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Alles Wissenswerte zu Solarmodulen ©

Kleine Solarmodule

Nachfolgend finden Sie die Kapitel, mit allen Fakten und unserem Solarmodul-Wissen aus 3 Jahrzehnten, bzw. den Solarmodul-Link zu unserer "alten" Homepage.

 


Früher wurde stark nach Zellart unterschieden.

Fälschlicherweise sahen manche Kunden und auch unerfahrene Verkäufer darin Qualitäts-Unterschiede. Die Gängigsten sind:

wenn wenig Platz zur Verfügung stand, wurden vorrangig Module mit monokristallinen Zellen gewählt - vorrausgesetzt man kam mit dem Längen/Breiten-Verhältnis gut hin.

Poly- bzw. multikristalline Zellen verwenden etwas unreineres Silizium (dadurch oft etwas ökologischer) und haben daher teilweise einen geringeren Wirkungsgrad (= benötigen etwas mehr Fläche für die gleiche Leistung). Gute "Multis" können dabei mittlerweile aber erheblich besser liegen, als billige Monos! 

Bei den amorphen Modulen sind die Atome unregelmäßig angeordnet. Aufgrund der Dünnschichttechnik konnten sie mit erheblich geringerem Material- und bald auch Kostenaufwand sehr preisgünstig und umweltfreundlich gefertigt werden. In vielen Kleinanwendungen (Taschenrechner, u.s.w.) wird meist diese Technik eingesetzt, doch zum Anfang der Jahrtausendwende realisierte man auch große Anlagen (Dacheindeckungen, Hausfassaden, ..) Wegen der unterschiedlichen Spannungen musste hier aber immer sorgfältig geplant werden. Mittlerweile ist kaum noch ein Kostenvorteil vorhanden, zumal Montage- und Gestellkosten und Kabelaufwand höher ausfallen.

Vor ein paar Jahren dazu gekommen sind Hybrid-Zellen (z.B. von Sanyo - heute Panasonic), die die Vorteile der monokristallinen Silziumtechnik (hoher Wirkungsgrad) mit einer amorphen Beschichtung (weniger Verluste bei Hitze und Teilverschattung, sensibler bei Schwachlicht) kombinieren. Preislich liegen diese jedoch auch erheblich höher.

Zeitweise mussten selbst Solarmodul-Hersteller, die nur auf monokristallin setzten, ihre Serien auf Polykristalline umstellen, weil es kaum geeignetes Material gab oder es unvergleichlich teurer war. Dadurch wurden die "Polys" immer weiter entwickelt und hatten ab 2010 oftmals bessere Werte als ein China-Mono. Sie dominierten dann den Weltmarkt. Ob 17 oder 18% Wirkungsgrad spielt auch kaum eine Rolle. Nebeneffekt war, dass es damals die meisten (der wenigen) Reklamationen mit Highend-Modulen mit besonders effizienten Mono-Zellen oder Dünnschicht-Technik gab. Polys blieben verschont.

In 2020 ist es jedoch so, dass die Zellfertigung, bzw. die Beschaffung des Vormaterials bei multikristallinem Silizium genauso aufwendig ist, wie für Mono-Zellen. Daher stellen selbst Hersteller, die bisher nur auf multikristallin setzten, aktuell um und bringen nur noch Mono-Module auf den Markt. Die Modul-Wirkungsgrade liegen daher heute bei 16 - 22%.