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ÖKO-Energie gibt Tipps zum Energiesparen ®

Kapitel-Übersicht

Murales in Orgosolo (Sardinien)

Viele Häuser sind dort bemalt, häufig mit politischen Themen - hier geht es um Energie...

Al Gore“s Rede vom 17.07.2008

Dieser Mann spricht aus, was Viele wissen und denken - auch wenn es immer noch unpopulär ist. Wenn die Wahrheit aber weht tut, soll man sie dann verschweigen, damit die Konsequenzen irgendwann noch schlimmer ausfallen?

Wir denken NEIN!

Für alle, die sich etwas mehr Zeit zum Lesen, Denken und Verstehen nehmen und Ihr Wissen nicht nur aus der BLÖD-Zeitung beziehen, hier große Auszüge aus dieser einmaligen Rede - zu der aktuell kein Politiker den Mut hat!

Al Gore`s Rede in Deutsch [21 KB]

Energy Autonomy - bald im Kino!

Aus Youtube:

Ökologie

(Lehre von den Beziehungen der Lebewesen zur Umwelt)

20% der Menschheit verbrauchen heute 80% der Rohstoffe!
Das ist nicht nur unfair, sondern führt früher oder später unweigerlich zum endgültigen Kollaps. Davor passieren Katastrophen, Kriege, Vertreibungen, Völkerwanderungen und irgendwann kommt der große, unumkehrbare Zusammenbruch...

Deutschland ist das ökologische Musterländle - und dennoch einer der größten Umweltsünder der Welt"! Deutschland, als ein von der Fläche her kleines und von der Bevölkerungszahl her mittleres Land, verbraucht weit mehr Energie und Ressourcen als die meisten übrigen Länder, die meist nur die Rohstofflieferanten sind und die Nachteile (z.B. Bodenverseuchung durch Erdölförderung in Nigeria) zu tragen haben. Dabei haben wir die technischen und finanziellen Mittel für bessere Wege....Es wird zwar viel vom Klimaschutz gesprochen, aber tatsächlich gehandelt wird kaum und sonstige Umweltthemen stehen heute höchstens auf der Alibi-Liste unserer Politiker und Verantworlichen. Fernreisen, billig Autofahren, billiger "gelber" Strom, u.s.w. sind wichtiger als eine nachhaltige, rücksichtsvolle Lebensweise.

"ÖKO" ist so out, wie noch nie - fast schon ein Schimpfwort!
Ein sauber gefegter Bürgersteig ist oft wichtiger. Die Jugend interessiert sich mehr für Büchsen-Bier und Wochenendtrips mit dem Billigflieger. Dabei müsste es auch dem letzten Optimisten aufgefallen sein, dass es so nicht mehr weiter gehen kann. Wir verbrauchen unsere Umwelt schneller, als sie sich regenerieren kann. Zwar sind Rhein, Ruhr und der Osten der Republik oberflächlich sauberer als in den 80 er Jahren - doch wirklich besser geworden ist nichts. Fragwürdige Arbeitsplätze für ein paar Jahre (egal zu wessen Lasten) sind wichtiger, als den Kindern und vor allen Enkeln eine halbwegs intakte Zukunft zu hinterlassen.

Die Fakten sind: Noch steigt unser Energieverbrauch,
tagtäglich werden Flächen für immer versiegelt, wichtige Rohstoffe werden vergeudet obwohl immer knapper, die Luftverschmutzung und Ozonbelastung nimmt zu, das Loch wächst weiter, der Sommer fängt oft schon im Frühjahr an und alles trocknet aus, immer heftigere Stürme kommen in immer kürzeren Abständen, unser Trinkwasser ist in manchen Gebieten ungenießbar und beim nächsten richtig großen Regen müssen viele wieder Angst um ihre Keller haben. Im einen Jahr werden wir von Schneemassen erdrückt, im Anderen liegt selbst in den Bergen kein Schnee. Alle diese Probleme sind hausgemacht und könnten durch gezielte Maßnahmen der Verwaltungen und der Bürger langfristig beseitigt, bzw. reduziert werden. Aber wir müssen damit beginnen und zwar sofort, bevor es endgültig zu spät ist!

Egoismus (nach mir die Sinnflut) ist hier fehl am Platz.
Auch wer heute schon Rentner ist, kann noch etwas tun und auch noch stärkste Auswirkungen erleben. Sicher ist aber, dass die Enkel und sicher auch die Kinder die Konsequenzen "erleben" werden - im wahrsten Sinne des Wortes! In den wenigen Jahrzehnten seit dem Ende des zweiten Weltkrieges hat ein kleiner Teil der Menschheit es geschafft, die über Jahrmillionen in der Erde abgelagerten fossilen Rohstoffe (Pflanzen und Tiere aus der Urzeit) weitgehend zu verbrauchen. Da hiermit das darin enthaltene klimaschädigende Treibhausgas CO2 freigesetzt wird, kommt es irgendwann zum Kollaps. Aufgrund des immer größer werdenden Ozonloches, eines weltweiten Temperaturanstieges (der möglicherweise für noch größere Naturkatastrophen und Erhöhung des Meeresspiegels sorgen wird), schaffen wir auch wieder die gleichen unmenschlichen Lebensbedingungen die früher auf der Erde herrschten. Vielleicht sind Öl- und Gasvorräte aber auch verbraucht bis es soweit kommt........

Vor etwa 3 Milliarden Jahre bestand die Atmosphäre der Erde fast ausschließlich aus CO2 und Stickstoff. Sauerstoff war kaum vorhanden und es herrschte ein Druck von ca. 40 bar. Im Laufe von 1.000.000.000 (!) Jahren schaffte es die Natur durch Photosynthese diese Bedingungen zu ändern und ein lebensmögliches Klima (21% Sauerstoff, 0,03% CO2, 1 bar) zuschaffen. Mittlerweile hat der CO2-Gehalt aber wieder um 30% zugenommen............

Deshalb: Erdöl ist zum Verheizen viel zu schade!
Die zukünftigen Preise müssten eigentlich jedem Solarskeptiker klarmachen, dass Solaranlagen nicht nur der Umwelt helfen, sondern auch die eigene Brieftasche entlasten. Bei steigenden Öl- und Benzinpreisen amortisieren sich langlebige Investitionen in thermische oder photovoltaische Solaranlagen noch schneller! Doch beim Hausbau oder Autokauf achtet kaum jemand auf die sinnvollen Alternativen.........

Seit täglich die Schreckensmeldungen in Radio/ TV sich nicht nur mit weit entfernten Katastrophen (Indien, USA,...) befassen, sondern regelmäßig auch über Trockenheit, Stürme und Starkregen in Deutschland, Österreich, u.s.w. berichten, gibt es erste Menschen, die damit rechnen, dies sei bereits der Anfang der Klimaveränderung. Andere Egoisten behaupten, dass alles sei normal. ÖKO-Energie meint, es liegt irgendwo dazwischen und die Zeit etwas zu ändern, ist schon lange reif!

Eine Regenwasseranlage oder Solarthermie kann kein Unwetter verhindern. Schon gar nicht, wenn diese Dinge nur in Deutschland Anwendung finden und die Amis oder Nachbarländer weiterhin die Umwelt verpesten. Doch man kann auch einen positiven Vorreiter spielen, der letztendlich Nachahmer findet und uns einen wirtschaftlichen Vorteil bringt: wir liefern Technik und Know-how für die anderen Länder. Stoiber & Co. kapieren dies jedoch nicht. Lieber bei Förderungen sparen und später immer wieder Milliarden für Reparaturen ausgeben - wer ersetzt eigentlich Menschenleben?

Fakt ist: würde unsere Welttemperatur durch weniger CO2-Ausstoß weniger aufgeheizt, würden keine Bomben fallen, wären Städte nicht so versiegelt, Flüsse nicht begradigt, Wälder nicht gerodet, gäbe es seltener solch extreme Wettersituationen und bei mehr aufgefangenem Regenwasser, wären die Auswirkungen nicht so extrem, wie im August 2002 (Flut) oder Sommer 2003 (Dürre, Waldbrände) und wieder 2005 (Hochwasser), 2006 (Schneechaos), 2007 (Winter ohne Frost)... Doch der weitere Ausbau von Donau und Elbe oder neue Kohlekraftwerke stehen bevor - "alles tun für den Fortschritt, bloß kein Stillstand"... Koste es, was es wolle!

Weiterhin wird immer wieder vergessen, dass wir zwar riesige Anstrengungen in diesen Bereichen untenehmen (Mülltrennung, Pfandsystem, Solarförderung, u.s.w.), gleichzeitig aber zu den größten Verbrauchern gehören und andere Länder unbemerkt viel mehr für den Umweltschutz tun (Skandinavien, Österreich, ...) Doch was nutzt das alles - wenn alles verbusht ist.....

2006 war das sechstheißeste Jahr seit 1850.
Die fünf heißesten der letzten 150 Jahre waren in absteigender Reihenfolge: 2005, 1998, 2002, 2003 und 2004.

Sicherlich hat eine Klimaaufheizung keinen Einfluss auf ein Erdbeben wie 2003 im Iran oder der Tsunami 2004 im indischen Ozean. Doch es mehren sich Stimmen, die behaupten, dass durch die vielfältigen menschlichen Eingriffe (Erdbohrungen, Tunnel, Atombombentests, Öl/ Gasförderung, u.s.w.) hierauf doch z.T. Einfluss genommen wird. Weiterhin könnten die Auswirkungen z.T. weniger schlimm ausfallen, wenn die Menschen begreifen würden. Genau wie am Fluss, sollte man auch nicht zu nahe am Meer bauen. Würden Wälder nicht gerodet, wären die Wassermassen an manchen Stellen wenigstens ein klein wenig mehr gebremst worden, bzw. das Erdreich durch die Wurzeln besser gehalten.

Die Natur kann gewaltig sein - doch der Mensch versucht immer wieder noch eine Schippe oben drauf zu legen...


Erst kürzlich hat unsere Atom-Angie wieder jedermann bewiesen, dass Sie es noch nicht kapiert hat:
Freudestrahlend nahm sie eine moderne Dreckschleuder (Kohlkraftwerk) in Betrieb, denkt gleichzeitig laut über Co2-Einlagerung in der Erde nach (deren unkontrollierbare Auswirkungen niemand vorhersagen kann) und schafft es das Förderprogramm für Solarwärme und Holzpellets-Anlagen aufgrund der extremen Nachfrage zu stoppen!
Bei soviel Beton im Kopp fällt nur ein: "da möchte ich mal `ne Bombe sein - und einfach explodieren..."

Im Saarland bekommen die Anwohner jetzt die Quittung für die hundertjährige Unterhöhlung Ihrer Region. Tausende von Häusern haben leichte Schäden, Manche sogar Große und neben Totaleinstürzen gibt es immer öfters kleine Beben. Diese Folge-Kosten stehen in keiner Bilanz. Die einmal geförderte Energie ist schon lange verbraucht - die Nachfahren haben aber immer noch etwas davon...

Gefährlich, verlogen, peinlich und dumm sind die aktuellen, panikartigen Rufe nach dem Ausbau der Atom-Energie!
Nur weil jetzt das eingetreten ist, was Viele schon seit mehr als 10 Jahren erwartet haben (Rohrstoffverknappung, Anstieg des Energiebedarfs in der ehemaligen 3. Welt, dadurch explosionsartige Preiserhöhungen), sollen jetzt langjährige Erfahrungen über Bord geworfen werden? Warum hat man den Fachleute immer belächelt?

Weder ist Atomstrom billig und unbegrenzt, noch sicher oder schnell ausbaufähig. Auch die CO2-Freiheit ist eine Lüge, denn Bau, Brennstoffbeschaffung und vor allem die Entsorgung verursachen große Emissionen. Die Kosten eines AKW`s liegen bei 5 - 10 Milliarden Euro und die Bauzeiten bei ca. 10 Jahren. Mit diesem Geld und dieser Zeit können erneuerbare Energien (die in jüngster Zeit in nie erwartetem Tempo zugelegt haben) leichter ausgebaut werden. Die wenigen Arbeitsplätze die es in der Atom-Industrie gibt, werden im Solar- Windbereich leicht ausgeglichen!

Doch leider sind Politiker und Konzern-Bosse in der Lage, durch die Medien, die Bevölkerung in Windeseile zu verunsichern. Ob am Stammtisch, in der Straßenbahn oder in Internetforen - überall glauben die Menschen die Lügen, dass nur Atomstrom sie versorgen kann und der Preisanstieg bei Strom, Gas und Benzin an den erneuerbaren Energien liegen würde!

LED-Lampen gibt es mittlerweile in jeder Form...

Kein Grund mehr über unpassende ESP zu meckern!

Nachhaltigkeit (langfristig nach vorne schauen)

Nachhaltigkeit ist ein Begriff der für erneuerbare Energien schon lange verwendet wird. Doch heute reden Politiker, Wirtschaftsbosse, Finanzheinies und Viele mehr täglich davon. Wenn man sich aber anschaut, was dabei heraus kommt, kann man sich kaum vorstellen, dass diese Menschen an morgen denken.

Völlig unüberlegt wird nur kurzfristig gehandelt und damit Schaden angerichtet, der lange bleibt. Ob im Bereich Umwelt, Klima, Energieversorgung, Außenpolitk, Wirtschaft oder neuerdings auch im Finanzsektor. Überall kommt es immer häufiger und stärker zu Krisen, die die ganze Welt erschüttern.

Anstelle vorausschauend und vorbeugend zu handeln, wird erst im Nachhinein "geheilt", mit viel höheren Kosten. Die Summen die dabei mal schnell wegen Krisen bei Banken und Börse über den Tisch gehen, sind ein Vielfaches dessen, was für die Energie- und Klimakrise bereit gestellt wird - obwohl diese uns heute schon viel mehr Geld kostet als die verspekulierten Milliarden. Morgen entstehen die Kosten, die noch unsere Ur-Ur-Nachfahren tragen dürfen.

Die Panik in 2006 war groß, als einige Klimaforscher Tatsachen auf den Tisch legten. Gehandelt wurde bis heute nicht, sondern verschoben auf übermorgen. Bei einer Bank-Pleite werden noch am Selben Wochenende Entscheidungen gertoffen und Unsummen aus dem Fenster geworfen!

Die Folgekosten der Klimaschäden sind heute schon höher, als die Finanzkrise jemals kosten könnte. Förderungen für Solartechnik oder Energiesparmaßnahmen, die ein Vielfaches über Beschäftigung, Umsatz und Einkommens-Steuer und eingesparte Folgekosten hereinbringen, liegen aber immer noch im lächerlichen Milionenbereich, obwohl dieser Bereich die ehemalige Jobmaschine Automobil längst überholt hat. Lieber pumpt man Milliarden nachträglich in den Sumpf aus Betrug, Korruption, Geld- und Machtgier. Die Umsatzung des Kyoto-Protokolls, u.s.w. wird ständig vor sich hergeschoben. 500 Milliarden dagen, an einem Wochenende mal schnell zugesagt.

Altmodische Energiegewinnung im Jahr 2008:

Der Tagebau Garzweiler (es gibt aber noch mehr) vernichtet nicht nur tagtäglich direkt durch den rücksichtslosen Abbau Umwelt, Natur und Lebensräume für Mensch und Tier, sondern auch bei der sinnfreien Verbrennung der Kohle. Eine moderne dauerhafte Solar-Stromanlage könnte auf gleicher Fläche auf Dauer mehr Energie erzeugen, ohne die Umwelt zu zerstören und Leben zu vernichten und sehr viel mehr Arbeitsplätze bieten...

Wo Politiker nicht dazulernen, die Energiemafia das Sagen hat und skrupellose Geldgier herrscht, bleiben Vernunft und Rücksicht auf der Strecke...

Gegen diese kleinen Bildausschnitt sieht jeder Windpark wie ein liebliches Blumenmeer aus. Wer möchte hier wohnen/ leben? Häuser und Menschen waren zuerst da, mussten dann weichen, damit man offensiv das Klima verändern kann...

Man zögert den Kohle-Ausstieg nun bis 2018 hinaus. Es geht um Arbeitsplätze, das ist richtig. Aber jeder dieser Arbeitsplätze ruiniert nicht nur das Leben dieser Arbeiter, sondern belastet auch das Leben der Anwohner und zerstört Natur und Kultur - z.T. für immer. Und ganz nebenbei kostet jeder Euro den so ein Arbeiter verdient, die Gesellschaft noch einen Weiteren - um diesen ganzen Unsinn zu subventionieren! Wer bezahlt eigentlich für einen Ort, den es nicht mehr gibt?

Tja und dann kommen plötzlich im Nachhinein noch Kosten, an die vorher kein Mensch gedacht hat - Bauschäden, Erdbeben, Grundwassersetzungen, u.s.w. Das Saarland erlebt jetzt erste Auswirkungen...

Aus http://www.stuttmann-karikaturen.de/archiv.php

Energiesparen

Das Ozonloch über dem Südpol.

Ist doch hübsch.....

Warum - Ammenmärchen - Verbrauchsvergleich - Möglichkeiten

Warum
sollte man überhaupt Energie sparen? Sicher nicht, um am Jahresende € 3,50 mehr im Portemonnaie zu haben. Denn erstens kann der eingesparte Betrag sehr viel höher ausfallen und zweitens geht es darum, unsere Rohstoffe zu erhalten. Leider wird der größte Teil des Stromes aus Erdöl oder Kohle gewonnen, der andere Teil aus Atomkraftwerken - die zwar "relativ" sauber arbeiten - aber später ein niemals lösbares Müllproblem für Jahrtausende hinterlassen. Daher gilt: je geringer der Stromverbrauch, desto geringer die Umweltbelastung.

Selbst wenn die Theorie einiger altbackener Wissenschaftler stimmt und unsere Klimaerwärmung von außen (Sonne,...) kommt, bringt das Energiesparen etwas. Neben dem NICHT zusätzlich ausgestoßenen CO2, werden Rohstoffe geschont, Luft, Wasser, Menschen entlastet und Geld gespart.

Thomas Oberholz wurde einmal in einer Sitzung der Limeshainer Gemeindevertretung von der anderen Seite verspottet, als es um Energiesparmaßnahmen ging. O-Ton: "ein paar Glühbirnen gegen Energiesparlampen austauschen kann doch jeder - dafür brauchen wir keine Beratung"....

Leider sieht es aber ganz anders aus. Weder werden die Lampen ausgetauscht und weitere sinnvolle Maßnahmen ergriffen, noch aufgehört an Ammenmärchen der Vergangenheit zu glauben:

Jahrelang wurde z. B. behauptet:

Reifansatz in Kühl- und Gefriergeräten erhöht den Energieverbrauch um bis zu 10% - Quatsch, es werden sogar bis zu 5% gespart (dichtschließende Türen vorausgesetzt).

Eine Energiesparlampe verbrauche beim Einschalten soviel, dass sie anschließend mind. 15 min. lang brennen müsste, weshalb sie auch kaum in kurzzeitig genutzten Räumen (WC, u.s.w.) zu finden ist - dabei beträgt der Mehrverbrauch vielleicht die Energie von 10 Sekunden.

Man solle Energiesparlampen mind. 3 Stunden brennen lassen, sonst bringe das nichts - Unsinn, der Betrieb mit einem 20 Sekunden-Bewegungsmelder ist vielleicht nicht gerade optimal, aber ansonsten kann sie überall eingesetzt werden.

Häufiges Ein- und Ausschalten mache die Energiesparlampe schnell kaputt -
diese Behauptung gilt für alte Billigmodelle. Gute, moderne Markenfabrikate haben damit überhaupt kein Problem.

Kletterpflanzen an einer Hauswand beschädigen den Putz und das Mauerwerk -
in Wahrheit schützen dichte Efeu, Clematis, Wilder Wein, u.s.w. die Hauswand vor Umwelteinflüssen (Hitze, Kälte, Feuchtigkeit, Wind, UV-Strahlung, u.s.w.) und sorgen somit für ein angenehmeres Klima und langlebigere Bausubstanz. Das Kleinklima wird erheblich verbessert (Staub wird gebunden, durch Verdunstung wird eine abendliche Kühle erzielt, Insekten erhalten dringend benötigte Zufluchtsorte,...)

Strom ist doch die sauberste Energie und auch noch sehr billig -

leider muss dieser jedoch erst erzeugt werden! In der Regel werden in normalen deutschen Kraftwerken dafür immer noch bis zu 3 Einheiten Primärenergie benötigt! D.h. um 1 kWh Haushaltsstrom herzustellen, muss man 3 kWh Energie aus Gas, Kohle, Öl, o.ä. "verheizen". 2 kWh verschwinden durch den Schornstein als Abwärme, die nebenbei auch noch das Klima direkt erhitzen. Indirekt werden natürlich neben unterschiedlichsten Schadstoffen auch die klimaschädlichen Treibhausgase freigesetzt. Die allermieseste Form der Stromnutzung ist somit das Heizen! Nicht nur das die Wirkungsgrade dabei sehr schlecht sind, sondern eben vor allem der Primärenergieverbrauch. Hat jemand sein Haus also z.B. mit 20.000 kWh Strom/ Jahr beheizt, wurden ca. 60.000 kWh = ca. 6.000 Liter Öl verbraucht. Auch wenn die meisten dann den subventionierten, billigen Nachtstrom nutzen, kommen ganz schnell ca. 2.000 Euro im Jahr zusammen, meist mehr als andere Energien kosten. Glücklicherweise sollen diese Subventionen langsam abgebaut werden, so dass eine Stromheizung teuer zu stehen kommt...

Eine Nacht- oder auch Tagabsenkung der Heizung bringt nichts -
Wo keine Wärme benötigt wird, muss auch keine Wärme erzeugt und damit Energie verbraucht werden. Wo keine Wärmeenergie benötigt wird, gibt es auch keine Verluste. Daher - genau wie beim Autostopp an der Ampel: Räume, die mehrere Stunden nicht benutzt werden, müssen nicht voll beheizt werden. Jedes Grad, das in diesem Moment und Raum nicht erbracht werden muss, spart anteilig ca. 6%.

Allerdings muss man dabei das Nutzverhalten, die Heiztechnik und den Dämmstandard des Gebäudes im Auge behalten! Wo z.B. (leider) mit Strom-Flächenheizkörpern gearbeitet wird, reicht es auch, unmittelbar vor Betreten des Raumes die Temperatur hochzufahren und umgekehrt werden diese erst kurz vor Verlassen wieder reduziert. Heizt man mit einer trägen Fussbodenheizung und geht regelmäßig um 23.00 schlafen, kann man sich sicherlich erlauben, schon um 21:00 die Heizung runter zu schalten. Steht man um 6:00 auf, sollte die Heizung um 4:00 wieder loslaufen. Auch wenn dann erst einmal die Wunsch-Temperatur mit Mehrverbrauch erreicht werden muss, sind das in diesem Beispiel 7 Stunden in denen der Kessel u.U. sogar ganz aus ist und keine Wärmeverluste proudziert! Damit Räume nicht völlig auskühlen und sich u.U. Feuchtigkeit an den Wänden absetzt, sollte die Absenkung max. 5° betragen, also z.B. auf 15, statt auf 20°C einstellen. Die Unterschiede zwischen Heizen mit und ohne Nacht- oder gar Tagabsenkung können im Jahr bei 10 - 40 % liegen!

Wer keine moderne Heizkreisregelung hat, die solche Möglichkeiten bietet, sollte entweder ganz schnell umrüsten oder die wichtigen Heizkörper mit einem elektronischen Thermostat-Ventil (ab 30 Euro) ausstatten. Alternativ kann man, weniger komfortabel, dies natürlich per Hand machen (wenn man dran denkt) oder eine Heizkreispumpe per Zeitschaltuhr aktivieren.


Öko-Bilanz

Ein Hurrikan sieht aus der Distanz doch toll aus

Pech halt für die Leute, die ihn am Boden erleben dürfen. Und wenn sich alle richtig anstrengen, gibt es diese Stürme immer öfters, immer stärker und auch in Gegenden, die so etwas noch nie erlebt hatten...

Hiermit kann der wirkliche Nutzen oder Schaden eines Produktes oder einer Maßnahme beurteilt werden. Der Satz, "Traue keiner Bilanz, die Du nicht selbst gefälscht hast", kann leider auch hier angewendet werden. Jedes Produkt darf mit mehr oder weniger ungeprüften Werten propagiert werden. Tagtäglich denkt sich die Industrie neue Umweltsiegel aus und vermittelt dem Verbraucher ein ruhiges Gewissen, weil auf der Verpackung ein Baum oder eine Wolke abgebildet ist. Wer wirklich sicher gehen will, sollte sich ausführlich informieren und genau prüfen. Außerdem müssen alle Dinge immer ganzheitlich gesehen werden:
Wer z.B. auf sein Haus eine 10.000 Watt- Solarstromanlage setzt und gleichzeitig weiterhin 20.000 kWh im Jahr an Strom verbraucht, weil er Nonstop alle Räume elektrisch beheizt haben muss und auf keinerlei Komfort verzichten will, hat trotz riesiger Investitionen nichts für die Umwelt getan!

Ein anderer spart Wasser, Strom und Heizöl, fliegt aber dreimal im Jahr für ein paar Tage in die Karibik. Auch diese Öko-Bilanz fällt negativ aus.

Wer in seinem Niedrigenergie- oder sogar Passivhaus den ganzen Tag oder die Nacht das Fenster offen lässt, hat noch gar nichts gespart. Genau wie der Besitzer einer solarthermischen Anlage, der non-stop die Brauchwasserzirkulation laufen lässt, nur damit beim Händewaschen es nicht so kühl ist.

Wird ein Haus "richtig" mit Styropor gedämmt, können die Besitzer selbst viel Energie sparen, bei gleichzeitig relativ geringen Kosten für die Dämmung. Dafür wurden vorher aber sehr viel Energie und Ressourcen (Erdöl) verbraucht. Die Bilanz fällt also je nach Nutzungsdauer nicht unbedingt positiv aus.

Ein Elektromobil fährt nicht nur viel preiswerter (ca. Euro 1,-/ 100 km), sondern mit eigenem Solarstrom oder zugekauftem Öko-Strom auch unschlagbar umweltfreundlich. Wird jedoch mit "normalem" Strom gefahren, sieht es aufgrund der vorher entstandenen Emissionen manchmal schlechter als bei einem Benziner aus.

Noch ein Beispiel: Immer öfters hört man von "Biodiesel". Wer die Sache genauer betrachtet, wird sehen, dass dies gar nicht so öko ist. Nicht verwechseln sollte man ihn mit reinem PÖL (Pflanzenöl). Diese Sache macht dagegen richtig Sinn, denn hier wird Salatöl, welches relativ einfach herzustellen und kostengünstiger ist, im Motor verbrannt. Viele Diesel kann man einfach darauf umstellen! Mit speziellen Vorrichtungen kann man sogar Fett von der Pommesbude verfahren!
Wird stattdessen Palmöl extra in der dritten Welt angebaut, wird das Klima nicht entlastet. Zuvor wurden Regenwälder brandgerodet und dann in Monokulturen unter Einsatz von einer riesigen Menge Pestizide und Dünger (importiert aus Europa), Ölpalmen angebaut, deren Produkt dann mit Tankern wieder 10.000 km weit transportiert wird... Ein Irrweg.

Wir beachten bei unseren Produkten und Baumaßnahmen immer alle Bereiche zusammenhängend. Wenn Anschaffungen anstehen oder Maßnahmen geplant werden und Sie sich nicht sicher sind, sprechen Sie uns bitte an. Wir helfen Ihnen gerne.

Hier können Sie Ihren persönlichen Klimaschutzfaktor ermitteln:

Und hier sehen Sie Ihren persönlichen CO2-Fußabdruck!

Verbrauchs-Vergleiche

Wärmebedarf kWh pro Quadratmeter und Jahr

0.............50........................100......................150....................200..........

Passivhaus....Niedrigenergiehaus...Durchschnitt......Altbau......sanierungsbedürftig


Was ist sparsam?
Jeder glaubt von sich, sparsam zu sein - wobei viele schon allein das Wort "Sparen" schon als negativ = Verzicht empfinden. Nur weil man evtl. 50 Liter weniger Heizöl als der Nachbar gebraucht hat, ist man noch lange kein Sparer!

Beim Vergleich müssen die jeweiligen Verhältnisse genau betrachtet werden. Nur wenn mit den selben Bedingungen verglichen wird, kann man seine Werte auch beurteilen. Ein Durchschnittsverbrauch alleine sagt nichts aus, denn dieser ergibt sich ja aus allen Werten und Nutzern.

O-Ton eines unbelehrbaren Verwandten: "Ich brauche nur alle 2 Jahre 7000 Liter Heizöl - sparsamer als meine alte Heizung geht es gar nicht..." Hier täuscht sich jemand ganz gewaltig. Bei 2 x 100 qm sind 3500 Liter im Jahr locker 50 % zuviel. Mit guter Dämmung, neuen Fenstern und moderner Heizung kommt er auch mit 1000 Liter aus. Ein neu gebautes Haus braucht noch nicht einmal davon die Hälfte.

Nicht anders sieht es beim Strom aus:
ein gutes Beispiel gab es im Frühjahr 2009 im Sardinienforum. Eine Ausgewanderte fühlte sich vom Enrrgieversorger betrogen, weil sie soviel bezahlen müsse, obwohl sie sehr sparsam, mit "A-"Geräten leben würden. Nach wochenlangen, hitzigen Diskussionen und Mußmasungen wie (Duetsche Geräte verbrauchen im Ausland mehr) kam heraus, das der mittelgroße Haushalt alles anderes als sparsam war: alleine der Ami-Kühlschrank braucht 5 kWh am Tag - damit kommen andere Familien komplett hin...

Der Grund für ein solches Fehlverständnis liegt schon darin, dass die allermeisten gar nicht ihren Strom,verbauch kennen. Höchstens die monatliche Abschlagssumme. Das ist wie bei den Autofahrern, die nur für 120 Euro tanken gehen...

Als Anhaltspunkt kann man in etwa folgendes ansetzen (Warmwasser und Heizung nicht durch Strom):

Der Durchschnitt der deutschen Haushalte (3 Personen) verbraucht ca. 4.000 kWh/Jahr Strom. Ein guter, sparsamer 3 Personenhaushalt kommt aber auch mit ca. 2.100 kWh/Jahr aus. Richtig durchdachte Haushalte bringen es trotz normalem Komfort sogar nur auf ca. 1.200 kWh/Jahr!

Eins zusätzliche Person sorgt dementsprechend für ca. 500/ 1000/ 1510 kWh/Jahr Mehrverbrauch. Wenn Sie hiervon abweichen, sollten Sie einmal überlegen, ob Sie nicht etwas verändern wollen. Würde Strom das kosten, was er eigentlich wert ist, würde dies jeder tun, denn dann läge die monatliche Belastung € 50,00 höher!

Info Stromverbrauch Anteil [22 KB]


Es gibt verschiedene Arten Energie zu sparen:

Durch ständig bewussten, sparsamen Umgang mit den Ressourcen. Hierfür müssen viele ihr Verhalten ändern, wozu die wenigsten bereit sind. (z.B. Wasser- und Duschhahn weniger aufdrehen und während einseifen abstellen, Licht ausschalten, mehr Fahrrad statt Auto, u.s.w. )

Durch die Verwendung sparsamer Geräte. Alte Geräte wie Kühlschränke, Waschmaschinen, Spülmaschinen oder auch Autos mit hohen Verbrauchswerten werden durch hochwertige, besonders sparsame Modelle ersetzt. Die anfangs höheren Anschaffungskosten werden im Lauf der Jahre durch niedrigere Verbrauchskosten wieder ausgeglichen. Außerdem erhält man damit meist einen höheren Komfort.

Durch den Einsatz besonderer Stromspargeräte (Vorschaltgeräte) kann mit relativ geringem Geldeinsatz ein Maximum an Energie eingespart werden. Zusätzlich hat man meist einen höheren Wohnkomfort (z.B. durch Bewegungsmelder, Zikulationssteuerungen,..). Diese Geräte sind den meisten jedoch nicht bekannt und sind in vielen Geschäften nicht erhältlich.

Durch die Nutzung erneuerbarer Energien, bzw. besonderer Techniken kann jeder seinen persönlichen Verbrauch reduzieren. Dies geht mit hohem finanziellen Einsatz durch aktive Anlagen wie solarthermische oder photovoltaische, aber auch durch passive Nutzung mittels Bauen mit der Sonne. Richtige Planung, Förderungen und jahrzehntelange, kostenlose Erträge sorgen für eine Amortisation oder sogar für finanzielle Gewinne.

Außerdem können durch die Verwendung nachwachsender oder weniger energieintensiver Rohstoffe (Naturdämmstoffe,...) beim Hausbau, bei der Renovierung und in anderen Bereichen sehr viele wertvolle Ressourcen geschont werden.

Am sinnvollsten und besten ist natürlich die Kombination all dieser Möglichkeiten. Dies ist jedoch nicht immer jedem möglich, bzw. die Bereitschaft dazu ist nicht da. Wer es trotzdem schafft, ist auf dem besten Wege unsere Umwelt nicht zusätzlich zu belasten, denn dies tun wir alle Tag für Tag auch mit sogenannten "umweltfreundlichen" Produkten. Jeder von uns "verbraucht" die Natur, wir können diesen Verbrauch nur reduzieren. Mit einer Solaranlage auf dem Dach, hilft man der Umwelt kein bisschen, sie wird nur etwas weniger belastet, bzw. man verbraucht weniger davon. Das sollte unser Gewissen uns Wert sein...

Wenn Sie Ihre persönliche Jahresenergie-Bilanz einmal berechnen wollen, probieren Sie es bitte bei http://emsolar.ee.tu-berlin.de/~ilse/epol/applets/verbrauch/carlos-3/carl-3.html

Info: Im Hightech-Land Japan kennt kaum jemand eine Zentralheizung. Wenn es im Winter kalt ist, dann hat das Bad halt nur 12°C....

Ein weiteres Beispiel zum besseren Verständnis.
Man kann Strom so gebrauchen oder so verschwenden:

Geräte: Standard - Haushalt:      Intelligenter, sparsamer Haushalt:
Beleuchtung 200 Watt x 6 h 1.200 Wh   40 Watt x 6 h 240 Wh
Kühlschrank   1.000 Wh   Energiesparmodell 300 Wh
Kühltruhe   1.500 Wh   Energiesparmodell 600 Wh
Kochen 2.000 Watt x 2 h 4.000 Wh   Gas 0
Waschmaschine 3.000 Watt x 1 h 3.000 Wh   Solarwärme 300 Wh
Spülmaschine 3.000 Watt x 1/2h 1.500 Wh   Solarwärme 150 Wh
Microwelle 1.000 Watt x 0,2h 200 Wh   am besten weglassen 0
Haarföhn / Staubsauger 1.500 Watt x 0,5h 750 Wh   500 Watt x 0,5h 250 Wh
Fernsehen / Sat 120 Watt x 5h 600 Wh   60 Watt x 5h 300 Wh
Videorecorder 50 Watt x 2h 100 Wh   50 Watt x 2h 100 Wh
Stereo-Anlage 50 Watt x 2h 100 Wh   50 Watt x 2h 100 Wh
Standby-Verluste Video/ TV/ Sat, Telefon, u.s.w. 41 Watt x 24h 1.000 Wh   Steckerleiste "Aus"! 0
Heizungsumwälzpumpe 60 Watt x 24h 1.400 Wh   getaktet/ geregelt 180 Wh
Kleinverbraucher NonStop 500 Wh   geregelt 250 Wh
Computer 100 Watt  18 h 1.800 Wh   Laptop mit Sparmodus 250 Wh
Tagessumme:      18.650 Wh/d       3.020 Wh/d

TIPPS FÜR HAUSBAUER UND RENOVIERER

Setzen Sie sich frühzeitig mit Ihrem Vorhaben auseinander und nehmen Sie sich viel Zeit. Wir erleben immer wieder Baufamilien, die sich verhalten, als wollten sie nur ein paar Schuhe kaufen!

Berater ist meist Vater oder Onkel, der auch einmal ein Haus gebaut hat... Doch was Hans nicht lernt, lernt Hänschen nimmer mehr! Wenn wir dann angesprochen werden, ist es oft schon zu spät (Bauanträge gestellt, Finanzierung abgeschlossen, Bau begonnen, u.s.w.). Manchmal können wir das Kind auch noch aus dem Brunnen holen...

Akzeptieren Sie nicht, dass die Firma Ihres Vertrauens (?), die ein oder andere Maßnahme ablehnen will, weil sich das nicht lohnt, oder so. Bestehen Sie auf den Stand der Technik oder suchen Sie sich einen anderen Partner.

Sprechen Sie Beratungsstellen an und lassen Sie sich entsprechend ausgebildete Architekten nennen. Vermeiden Sie im begonnenen, neuen Jahrtausend wie zur Nachkriegszeit zu bauen.

Nutzen Sie alle Möglichkeiten Energie und Ressourcen zu einzusparen. Sie werden durch ein gutes Gewissen, bessere Wohnqualität, höhere Werterhaltung und im Laufe der Zeit auch durch eingesparte Kosten (= Gewinn) belohnt!

Grundregeln:

Heizungs-Fach-Chinesisch einfach erklärt


Ein Auto kauft man alle paar Jahre, ein Haus u.U. nur einmal im Leben.

Dennoch oder gerade deshalb sollte man sich vielleicht mal mit der vorhandenen oder geplanten Immobilie etwas genauer auseinander setzen, um es sich, uns oder anderen bei der Planung von Solar-Anlagen, u.ä. zu erleichtern, bzw. um einen Ansatz für das Energiesparen zu haben!

Während auch jede Hausfrau viele Teile beim Auto kennt, wissen sehr viele Hausbesitzer oder Bauherren fast gar nichts darüber. Begriffe und Techniken werden verwechselt und machen es dem unseriösen Anbieter einfach, Anderen etwas "anzudrehen" und dem Planer schwer, die Wünsche der Kunden umzusetzen.

Daher listen wir hier nach und nach einige unverzichtbare Begriffe aus:

Brauchwasser- oder Zirkulationspumpe
Sie fördert das Warmwasser aus dem Speicher, über die Zirkulationsleitung, zu den Verbrauchs/Zapfstellen, wie Waschbecken, Dusche, Spüle und evtl. auch Spül- und Waschmaschine. Weil diese Pumpen oft zu stark und lange laufen, wird viel Wärmeenergie und auch Strom verschwendet. Abhilfe schaffen Vorschaltgeräte. Alternativ haben ältere Häuser ein Schwerkraftsystem, das zwar ohne Pumpe auskommt, jedoch für hohe Stilstandsverluste (vor allem nachts) sorgt.

Heizkessel
Dieser enthält den Brenner und erhitzt den Behälter (Speicher) für Warmwasser und Heizwasser. Seine Nenn-Leistung wird in kW (Kilowatt) angegeben. Die Leistung sollte zum Wärme-Strombedarf des Hauses passen und besser niedriger, als höher liegen, damit der Kessel "rund" läuft und nicht ständig an- und aus schaltet. Der Heizungsbauer denkt meist andersrum und verkauft größtmöglich...

Heizflächen
egal ob Heizkörper, Fussbodenheizung oder Wandflächen - je größer und leistungsstärker diese installiert sind, desto niedriger sind die für die Räume benötigten Heizkreis-Temperaturen. Dadurch spart man meist Energie, schafft ein angenehmes und gesundes Wohnklima, reduziert Zug-Erscheinungen und die Schimmelbildung.

Heizkreis
Hierin sind Heizkörper, Fußbodenheizung, Wandheizung, u.s.w. mit dem Heizkessel verbunden. Optimal für ein angenehmes Wohnklima und geringen Energiebedarf sind möglichst große Heizflächen, die möglichst langsam mit niedriger Tmeperatur durchflossen werden können. Die Rohre zwischen den einzelnen Flächen sollten gut gedämmt sein und die Pumpe so langsam laufen, dass noch niedrigere Rücklauftemperaturen erreicht werden. Dies sorgt für bessere Wirkungsgrade bei Solar- oder auch Brennwert-Technik.

Heizkreispumpe
Diese befindet sich hinter dem Heizkessel und befördert die erzeugte Wärme durch den Heizkreis zu den einzelnen Heizkörpern oder Heizflächen. Die allermeisten, alten Pumpen sind überdimensioniert und laufen auf zu großer Stufe - manchmal sogar ohne dass Wärme gefördert wird. Dadurch gehören viele Heizungspumpen zu den größten Energieverbrauchern im ganzen Haus, denn nicht nur viel Strom, sondern auch unnötige Heizwärme wird verbraucht. Abhilfe schaffen moderne Pumpen, Leistungsstufe runterstellen, Vorschaltgeräte und Regelungen. Notfalls auch eine Zeitschaltuhr. Alternativ haben ältere Häuser ein Schwerkraftsystem, das zwar ohne Pumpe auskommt, jedoch für hohe Stilstandsverluste (vor allem nachts) sorgt.


Vorlauf-und Rücklauftemperatur
Das ist die Temperatur die im Heizkreis ansteht. Die höhere Vorlauftemperatur sollte so niedrig wie möglich, aber auch so hoch wie nötig sein. Am besten wird diese abhängig von der Außentemperatur manuell oder automatisch eingestellt. Ein Mischer kann dies optimieren und somit Energie einsparen. Kommt am Rücklauf eine kaum reduzierte Temperatur an, sollte die Heizkreispumpe runter gestellt werden oder noch besser über ein Vorschaltgerät reguliert werden. Modernste Häuser kommen mit Temperaturen von 35/20° aus. Altbauten verschwenden bei Werten von bis zu 90/70° die kostbare Heizenergie in extremster Weise.

Warmwasserspeicher
Dieser Behälter ist bei manchen Kesseln schon mit eingebaut, im Falle von Solaranlagen oder auch Pelletskesseln aber immer extra. Er sollte in der Größe zum täglichen Warmwasserbedarf passen. Wenn er auch Heizungswasser enthält (Kombi- oder Pufferspeicher) muss das Volumen zur Nennleistung des Heizkessels passen und im Solarfalle auch zur Leistung der Kollektorfläche.


Wärmebedarf
Hier gibt es verschiedene Begriffsfeinheiten, die selbst die meisten Heizungsbauer nicht mehr richtig nutzen.

Der Norm-Gebäude-Wärmestrombedarf gibt in Kilowatt (kW) an, welche Leistung an kalten Wintertagen erforderlich ist, um die gewünschte Raumtemperatur zu erreichen. Leider wird hier gerne und oft zu großzügig gerechnet und daher Kessel zu groß ausgelegt. An 200 Tagen im Jahr sind diese dann für die geringen Heizlasten zu stark = zu verschwenderisch durch häufiges Stop & Go. Das ist als wenn man mit dem LKW 500 m zum Zigaretten holen fährt... Altbauten haben (je nach Größe) oft Werte von 20 - 40 kW, während moderne Häuser nach und nach in Richtung 10 kW gegangen sind und heute Niedrigenergie oder Passiv-Häser bei Werten von 2 - 7 kW liegen.

Hierzu passend gibt es den Spezifischen Norm-Wärmestrombedarf der sich ergibt, wenn man den Wert des Gebäudes durch die zu beheizenden Quadratmeter teilt. Während schlecht gedämmte Altbauten bei bis zu 200 W/qm liegen, schaffen es moderne gut gedämmte Häuser mit weniger als 100 W/ qm. Niedrig-Energiehäuser liegen bei 40 -70 W/ qm, darunter spricht man vom Passivhaus, das eigentlich keine richtige Heizanlage mehr benötigt.

Weiterhin gibt es den Jahres-Heiz-Wärmebedarf (in MWh), der sich aus dem Gesamt-Energiebedarf, bzw. Brennstoffverbrauch ergibt. Ein Haus, das im Jahr 2000 L Heizöl benötigt, hat dementsprechend ca. 20 MWh. Altbauten mit schlechten Heizsystemen haben selbst im Einfamilienhaus-Bereich häufig einen Bedarf von mehr als 4.000 l/ Jahr. Sparsame, optimal gedämmte Häuser kommen oft mit weniger als 1.000 l aus.

Auch hier ergibt sich durch Teilen dieser Menge durch die beheizten Quadratmeter der Spezifische Jahres-Heizwärmebedarf. Durch Vergleichen dieser Zahlen miteinander kann man oftmals unstimmige Abweichungen erkennen und der Ursache auf den Grund gehen. Seit einigen Jahren spricht man gerne nicht nur vom 3 Liter-Auto, sondern auch vom 3 Liter-Haus, das viel realistischer ist, als die Auto-Variante. Häuser die also nur 3 Liter je Quadratmeter und Jahr benötigen (Passivhäuser) kommen dann also nur auf 300 - 600 l/Jahr (bei 100, bzw. 200 qm Wohnfläche). Die Mehrkosten, um so einen geringen Wärmebedarf zu erzielen, machen sich bei heutigen Brennstoffpreisen in der Regel bezahlt.

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ENERGIESPARTIPPS

Wenn Sie in Urlaub fahren, schalten Sie alles ab
(nicht nur aus Sicherheitsgründen). Wenn Zirkulationspumpe, Kühlschrank, Stand-By`s u.s.w. ausgeschaltet sind, kommen in 14 Tagen ganz schnell 50 kWh zusammen. Das Aquarium sollte natürlich auch weiterhin Luft und Wärme bekommen...

Wer beim Wasser spart, reduziert meist auch automatisch den Energieverbrauch (Strom, Öl, Gas), da weniger Warmwasser verbraucht wird:
Bei Händewaschen, Rasieren, Zähneputzen, u.s.w. zwischendurch Wasserhahn/Brause abstellen.

In den Wasserhahn oder Dusche einen Sparperlator
(Achtung, hier gibt es große Unterschiede) einbauen. Dies reduziert anteilig den Wasserverbrauch um ca. 50%.

Bauen Sie in die Toilettenspülung eine Stoptaste oder besser ein Gewicht ein, dann läuft die Spülung nur so lange, wie gedrückt wird und bringt ca. 40% Ersparnis.

Rasensprengen im Sommer ist völlig unnötig.
Das meiste Wasser verdunstet (wenn tagsüber benässt wird) und wenn es dann doch einmal vergessen wird, ist der Rasen bald wieder braun. Nach dem nächsten Regen erholt er sich wieder. Gerade in diesen Zeiten gibt es oft Wassermangel, so dass man hierauf unbedingt verzichten sollte.

Wenn doch, sammeln Sie vorher Ihr Regenwasser in Tonnen,
Zisternen, u.s.w. und sorgen Sie dafür dass das Dachflächenwasser versickern kann und nicht in den Kanal läuft.


Um Strom zu sparen, gibt es vielfältige Möglichkeiten:

Wenn Sie einen Brunnen, Teich oder Bachlauf haben, betreiben Sie die Pumpe mit Solarstrom. Dies ist ungefährlich (12 V), einfach zu verlegen, spart Energie und arbeitet optimal mit dem Tagesablauf zusammen (morgens und abends schwächer, mittags stark), nachts aus -und der Nachbar kann schlafen. Ansonsten sollten diese Dinge nachts ausgeschaltet sein.

Auch sonst kann man draußen eine Menge mit Solarstrom machen:
Bewegungsmelder, Außenleuchten, Garagentorantriebe, Hausnummerschilder, Gartenwegmarkierungen, u.s.w. sind sinnvolle Einsatzbereiche für diese Technik.

Mit (richtig geschalteten) Bewegungsmeldern und Zeitschaltuhren
kann man innen und außen gezielt Licht einsetzen und nutzen, ohne gleich große Strommengen zu verbrauchen. Muss das Licht etwas länger brennen, sind Energiesparlampen zu empfehlen.

Auch im Haus kann man diese Geräte an vielen Stellen komfortabel nutzen (im Keller, innenliegenden Räumen, für selten genutzte Geräte).

Um den Standby-Verbrauch von TV, Video, Sat-Receiver, Stereoanlage, u.s.w. zu reduzieren und deren Lebensdauer zu verlängern, ist eine Steckerleiste mit Ausschalter empfehlenswert oder auch der Einsatz von Zeitschaltuhr, bzw. Anwesenheitsmelder. Ein TV, der nachts aus ist, kann nicht implodieren. Die Investitionen sind sehr gering und die Einsparungen z.T. extrem. In der BRD laufen alleine 2 Atomkraftwerke nur für unsere StandBy-Verbraucher...

Packen Sie Kühlschrank oder Tiefkühltruhe (besser als Schrank) immer richtig voll. Die Speichermasse reduziert den Kälteverlust beim Öffnen der Geräte. Achten Sie darauf, dass sie immer nur kurzzeitig geöffnet werden und keine warmen Lebensmittel hineinkommen. Stellen Sie diese Geräte nicht neben Heizung, Herd, Südfenster. Kaufen Sie nur Modelle mit Energielabel A++ (!), sorgen Sie für eine saubere Dichtung.

Im normalen Haushalt liegt der anteilige Stromverbrauch für die Beleuchtung bei ca. 10%. Hier lassen sich durch Energiesparlampen dann bis zu 80% einsparen. Auch die Weihnachtsbeleuchtungen haben früher den Jahresverbrauch nicht besonders verändert. Seit ein paar Jahren versuchen sich jedoch von Ende November bis Mitte Januar die Bewohner ganzer Straßenzüge durch Lichtinvasionen gegenseitig zu überbieten. Anstelle mit Zeitschaltuhr oder Dämmerungsschalter die Laufzeiten für eine sparsame LED-Lichterkette zu regulieren, brennen bei manchen tausende von Lämpchen z. T. mit mehreren hundert Watt Leistungsaufnahme den ganzen hellen Tag und die dunkle Nacht durch. Da kommen dann schnell 300 kWh/ Haushalt (50 Euro) und mehr für die Weihnachtszeit zusammen. Man spricht daher heute auch immer öfters von Lichtverschmutzung! Ein Beweis, dass Strom immer noch viel zu billig ist....

Achten Sie bei Halogenlampen darauf, dass der Trafo hinter dem Lichtschalter sitzt - sonst arbeitet dieser Nonstop (wird warm), ohne dass es hell ist. Nehmen Sie die Lampe lieber eine Nummer kleiner und drehen den Lichtkegel direkter, als die Riesen-Deckenfluter mit 300 W, die dann doch zu dunkel sind.

Sorgen Sie dafür das die Heizung richtig eingestellt ist.
Glauben Sie nicht dem Installateur, der eine hohe Vorlauftemperatur und Herunterregelung der Heizkörper empfiehlt. Setzen Sie moderne Ventile an die Heizkörper und stellen Sie jeden Raum separat ein. Jedes Grad weniger bringt anteilig 6% Einsparung.

Lassen Sie Räume nicht völlig auskühlen.
Eine Nacht- oder auch Tagabsenkung nicht auf 0, sondern evtl. nur 2 - 5 Grad niedriger stellen. Auch in einem Passivhaus oder bei Fussbodenheizung bringt sie etwas, man muss nur richtig einstellen, also z.B. evtl. sehr früh (20:00) runter fahren und dafür auch früh (4:00) wieder hochfahren, das bringt eine ganz schöne Entlastung und Sie merken es gar nicht...

Stellen Sie die Heizungs-Umwälzpumpe möglichst klein ein (ausprobieren).

Die transportierte Wärme nimmt kaum ab, bei gleichzeitig erheblich weniger Stromverbrauch und besserem Kesselwirkungsgrad. Hierfür gibt es auch intelligente Vorschaltgeräte.

Bei Renovierung oder Neubau setzen Sie möglichst kleine Kessel-Leistungen ein (die Heizungsbauer wollen immer größer...). Nehmen Sie nach Möglichkeit Holzpellets oder Gas-Brennwert. Wenn es unbedingt ÖL bleiben muss, dann ist auch hier Brennwerttechnik (höhere Brennstoffausnutzung) ratsam. Heizen Sie auf keinen Fall mit Strom. Vorsicht bei Wärmepumpen, sie lohnen sich nur in den seltensten Fällen!

Regel: Kessel möglichst klein und Heizkörper möglichst groß
- auch wenn es Ihr Heizungsklempner genau anders rum will (verdient er mehr und hat weniger Ärger)!


Und vor allem im Büro kann man viel sparen!

Leider geht der Trend zu 24 h Online, u.s.w.
Im TV bekommen die Kids gezeigt, dass man durch einen eingeschalteten PC supercool und schnell von eingehenden EMails erfährt! Was soll das?

Bei Nichtbenutzung Monitor immer sofort aus (kein Bildschirmschoner!)
und wenn man für mehr als 15 Minuten weggeht: PC aus!
Der Drucker sollte nur eingeschaltet werden um zu drucken, dann wieder aus!
Auch die Schreibtischlampe wird nicht ängstlich, wenn man sie bei Abwesenheit ausschaltet.
Abends nach getaner Arbeit, alle Geräte per Schalterleiste AUSSCHALTEN - das sind über Nacht locker 100 - 500 Wh die gespart werden!

Und wenn ein neuer PC ansteht - nicht nach dem Preis, sondern dem Verbrauch schauen! z.B. hier: http://www.pcgreen.de/Energiekosten.html

Auch beim Autofahren kann man viel Energie sparen.

Unsere Energieberatung

bieten wir ab sofort nicht mehr kostenlos an!

Zum Einen, weil wohl manche glauben "was kostenlos ist, kann doch nichts sein" und zum anderen, weil es ganz gescheite Öko-Egoisten gibt, die sich zwar stundenlang ausführlich beraten lassen, dann aber doch machen, was sie wollen und irgendwelche Billig-Produkte woanders kaufen. Wir verlangen daher ab sofort bei richtigen Beratungen (bei uns oder Ihnen vor Ort) eine dem Aufwand entsprechende, kleine Gebühr, die bei Zustandekommen irgendwelcher Projekte natürlich anteilig verrechnet wird.

Vorlaufzeiten für Beratungen liegen bei ca. 6 Wochen!

Abgerechnet wird eine evtl. Fahrtzeit, die Kilometer und der Aufenthalt (Stunde 30,00). Unsere Beratung ist nicht förderfähig, da uns das Zertifikat für den Wochenendlehrgang fehlt. 15 Jahre aktive Erfahrung sind den Beamten halt nicht genug.

Sammelstelle

für Kork, Tinten/Druckerpatronen, Altbatterien

Bei uns können Sie kostenlos Ihre Wein- und Sektkorken abgeben. Dieser kostbare Rohstoff wird in Kork (Kehl) von Behinderten gemahlen und zu Dämmstoffschüttung in Säcken verpackt. Dies ist mehr als nur Recycling, sondern echte Wiederverwendung!

Neuerdings nehmen wir auch leere Drucker- und Tintenpatronen entgegen. Jährlich landen ca. 30 Millionen Stück auf dem Müll! Von einem Fachbetrieb werden die Patronen gereinigt, überprüft und neu befüllt. Panda (WWF) verkauft diese empfehlenswerten, einwandfreien Patronen (erhältlich für alle Druckermodelle) ca. 30% günstiger als Originalpatronen!

Da wir Solarbatterien liefern (gegen die offizielle Pfandgebühr), nehmen wir diese selbstverständlich auch zurück. Das Pfand können wir aber nur mit unseren Batterien verrechnen.

Mitmachen lohnt in allen Bereichen!

Letzte Änderung am Donnerstag, 4. März 2010 um 10:00:05 Uhr.

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