktioniert - den nicht gültigen Begriff "Isolierung" kann man da fast schon anwenden!
Gekocht wird bei uns mit Gas aus der Flasche, bzw. dem Backfach des Kaminofens oder tagsüber auch mit einem auf der Terrasse stehenden Solarkocher. Um auch an dunklen Tagen genug Strom zu haben, sind nur absolut sparsame Verbraucher im Einsatz. Den größten Anteil haben dabei die Bürogeräte (PC, Monitor, Telefonanlage) - sind aber unvermeidlich, denn das Geschäft muss ja weiter gehen. Genau wie in Himbach sollen auch hier unsere Kunden alle Produkte im täglichen Einsatz "erleben" können.
Die zusätzliche Zisterne für die Gartenbewässerung haben wir selbst angeliefert. Ein paar Minuten später war die linke Fahrzeug-Scheibe zersplittert, denn wir waren so clever, beim Ablassen nur mit einem Seil zu arbeiten, obwohl wir schon zig Zisternen ausgeliefert hatten. Ein typisches Beispiel für ÖKO-Energie: Unsere Kunden lernen aus unseren Fehlern. Mittlerweile haben wir mehrere kleine und große Fässer auf dem Grundstück verteilt, damit wir es mit der Gießkanne nicht so weit haben.
Als Provisorium wurde die Separett-Komposttoilette sofort im Rohbau aufgestellt, damit wir nicht immer ins Gebüsch gehen mussten... Durch Trennung der Ausscheidungen und Entlüftung mit Unterdruck gibt es keinen Mief. Eine sehr saubere Angelegenheit. Obwohl der Ventilator noch nicht angeschlossen wurde, funktionierte die Sache selbst im superheißen Juni 2003 ohne Probleme. Von Februar bis Oktober wurde, bei insgesamt 8 Wochen Aufenthalt mit bis zu 4 Leuten, der Behälter nicht gewechselt! Mittlerweile läuft die Sache mit Ventilator (ohne jeglichen Geruch) und wir konnten die Behelfsdusche mit Solarsack (die wohl ökonomischste Solaranlage der Welt) und Regentonne nutzen. Das Bad war also praktisch fertig...
Seit 2005 ist auch hier fertig gefliest und das Regenfass steht wieder draußen. Bad-Heizkörper, u.s.w. sind zwar nicht angeschlossen, sehen aber gut aus und aufgrund der Dämmung ist es immer warm genug...
Erste Kontakte mit Solar-Herstellern, die auch in Italien Fuß fassen wollen, wurden geknöpft. Wie auch in Deutschland, wollen wir nur hochwertige Produkte anbieten, die möglichst kostengünstig nach Sardinien verfrachtet werden können. Da nicht jeder Lieferant diese Möglichkeiten hat, werden z.T. andere gewählt - hohe Qualität zu günstigen Preisen ist jedoch Vorraussetzung. Die meisten inländischen Produkte halten wir für ungeeignet. Entweder sind sie zu teuer oder taugen nichts. Vorrangig werden Selbstbauer angesprochen, aber unser Team macht z.T. auch Montage vor Ort und wir werden versuchen, ortsansässige Installateure mit der Technik vertraut zu machen. Viele Anleitungen gibt es schon in der Landessprache. Dieselben Erfahrungen machen jedoch auch unsere Kunden in Spanien, Griechenland, Portugal, u.s.w. Trotz hoher Speditionskosten lohnt es sich, die komplette Haustechnik aus Deutschland mitzubringen. Es wurden mittlerweile schon einige Anlagen nach Sardinien und dem italienischen Festland geliefert.
Seit der (für Sardinien unübliche) Holzdielen-Boden verlegt wurde, sagt jeder Besucher "Ihr seid ja jetzt fertig". Optisch ist es das zutreffend, doch es sind noch viele kleine und große Dinge zu erledigen (Heizungs- und Wasserkreislauf vervollständigen, Gründach, Verkleidung des Vordaches, Abdichten des Brunnens, Türeinbau im Technikraum, Außengeländer, Verfugen der Natursteinwand, Bemalen der Stützmauer, Toreinfahrt, neuer Sat-Zugang für schnelleren Email-Verkehr, Entmüllen des Brunnens...)
Eine Solaranlage mitten auf der Straße...
Nicht nur die vorbei kommenden Autofahrer waren verwundert, sondern auch wir. Die Anlage hatte nicht nur Wochen Verspätung, sondern, wurde auch nicht vor das Haus gefahren. So etwas passiert eben, wenn Lieferanten nach Schema F vorgehen. Frei nach dem Motto: "Avanti Diletanti"... Dies ist auch ein Grund dafür, warum wir in Sardinien z.T. mit anderen Herstellern arbeiten, damit unsere Kunden nicht plötzlich auch so dastehen...
Natürlich haben wir uns ganz schnell selbst geholfen.
Ein Bagger brachte nach und nach Kollektoren und Speicher zu unserer 400 m entfernten Zweigstelle. Dabei mussten einige schwierige Passagen überwunden werden, die mittlerweile durch Beton ausgeglichen werden mussten...
Dann musste alles schnell gehen, denn die Abreise stand wieder bevor.
Die Gestelle wurden zusammengeschraubt, die Kollektoren kamen auf`s Dach, der Speicher ins Haus und die Kleinteile ins Lager. Dabei zeigte sich wieder, dass Frauen durchaus in der Lage sind beim Bau einer Solaranlage mitzumachen. Nicht nur das Auspacken, sondern auch Schrauben, Transportieren und sogar Hochziehen übernahmen Christine und die damalige Praktikantin Katja, während "Cheffe Thomas" dirigierte....
Ein extremes Unwetter, während dessen wir auf der Fähre waren..., machte die ganze Arbeit zunichte.
Folien, Sand, Steine flogen zig Meter davon und die Kollektoren wurden trotz Beschwerung über das Dach geschoben. Seit Frühjahr 2004 wurde die Solaranlage zusätzlich befestigt, die Kollektoren endlich verrohrt und das Dach nach und nach mit noch mehr Kork, Erde, Sand, Lavasubstrat und einer Kokosmatte als Erosionsschutz versehen.
Mittlerweile steht aber auch der Solar-Tracker mit 680 Wp-Modulleistung und seit die Noppenfolien zusätzlich mit Stroh (!) bedeckt sind, ist auch nichts mehr weggeflogen. Beim sommerlichen Wärmeschutz wirkt die immer noch nicht fertige (da ja nicht bewachsene) Substratschicht schon Wunder. Bei den Innenarbeiten konnte man mit der Hand deutlich unterscheiden, wo auf dem Dach schon Stroh liegt. Da die Nachführung sich immer den hellsten Punkt am Himmel sucht, ist der Solarertrag erheblich höher als bei festmontierten Modulen. Das Anfangsproblem mit frühmorgendlichem Weck-Klicken des Antriebsmotors haben wir durch zusätzliche Korkdämmung unterm Gestell abgestellt.
Auf dem Dach beginnen erste hartnäckige Pflanzen sich einen Platz zu erkämpfen - im Winter kein Problem, aber im Sommer wird es hart. Bis sich ein dämmender, stabiler Teppich gebildet hat, den man Gründdach nennen kann, werden noch Jahre ins Land gehen. Bis dahin bringen wir alljährlich auf das Lava-Gestein noch eine Schicht Stroh auf, die nach und nach für Humus sorgt, aber sofort dämmt.
Manche würden dies "Sysiyphus"-Arbeit nennen, doch zum einen muss das Wiesen-Gelände sowieso jährlich gesenst und entsorgt werden (was andere dann verbrennen würden) und zum weiteren geht das eigentlich relativ schnell. Für 1 qm Dachfläche beötigen wir ca. 10 qm Grasschnitt.
Nach und nach sollen die naturfarbenen Holz-Fenster blau lasiert werden.
Mit der Tür haben wir schon angefangen, denn nach 3 Jahren sardischer Sonne in Frühjahr und Herbst, bei genauer Südlage, war diese schon stark angegriffen. 3 Anstriche sind nötig, um einen UV-Schutz zu realisieren. Weil bisher nur Auro ein schönes Ultramarinblau anbot, hatten wir in diesem Fall nicht unser Schwerpunktprodukt im Lasurbereich "Livos" verwendet. Im Innenbereich bei den Wandfarben, bzw. Lehmputzen arbeiten wir meist mit Bremer oder Livos.
Nachdem die Ost-, West- und Nordseite gedämmt und verputzt wurde, haben wir im Sommer 2006 begonnen, unsere Südfassade mit Natur-Bruchsteinen (Quarzit - vom Festland) zu verkleiden. Dafür haben wir den selben Röfix-Kleber gewählt und ihn erst dünn vollflächig auf die Ziegel aufgetragen und dann nochmals mittels Zahlspachtel auf die Steine - damit die Wand absolut dicht ist. Die übliche Dämmung haben wir auf dieser Seite nicht vorgenommen, da die hoch stehende Sommersonne verschattet und die tief stehende Wintersonne willkommen ist, wir eine sichere Haftung an der Wand wollten und weil nach Montage von Fenstern und auswärts öffnenden Türen eine zusätzliche Dämmung nicht mehr möglich war. In Sardinien wird sonst sehr viel mit dicken sardischen Bruchsteinen (ohne Fuge) oder vereinzelt Granit gearbeitet, doch Kosten, Aufwand und Gewicht waren uns aber zu hoch.
Jede Seite des Hauses ist in einem anderen Farbton
(natürlich grundsätzlich den typischen, sardischen Erdtönen angepasst) gestrichen worden. Nachdem der Feinputz nochmals mit passender weißer Silikatfarbe geschützt wurde, kommt der Zweitanstrich getönt auf die Wand. Auf der Westseite bekam dieser Apricot-ähnliche Ton anschließend noch ein paar gelbe Wellen. Evtl. wird hier auch noch einmal nachgearbeitet, um den seit einigen Jahren beliebten, verwischten Alterungseffekt zu erzielen. Mit Lasuren für Innenräume ginge das leichter...
Das ist die aktuelle Ansicht von unseren Nachbarn aus.
Auch die sind froh nicht mehr auf die roten Ziegel schauen zu müssen. Als es dann bunt wurde, waren Viele skeptisch und im Dorf spricht man seitdem gerne von "Casa Barbie" - doch jetzt sind die Fensterläden dran und wir finden es gut. Bald bekommt die untere Stützmauer "Murales" - sardische Wandmalerei mit Hintergrund...
Die Ost-Seite mit Meeresblick bleibt weiß -
um doch noch ein wenig "Kykladisches" in Kombination mit den blauen Fenstern wirken zu lassen. Leider täuschen die schönen Fensterläden nur etwas vor. Trotz eigener Grund-Erfahrung im Umgang mit Holz für den Außenbereich ließen wir uns von einem uns bekannten Bauschreiner unsere Bedenken ausreden und er fertigte uns aus Lärchenholz schöne Schiebeläden, denn die Laibungen sind mangels sauberer Verarbeitung nicht für schwere Beschläge geeignet. Schon nach wenigen Tagen ließen sich die Läden nur noch mit Mühe und Gewalt verschieben - das verwendete Holz war viel zu feucht und die Holz-Spielzeug-Schienen zu schwach ausgelegt. Nach und nach sind sie weggebrochen. Somit ist auch dieser Versuch, "Fachleute" zu beauftragen, voll in die Hose gegangen. Wir werden die Läden jetzt nach und nach selbst nacharbeiten und auf eine Aluschiene setzen. Wenigstens blieb die Sommer-Sonne draußen...
Sollte an kalten Tagen im Winter eine Beheizung des Hauses notwendig werden, übernimmt dies vorrangig die solarthermische Anlage, die auch über einen wasserführenden, schönen Holz-Kaminofen nachgeheizt werden kann (Im Januar 2005 gab es mehrere Tage mit bis Minus 4°C!). Überhaupt wird das Mittelmeer-Klima von vielen Deutschen falsch eingeschätzt. Nicht nur viele Sarden frieren meist von Ende Oktober bis Anfang April. Sicherlich gibt es dann auch schöne sonnige, bzw. warme Tage, aber durchaus auch wochenlang dunkle, kühle und vor allem windige und feuchte Tage und Nächte, die in den schlecht gedämmten Häusern "zu fühlen" sind. Oft wird dann mit dem offenen Kamin gearbeitet, der zwar, solange er brennt ein schönes Feuer macht, doch die meiste Energie verschwindet durch den Schornstein und wenn das Feuer nicht brennt, kühlt der Kamin das Haus aus. Manchmal drückt er sogar noch den kalten Wind hinein. Sehr schade ist auch, dass Viele erst wenn es kalt wird, ans Holzsammeln denken und somit nicht 2 - 3 Jahre lagern, sondern sofort das feuchte, schlecht brennende Holz in den Ofen schmeißen. Auch wer Kiloweise Holz kauft, zahlt dann meist 25% Wasseranteil. Andere heizen mit Propangas-Katalyth-Öfen, was aber auf Dauer ziemlich teuer wird und vor allem zusätzliche Feuchtigkeit frei setzt. Bei Neubauten sieht man immer öfters einen Gas- oder Öltank für die Zentralheizung. Nach dem ersten Jahr lassen Viele aus Kostengründen aber die Heizung wieder aus. Das Warmwasser macht ein teurer Elektro-Durchlauferhitzer. Durch die aufwendige Werbung fallen neuerdings Einige auf Kombi-Klimageräte herein, die im Winter heizen sollen. Umweltfeindlicher, teurer und wirkungsloser geht es aber kaum noch. Und wenn alle einschalten, bricht das Stromnetz zusammen...
Unsere nicht ganz so sonnige Lage und die phasenweise verschatteten Fenster werden durch die heizungsunterstützende Solarwärme-Anlage ausgeglichen. Die T-Sol PDF-Simulation [28 KB] [37 KB] verdeutlicht, dass wir selbst mit der nur kleinen SH 960-Anlage von Wagner & Co. fast 100% unseres Warmwasserbedarfs und über die Hälfte des Heizwärmebedarfs decken können. Dadurch werden cq. 800 kg Holz als Brennstoff im Jahr eingespart. Dies funktioniert natürlich nur Dank der guten Lage, der hochwertigen Solarkomponenten und dem geringen Wärmebedarf des Hauses. Ein abendlicher Betrieb des Gerco-Kaminofens mit Wasseranschluss reicht schon aus, um für den nächsten Morgen genug Wärme im Haus, bzw. dem Pufferspeicher, zu haben.
Der vorhandene 680 Wp-Tracker war für das Sommerhalbjahr mehr als ausreichend. Doch da wir auch immer öfters im Winterhalbjahr vor Ort sind, wurde es immer wieder mal sehr knapp. Der passende Windgenerator war noch nicht gefunden und ein Diesel-Generator kam nicht in Frage. Daher entschieden wir uns ganz schnell für die Erweiterung mit einer 640 WP-Solarmarkise. Dabei hofften wir natürlich auch, dass wir bald bei Nicht-Anwesenheit unseren Solarstrom in das Netz der ENEL einspeisen können. Die Ergänzung macht sich dabei nicht nur optisch gut, sondern schützt auch noch zusätzlich vor Regen und hochstehender Sonne.
Im Herbst 2008 war es plötzlich soweit und das ENEL-Netz vor der Tür.
Solare Erweiterungen, u.s.w. sind jetzt eigentlich nicht mehr nötig, denn wenn es zulange dunkel bleibt, schalten wir einfach mal ein paar Stunden das Netz dazu und die Batterien sind dann wieder randvoll. Sobald das O.K. von der ENEL zur Einspeisung da ist, wird die PV-Anlage mit Wechselrichter erweitert.
Im Frühjahr 2009 haben wir dann doch um/ausgebaut, weil:
1. der Tracker bei einem Wintersturm vom Nachbarn vorm "Wegfliegen" gerettet werden musste, weil ein Träger gebrochen war
2. die ENEL unzuverlässig versorgt (wir wollten während der typisch dunklen Ostertage nachladen - doch der Anschluss war abgestellt)
3. die Modulpreise stark gesunken waren
4. wir darauf hoffen, bald einspeisen zu können.
5. die Modulreihen auf dem Dach für eine zusätzliche Verschattung und damit Kühlung des Hauses und Überleben der Dachbegrünung sorgen.
Neu dazugekommen sind noch 6 BP 3165-Module = 990 Wp.
Im Technikraum sitzt anstelle des Tarom jetzt ein Morningstar Tristar. In der Regel ist jetzt selbst nach einer "langen Nacht" morgens nach 2 Stunden die Batterie wieder randvoll (außer im Winter)...
Blick in unseren ca. 6 m tiefen Brunnen.
Erst sollte er entschlämmt und im oberen Teil gedichtet werden. Dann haben wir festgestellt, das nur noch Wasser von oben (Regen) hineinkommt und dann etwas Grundwasser steigt. Anschließend sinkt es wieder schnell ab. Daher benutzen wir den Brunnen jetzt als dunkle, kalte Zisterne, indem wir ihn mit Filz und verschweißtem Foliensack ausgelegt haben. Die Arbeit war etwas mühselig, bzw. zuerst gar nicht realisierbar, da der schwere Sack 6 m tief fiel. Doch mit etwas Technik, Seilen und einem Auto haben wir es im Sommer 2005 dann doch geschafft und gleich mal ein paar tausend Liter Wasser liefern lassen. Ab Herbst übernimmt dann der Bach wieder das Auffüllen mit ca. 12 qbm Wasser. Damit niemand reinfällt, wurde erst einmal ein Gitter aufgebracht. Später soll eine schöne Holzabdeckung folgen und das Wasser wird mittels Pumpe zu den Kleinbehältern, bzw. der Hauszisterne hoch gesaugt. Leider hat mittlerweile der Foliensack irgendwo ein Loch (vermutlich durch Mäuse oder Ratten) und im Sommer 2006 hatten wir nur noch 2000 Liter übrig. Beim nächsten Mal werden wir versuchen das Loch zu finden und zu flicken. Gleichzeitig werden wir aber die Steine zumörteln (gegen die Nager) und Dichtschlämme aufbringen. Ein Wünschelrutengänger war auch schon da. Ging uns aber ein bisschen schnell. Ohne länger rumzuschauen, deutete er nach 30 Sekunden auf einen Fleck, redete von "Chance" und war bald wieder verschwunden. Da man mit mind. 3000 Euro kalkulieren muss (ohne Sicherheit), versuchen wir es erst noch einmal mit einem anderen. Wenn der das Gleiche anzeigt, wagen wir es...
Wassersuche!
Da der Bach in den letzten beiden Jahren sehr unzuverlässig floss (Ende Mai schon trocken und erst im Oktober wieder aktiv), unsere Bäume zwar den Sommer überleben, aber nicht weiter wachsen oder nur wenig Früchte bilden und der Foliensack im alten Brunnen durch Nager durchlöchert wurde, haben wir uns im Herbst 2006 kurzfristig entschlossen, einen Brunnen bohren zu lassen. Der erste Wünschelrutengänger im Frühjahr rannte kurz hin und her, deutete auf einen Punkt am Boden, kassierte ein paar Euro und verschwand, weil er mit seinen Maschinen nicht auf unser Grundstück kommen würde. Der Nächste hatte vielmehr Zeit, suchte alles sensibel ab und nannte 2 Stellen (die eine kannten wir schon - hatten sie aber nicht erwähnt). Da der Mann meinte, beide seien gleich gut, entschieden wir uns für die Andere, da näher zu Brunnen und Keller gelegen. Aufgrund der (schon bekannten) Aussagen rechneten wir mit ca. 3.000 Euro.
Am nächsten Tag rückten 4 Mann und 3 riesige LKW`s an,
machten viel Lärm, noch mehr Dreck und ab Mittag ging es alle paar Minuten 2 m tiefer. Am Abend waren wir bei 130 m und es gab nur wenig Wasser. Der Chef machte dann den Vorschlag es an der anderen Stelle zu versuchen, max. 50 m für eine Kostenpauschale von 200 Euro. Notgedrungen ließen wir uns darauf ein. Eine Stunde später sprudelte es schon bei 20 m Tiefe. Dennoch machte man weiter bis 65 m, setzte die blauen Rohre ein und versprach uns, dass wir zukünftig ca. 5.000 Liter am Tag "ernten" könnten. Da wir übers Jahr gerechnet nicht mal 50 Liter am Tag benötigen, erscheint der Gesamtpreis von 5.000 Euro natürlich extrem. Wir würden es auch nicht mehr machen. Da wir ja auch mal die Wassertonnen, o.ä. auffüllen, konnten wir feststellen, dass ann einem Tag max. 800 l fließen - bevor im Herbst der erste Regen fällt, können das auch mal nur 300 l sein. Reicht uns zwar völlig, aber das macht den Liter Wasser noch teurer. Dennoch haben wir uns damit abgefunden, "goldenes" Wasser zu haben und wollen (trotz weiteren Wassersparens - denn irgendwo kommt das ja her) das Grundstück fruchtbarer machen und haben etwas mehr Sicherheit im Falle eines Brandes. Bohrloch-Pumpe, Abdeckung, Rohr und Kabel kommen an Kosten noch dazu...
Mittlerweile stellt sich unsere Maßnahme als noch sinnvoller dar,
denn weder im Herbst 2006, noch im Winter 2007 gab es nennenswerte Regenfälle. Spätestens im Februar waren in den letzten Jahren die vielen Stauseen voll bis zum Rand, doch dieses Jahr sieht man nur mickrige, kleine Rinnsaale, die wohl nicht mal bis zum Mai reichen werden. Unser Bach machte sogar im Januar eine Pause, da kam das saubere Grundwasser sehr gelegen. Mangels Kanalisation und Rasensprengung führen wir es ja auch wieder fast komplett zurück und leiten auch das Dachflächenwasser wieder ein!
So sah das mobile Büro in Sardinien, bzw. bei sonstigen Auslandsmontagen bis 2002 aus: Um Kontakt mit der Außenwelt zu haben, stieg Thomas alle 2 Tage auf einen Berg, um Handyempfang zu haben und Emails abzuholen, bzw. diese und Faxe zu verschicken. In Brunella gehört dies seit ein paar Jahren der Vergangenheit angehören, doch wenn wir in anderen Regionen zu Beratungen unterwegs sind, müssen wir immer noch diesen Weg gehen. Internetcafe`s sind relativ unbekannt und in den abgeschiedenen Tälern gibt es (glücklicherweise) keine Mobilfunkmasten.
2003 konnten wir wenigstens im Rohbau Emails empfangen und bearbeiten.
Bei Übertragungsraten von 4800 Bytes dauerte manche Mail 50 minuten und kostete ein Vermögen... Da wir täglich ca. 100 Mail beantworten müssen, konnte das nicht lange gut gehen.
Im Sommer 2004 errichteten wir provisorisch eine Ecke mit einem kleinen Schreibtisch, PC, Drucker, Festplatte und Satellitenanschluss zum fast DSL-schnellen Download. Der Upstream lief noch über das Handy, aber zeitweise mit 56 kB/s, so dass wir die allermeisten Arbeiten fast genauso abwickeln konnten, wie an der Zentrale in Himbach.
Seit Frühjahr 2005 ist das Büro praktisch fertig.
Alle Kommunikationsgeräte sind vorhanden, genauso wie Ordner und die meisten Herstellerunterlagen. Wir versuchen jedoch das Büro möglichst papierlos zu betreiben, also vorwiegend Preislisten, u.s.w. auf der mobilen Festplatte zu lagern. Zu den normalen Bürozeiten kann man uns auch von Deutschland telefonisch meist erreichen - am besten per Email! Eingehende Bestellungen werden täglich an die Werkslager weitergeleitet, so dass es keinerlei Zeitverzögerungen gibt. Leider war über den Astra-Satelliten kein DSL-Empfang mehr möglich - daher stiegen wir in 2007 auf UMTS um. Dank günstiger Flatraten ist unsere Kommunikation heute von Sardinien aus mit der Deutschen fast gleich zu setzen. Seit 2008 arbeiten wir auch hier mit 2 PC`s.
Dämmen bringt etwas!
Den Beweis dafür, dass die Bemühungen mit der doppelten Kork-Dämmung nicht nur toll für ein behagliches Temperatur-Niveau sorgen, sondern auch super schall dämmend wirken, liefert die Nutzung des kleinen Raumes, unter dem Hochbett für Gäste/Mitarbeiter. Thomas war 15 Jahre lang Hardrock-Drummer und spielt alles andere als leise. Dennoch hört man vor dem Haus fast nichts von seinen Beats und die Nachbarn haben überhaupt keine Ahnung, was sich da drinnen abspielt. Ganz im Gegenteil zu den Problemen in den Jugendjahren, die es mit den Nachbarn der, von Rockbands genutzten, Frankfurter Luftschutzbunkern gab...
Wie man sehen kann, ist das Meer nicht weit weg (Luftlinie knapp 5 km).
Dennoch sorgt der seltene Ostwind dafür, dass auch bei uns viele Außen-Bauteile (Metalle) schneller korridieren. Aber im Gegensatz zu den wirklich nahe am Meer liegenden Häusern, merkt man im Gebäude-Inneren davon nichts. Weder ist es bei An- oder Abwesenheit feucht, bzw. muffig, noch leiden Putz, Holz oder Metallteile an feuchter, salzhaltiger Luft. Ein Verdienst der guten, dichten Dämmung!
Damit unsere Besucher sich an unserem Gelände erfreuen können,
werden nach und nach Bäume, wie Zitrone, Orange, Mandarine, Susine, Nektarine, Aprikose, Kaki, Feige, Kumquat, Mandel, Kirsche, Apfel und Sträucher wie Mirtho, Bourganvillea, Kiwi, Peppino, u.s.w. gepflanzt. Bei Abwesenheit werden sie mit zeitgesteuerter Tröpfeltechnik durch die vom Winter-Bach, mit Schwimmerschalter, nachgefüllte Zisterne versorgt. Während Andere im Jahr zigtausend Liter erfolglos vergießen, konnten wir die neu gepflanzten Bäume durch den Supersommer 2003 mit insgesamt nur 1500 Litern retten. Ansonsten wollen wir natürlich auch die einheimische Pflanzenwelt (Macchia) erhalten und Benjeshecken anlegen. In 2005 wurde erstmal die ganze Wiese gemäht und weitere Pflanzungen (auch Laubbäume wie Korkeiche, Kastanie, u.s.w. ) vorgenommen, damit bald möglichst viel sommerlicher Schatten das Kleinklima verbessert.
Unser kleiner Bach fließt (je nach Regenmenge) von September/ November bis April/ Juni ca. 30 m durch die hinterste Ecke unseres Grundstücks und speist in dieser Zeit den Brunnen und weitere Zisternenbehälter. Er muss leider jährlich entmüllt werden. Im Winter schwillt er manchmal zu einem richtigen Sturzbach an und nimmt alles mit, was in die Landschaft geschmissen wird (Plastikteller, Becker, Flaschen, Dosen, Autoreifen, Fässer, Ausdehnungsgefäße und leider auch immer wieder tote Ziegen oder Schafe). Wenn er gesäubert ist, kann man wieder einige Bewohner (Mini-Skorpion, Natter, Krebs,...) entdecken. Trotzdem ist die Wasserqualität grundsätzlich sicherlich gut, denn der Bach entspringt ca. 200 m über uns und weit und breit gibt es keine zulaufenden Abwässer. Wir nahmen das Wasser aber nur in der Anfangszeit zur Körperhygiene (vorher gefiltert, 2 x sedimentiert und UV-bestrahlt), das Trinkwasser kommt von einer bekannten, guten Quelle.
Für die Körperwäsche gibt es mittlerweile eigenes Tief-Brunnenwasser. Die Komposttoilette kommt ohne Wasser aus. Das bisschen Abwasser kann auf dem Grundstück verbleiben, da wir nur höchst ökologische, natürliche Reinigungsmittel sparsam für Körperhygiene und Spülen verwenden. Eine optisch ansprechende, kleine Pflanzenkläranlage kümmert sich darum. Anfangs hatten wir das Wasser mit Eimer, Seil und Winde herauf gefördert.
Wenn man mal Pause von der Arbeit an Bau oder im Büro machen will,
ist diese Ecke unseres Grundstücks ein ganz besonderer Platz, egal ob mit oder ohne Wasser. Felsen, Moos, Farn und der große Olivenbaum entwickeln einen ganz eigenen Zauber. Auch deshalb haben wir den Plan aufgegeben, mittels Standrohr und Turbine, Strom aus Wasserkraft zu erzeugen. Weitere Plätze zum "Träumen" sind am alten Brunnen, am alten Fußweg nach St. Pietro und auch oben auf dem Flachdach, wo man einen guten Rundblick hat.
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Weil wir keine vorhandenen Bäume fällen wollten,
(teil-)veredelte Peppo, unser sardischer freundlicher Nachbar in 2005 die vielen wilden, ungenießbaren Birn- und Apfelbäume auf die traditionelle Art. Hierzu werden mehrere schräg abgeschnittene und angespitzte Zweige der Edelbäume unter die eingeritzte Rinde geschoben, fest zusammengeschnürt und dann mit einer Dichtmasse eingeschmiert. Die Erfolgsquote ist, bei gutem Frühjahrwetter, sehr hoch. 90% der verpfropften Zweige sind angewachsen und haben schon weitere Triebe gebildet. Mittlerweile sind die bis zu 2 m lang und mehr als daumendick! Wir selbst versuchen es jetzt bei den alten "Olivastro" - wilden Olivenbäumen.
Unsere direkten Nachbarn.
Normalerweise sind Sie auf dem Grundstück nebenan. Doch mehrmals im Jahr ziehen sie um und nehmen entweder die Straße oben oder unseren alten Fussweg nach San Pietro. Diese 3 haben sich wieder einmal verirrt und genießen das unberührte Grün auf unserem Grundstück. Nachdem der Hirte von der anderen Seite des Tales gerufen hatte, nahmen sie die direkte Abkürzung an unserer unteren Ecke - mit einem Sprung aus ca. 4 m Höhe! Ansonsten gibt es noch einige Schafe, Ziegen, Schweine und Hühner. Die nächsten Häuser sind ca. 250 m entfernt.
Während die einen eher im Verborgenen hausen, suchen andere regelrecht die Nähe zu uns - und sei es nur um etwas Wärme zu tanken wie diese Natter, 5 m vor der Haustür. Leider haben viele Sarden Angst vor diesen Geschöpfen und vertreiben oder töten sie sogar. Die Dachgeschosswohnung der Spatzen mussten wir leider kündigen, da der Dachvorbau geschlossen wurde. Auch die Mietverträge mit Ameisen und Wespen wurden nicht verlängert, da nach Dämmung und Putz keine Öffnungen mehr vorhanden waren. Wir ließen ihnen jedoch Zeit sich etwas Neues zu suchen. Dafür haben wir die Kellerwohnung an einen Marder vergeben, der sich aber nur selten blicken lässt. Schade ist, dass sich unsere Baby-Geckos im Haus nur selten blicken lassen. Sie bevorzugen den Platz hinter der Holz-Vertäfelung. Für die Großen draußen haben wir noch kein "Locklicht", somit ist die Außenwand bisher nur mit einem künstlichen Gecko verziert. Wir sind bei den Nachbarn immer ganz neidisch auf deren nachtaktiven, ökologischen Insektenschutz.
Dieser Frosch ist vom hellen Tageslicht noch völlig geblendet.
Über ein Jahr lebte er im 6 m tiefen Brunnen, aus dem er wegen der glatten Folie nicht herauskam. Da er weder über die Saugleitung, noch hinein gestellte, steile Dachlatten hochklettern wollte warfen wir ihm wenigstens ein großes Brett hinunter, um sich auch mal ausruhen zu können. Wann immer wir hinunter schauten, saß er darauf. Die gewaltigen Regenfälle des Frühjahrs 2007 ließen es zu, dass wir den Brunnen innerhalb von 2 Tagen bis zum Rand auffüllen konnten und "Kermit" mit einer Latte herauszogen. Als er sich von dem Kulturschock erholte hatte, sprang er nicht zurück in den Brunnen, sondern machte sich auf, die Umgebung kennen zu lernen. Im Bach fanden wir jetzt Kaulquappen. Wir hoffen, es geht ihm dort gut...
Diese dumme Eidechse saß morgens im Anzuchtkasten,
hatte alle Pflänzchen gefressen und wartete darauf, dass wir sie wieder rauslassen. Glücklicherweise kümmern sich die anderen 100 auf unserem Grundstück sonst eher um Insekten.
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Unsere Straße durchs Tal ist bei Radfahrern und Motorradfahrern ganzjährig sehr beliebt, weil kurvenreich und stark ansteigend, bzw. auf der anderen Seite abfallend (ca. 250 Höhenmeter). Erste fahren oft in Gruppen von bis zu 30 Leuten vorbei, doch Sie fallen nur auf, wenn z.B. am 1. Mai das Radrennen mit Auto-Corso lautstark begleitet wird. Nach Tavalla beträgt die Steigung 10%°! Bevor ein RAdler schlapp macht, feuern wir ihnlautstark an...
Die Motorräder dagegen stören an einem ruhigen Tag schon sehr,
vor allem wenn es bis zu 100 Cross-Maschinen sind, die mehrere Runden drehen. Der größte Spaß scheint es zu sein, auf dem kurzen geraden Stück auf der gegenüberliegenden Seite mal schnell kreischend auf 150 km/h zu beschleunigen, um dann wieder auf 30 (wegen der Kurve) zu bremsen. Andere versuchen bei der Bergfahrt ihr Vorderrad anzuheben und schlenkern dann eine halbe Minute auf dem Hinterrad tanzend hinauf. Bis zu 5 Katzen oder Hunde jährlich müssen diesen Spaß mit einem elendigen Tod bezahlen - auf 300 m Wegstrecke. Auf Sardinien hochgerechnet werden es Zigtausende im Jahr sein.
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Wann seid Ihr denn endlich fertig? - das dauert ja schon Jahre!
Nachdem die Baugenehmigung erteilt wurde, begann der Bauträger Anfang 2003 mit dem Rohbau. Seit wir dann im Herbst 2003 ihm die Sache aus der Hand genommen hatten, waren wir bis Herbst 2006 nur ca. 100 Tage vor Ort. In dieser Zeit gab es nicht nur direkte Arbeiten am Haus, sondern musste der tägliche Bürobetrieb weiter gehen, regelmäßig auf dem Grundstück Hand angelegt werden (alleine um überhaupt das Grundstück erreichen zu können, muss jedes Jahr tagelang frei geräumt werden), langatmige Behördengänge erledigt werden, bei Arbeiten das Wetter berücksichtigt werden und viele technische Probleme (Strom, Wasser, ...) gelöst werden. Und ab uns zu machen wir auch mal Pause. Insgesamt halten wir den Fortschritt für durchaus akzeptabel, immerhin ist das Haus seit 2004 bewohnbar und das Büro 100% nutzbar.
Habt Ihr denn wenigstens etwas gespart - wenn Ihr schon alles selbst macht?
Das war nie der Ansatz und wird theoretisch auch nicht erreicht, wenn man seine eigenen Arbeitsstunden, die Fahrten, Fahrzeuge, u.s.w. berücksichtigt. Es ging viel mehr um die wunschgemäße Ausführung, die über Bauträger nicht möglich gewesen wäre. Anderseits liegen wir durch Grundstückserwerb, Selbsterschließung, Eigenmontage, Materialbeschaffung, u.s.w. am Ende ca. 50% unter vergleichbaren Preisen für schlüsselfertige sardische Häuser - bei, unserer Meinung nach, besserer Ausführung, hochwertigerer, ökologischer Baustoffe und insgesamt mehr Versorgungssicherheit und Komfort (Solartechnik).
Wie auch in Deutschland, ist „Schlüsselfertig“ nicht nur ein überteuerter Luxus, sondern hält selten dass, was es verspricht. Vor allem, wenn Bauträger dann gerne auch noch Pleite gehen, steht man oft mit leeren Taschen vor halbfertigem Haus. Für jede Kleinigkeit, die man natürlich auch so bezahlen müsste, wird mehr berechnet. So passiert es dann, das aus reinen Hausbaukosten von z.B. 80.000 Euro und einem Grundstückpreis von ca. 50.000,00, fertiggestellt ein Endpreis von 340.000 verlangt wird, nur weil schon ein paar Fliesen, Möbel, u.s.w. drinnen sind. Im Selbstbau läge man vielleicht bei der Hälfte, zzgl. eigener Arbeitskraft...
Wann können wir denn endlich Euer Ferienhäuschen für unseren Urlaub nutzen?
Dieses Haus ist KEIN Ferienhaus und war von Anfang an nicht für eine private oder gewerbliche Vermietung gedacht, sondern ist und bleibt unsere, bisher nur saisonal betriebene, Zweigstelle in Südeuropa. Evtl. wird es später auch vor Ort einen Mitarbeiter geben, der diese, bei unserer eigenen Abwesenheit, weiter führt. Bisher gibt es hierfür vor Ort aber weder passendes, ausgebildetes Personal, noch die Notwendigkeit, denn außerhalb der sardischen Saison, ist kaum jemand auf der Insel, der sich für unsere Techniken interessiert. Wir nutzen den Bau und Betrieb als Versuchs- bzw. Musterobjekt, um Interessierten noch mehr Tipps, aufgrund der gemachten Erfahrungen, geben zu können. D.h. die allermeisten eingesetzten Baustoffe (Dämmung, Folien, Bodenbeläge, u.s.w.) und technischen Geräte (Solarstrom, Solarwärme, Kaminofen, Hauswasserwerke, u.s.w.) bieten wir in unserem Lieferprogramm an und lernen sie dadurch noch besser kennen, um unseren Kunden echte Tipps geben zu können und das Realisierte vor Ort vorzuführen. Als nächstes planen und testen wir vor Ort z.B. ein Solarboot, d.h. ein Kanu mit Elektromotor, der seine Energie aus einer Solarbatterie bezieht.
So wie Ihr arbeitet, möchten wir gern mal Urlaub machen!
Das wird leider völlig falsch gesehen. Zugegeben, der Blick aus dem Büro-Fenster rüber zu den Nachbarn oder in der Mittagspause runter auf`s Meer ist schon schöner als in Himbach. Nachmittags mal ans Meer fahren, ist auch toll - passiert aber höchstens zweimal im Monat. Wir haben nämlich bei Anwesenheit in Brunella genauso einen 8-Stunden-Tag im Büro, an 7 Tagen in der Woche, zusätzliche Außentermine und eben die Arbeiten an Technik, Haus und Grundstück! Somit sind wir eigentlich an 360 Tagen im Jahr im Einsatz! Da wollen die Meisten dann doch nicht mit uns tauschen!
Ständig zwischen Deutschland und Sardinien zu pendeln ist ja auch nicht gerade Öko!
Das stimmt so nicht. Zum Einen sind wir nicht "ständig" unterwegs und zum Anderen sind die Aufenthalte dann meist sehr lang (in Sardinien bis zu 12 Wochen, in Deutschland bis zu 6 Monate). Somit passt das Verhältnis zur Fahrt (ca. 1000 km Land + 300 km Seeweg) schon besser. Weiterhin sind wir immer gut beladen, mit möglichst leichtem Baumaterial und Waren und fahren in einem modernen, relativ sparsamen Fahrzeug, mit reduziertem Tempo und vorrangig reinem Salatöl als Treibstoff. Die Fahrten werden so geplant, dass nach Möglichkeit Messe- oder Kunden-Besuche und Warentransporte bei dieser Gelegenheit gleichzeitig stattfinden. Außerdem sind wir unten völlig autark, klimaneutral und sparsam mit allen Ressourcen. Da in dieser Zeit in Himbach der Büro-Notdienst nicht in unserem Gebäude stattfindet, geht dort der Verbrauch an Wasser, Abwasser, Heizung, Strom, u.s.w. auf fast Null zurück. Insgesamt ist so unsere Jahres-Energiebilanz, trotz der Fahrten, weit unter den Werten der meisten Anderen, zumal wir Dank moderner Kommunikationsmittel uns tägliche Fahrten zu Kunden meist sparen können. Weiterhin gleichen wir dennoch unseren GESAMT-Energiebedarf durch eigene Solarstromerzeugung, Beteiligung an Wind- und Solarkraftwerken, Baumanpflanzungen und Atmosfair-Zertifikaten mehr als aus...
Die im deutschsprachigen Raum errichteten Bauten im 21. Jahrhundert sind sicherlich in vielerlei Hinsicht qualitativ wieder sehr hochwertig einzuschätzen, wenn kompetente Anbieter die Sache übernehmen.
Doch so ab Mitte bis Ende des vergangenen Jahrhunderts wurden Häuser schnell und billig errichtet und die vielen guten, alten Regeln und Baustoffe vergessen. Im Süden ist dies leider auch heute noch nicht anders. Mangels vernünftiger Ausbildung, aber auch Interesse und Fehleinschätzung, werden diese Häuser in Punkto Stabilität, Langlebigkeit, Wärmeschutz und Umweltschutz oftmals primitivst ausgeführt. Wichtig ist immer nur der erste, tolle, aber oberflächliche Eindruck, den man mit viel Putz und Farbe erzielt - der Ärger beginnt dann so nach 3 Jahren. Südländer finden sich damit sicherlich eher ab, sie kennen es ja nicht anders...
Unsere selbst gemachten Erfahrungen wurden uns mittlerweile nicht nur von vielen anderen bestätigt, sondern wir haben sie auch bei weiteren Bauten immer wieder festgestellt, so dass wir davon ausgehen müssen, dass dies die Regel darstellt!
Die Lernresistenz der Südländer ist schon fast beneidenswert. Selbst die Leute, denen wir es ganz genau erklärt hatten und die zustimmend nickten, bauten am nächsten Tag genauso schlecht weiter wie vorher...
Nachfolgend haben wir einige wichtige Tipps und einen Link, der unsere Fehler-Sammlung vervollständigt. Bis auf die falschen Angaben zur Solarenergie wird dort eigentlich alles Wichtige gesagt und beschrieben:
Villa im Süden
Auch wenn man Tag für Tag mit Bauherren und Renovierern zu tun hat, selbst den Bau zweier elternlicher Häuser erlebt und das Eigene renoviert hat, macht man bein Eigenbau auch nicht sofort alles richtig, bzw setzt Prioritäten falsch:
Heute können wir sagen, dass wir mit der thermischen Solaranlage und dem wasserführenden Kaminofen hätten lange warten können - denn die Notwendigkeit war/ ist ja kaum vorhanden. Dafür hätten wir unseren kleinen Bullerjan (Luftofen) gleich mitnehmen sollen. Da wären einige kalte Tage im Rohbau erträglicher geworden.
Bevor die Erdarbeiten erledigt waren, hätten wir zig Meter PE-Rohr DN 100 in selbige packen sollen und unsere Belüftung dort anschließen sollen = ausgleichende Kühlung oder Vorwärmung der Zuluft.
Zum Flachdach stehen wir nach wie vor, doch hätten wir es mit unseren eigenen Teichfolien dichten sollen, anstelle der teuren, umweltunfreundlichen und ausfärbenden Bitumen-Schweissbahnen.
Aufgrund des geringen Wasserbedarfs wäre ein sofortiges Dichten und Abdecken des alten Brunnens (12.000 l) versorgungssicherer und kostengünstiger als die spätere Tiefbrunnen-Bohrung gekommen.
Die Kellertür hätten wir auf die andere Ost-Seite setzen sollen und den Solarspeicher auch dahinein, anstelle des Technikraumes - hätte im Haus Platz frei gemacht und die sommerliche Stillstand-Sicherung und Kühlung vereinfacht.
Wäre anstelle der Erdabtragung für das Haus, Erde aufgeschüttet worden (1 m), hätten wir mehr Winter-Sonne im Haus und auf dem Dach = mehr kostenlose Energie.
Anstelle der sehr großflächigen Heizkörper würden wir heute eine Wand-Gipsplatten-Heizung (Variotherm) nehmen.
Bei der Fassade hätten wir auf die 36 cm-Steine (anstelle 30 cm) bestehen sollen.
Den Hänger für den Transport würden wir heute auch sofort nehmen und nicht erst überteuertes, unpassendes Baumaterial auf der Ihnsel zusammen suchen.
(wenn es "nur" um eine reine Insel-Solarstromanlage ODER Solarwärme geht, bitte nur die entsprechenden Listen auf den ANDEREN Seiten ausfüllen! )
Die sorgfältige, kompetente Dimensionierung einer Anlage und Ausarbeitung eines Angebotes ist unser Service für Sie.
Seit 1.3.2003 können und wollen wir dies jedoch nicht mehr kostenlos vornehmen! Viel zu oft wurden wir mit unsinnigen, nie realisierten Projekten beschäftigt. Um die Spreu vom Weizen zu trennen, berechnen wir daher eine Schutzgebühr (zwischen 15 Euro für einfache Klein-Anlagen und 200 Euro für große Überseeprojekte - je nach Projektumfang und Dokumentation), die selbstverständlich im Angebotspreis berücksichtigt wird.
Wem das zu viel ist, kann sich auf unseren Seiten die Dimensionierung selbst errechnen und Komponenten zusammen stellen. Nach Erhalt Ihrer Planungsliste bekommen Sie umgehend unsere Rückmail, meist mit Rückfragen und dem Hinweis auf die Höhe der Kosten. Nach Eingang Ihrer Überweisung übersenden wir Ihnen eine genaue Dimensionierung, Planung und Angebotsausarbeitung mit entsprechenden ausführlichen Unterlagen, Produktbeschreibungen und einer Autarkie-Broschüre. Nach anfänglicher Skepsis, stellt sich unser Vorgehen jetzt als richtig heraus. Die Zahl der Anfragen ist leicht zurück gegangen, doch die übrig gebliebenen Anfragen sind gleichzeitig detaillierter und werden dann auch bald realisiert. Der Ton, der von manchen Anfragenden in einer evtl. Erinnerung an uns benutzt wird, lässt darauf schließen dass manche glauben wir würden mit dieser geringen Planungsgebühr unseren Verdienst machen - dem ist nicht so. Welche Firma könnte von einem Stundenlohn von 2-5 Euro leben?
Die nachfolgende Planungsliste wurde aufgrund jahrelanger Erfahrungen ausgearbeitet. Wenn Zeit und Entfernung es erlauben, werden auch bei unseren Besichtigungen vor Ort die gleichen Punkte erfragt, bzw. überprüft. Jede Frage hat ihre Berechtigung und hilft uns, Ihre Wünsche oder Bedingungen vor Ort festzustellen. Einfach alles ankreuzen, bringt nichts.
Was nutzt das beste Produkt, wenn es von den Abmessungen nicht passt, die Leistung nicht stimmt oder zu teuer ist? Niemand würde zum Händler gehen und sagen: "Ein Auto bitte", sondern hat Vorstellungen, Erwartungen, Bedürfnisse oder Gegebenheiten (Porsche für fünfköpfige Familie???) Alle Fragen machen Sinn, auch nach dem Termin - denn was nutzt ein Solarmodulpreis heute - wenn erst in einem Jahr installiert wird oder ein Angebot in 5 Wochen, wenn nächste Woche schon das Material benötigt wird oder ein Montageangebot für in 4 Wochen - wenn wir für 8 Wochen ausgebucht sind.....
Bitte lesen Sie unbedingt vor !!! dem Ausfüllen die dazugehörigen, ausführlichen Seiten (Solarstrom/ Inselanlagen/ Windkraft/ Sparsame Verbraucher/ Solarmodule/ Solarbatterien/ Solarladeregler/ Öko-Heiztechnik/ Insel-Wechselrichter) genau durch. Bestimmt verstehen Sie dann den Sinn mancher Fragen besser. Je ausführlicher und genauer Ihre Angaben sind, desto besser können wir für Sie eine passende Anlage ermitteln und entsprechende Produkte aussuchen. Sicher gibt es auch einmal Punkte, die nicht genau auf Ihr Projekt eingehen, doch Sie haben die Möglichkeit, in den entsprechenden Zeilen uns weitere Infos zukommen zu lassen oder Sie senden uns noch ein(e) Extra-Mail/ Fax.
Immer häufiger bekommen wir auch Anfragen zu Ferienhäusern.
Später stellt sich heraus das dieses dann doch nicht gekauft wurde und sich die Sache erledigt hat. Wir möchten Interessenten hiermit bitten, sich erst an uns zu wenden, wenn auch sicher ist, dass solch eine Maßnahme durchgeführt werden soll. Wer nur mal grob die Kosten wissen will, muss (je nach Bedarf/ Standort, u.s.w.) mit Kosten zwischen 1.000 und 40.000 Euro rechnen. Das ist ein großer Spielraum - aber genauer kann man dies ohne Vorgaben auch nicht aussagen...
Es gibt sehr viele, die glauben, clever zu sein, indem sie ihre Sets mit den jeweils billigsten Komponenten zusammenstoppeln. Da kauft man vom Konrad, bei Ih-bai, u.s.w. und später ruft man dann uns an, weil so manches nicht passt oder gar nicht geht. Früher haben wir dann trotzdem mit Rat und Tat geholfen. Seit wir aber merken, dass diese Schlaumeier dann gleich wieder die selben Fehler machen und die von uns empfohlenen Produkte ersteigern wollen, lassen wir das. Wer gleich bei uns alles kauft, kann sicher sein, dass es passt und vor allem noch günstiger wird, da Fracht, u.s.w. günstiger kalkuliert werden kann. Nicht wenige Produkte sind bei uns generell günstiger als bei den oben erwähnten...
Überhaupt keinen Sinn macht es, wenn Freund, Onkel oder Nachbar die nachfolgende Liste ausfüllen. Es geht um Ihren Bedarf/ Ihr Verbrauchsverhalten und nicht um Freund, Onkel oder Nachbar!
Die Bearbeitungszeit liegt aktuell nur noch bei ca. 10 Wochen (TIPPS geben wir sofort), denn die Planung macht der Chef meist noch selbst!
Wir hatten schon bis zu 16 Wochen Bearbeitungszeit. Wir erlauben uns, klare und realistische Vorhaben bevorzugt zu bearbeiten...
Wer selbst schon genau weiß, was er will, findet eine große Produktauswahl auf unseren zahlreichen Unterseiten oder fragt uns bitte konkret mit Angabe von Menge und Artikel schriftlich an. Wir halten uns an diese Vorgaben. Wer eine bestimmte Leistungsgröße oder Produktauswahl vorgibt, bekommt diese auch (fast) immer angeboten. Manchmal heißt es im nachhinein überraschend: "eigentlich wollten wir doch dies oder jenes haben" - ohne vorher dazu Angaben gemacht zu haben...
Diese Gesamt-Planungsliste ist noch NICHT fertig! Daher bitte die o.g. Einzellisten verwenden!
Letzte Änderung am Donnerstag, 2. September 2010 um 14:23:13 Uhr.