ÖKO-Energie Shop

Mit Solarstrom fahren ©

Solarmobil


Solarstrom während der Fahrt! 
 (erstmals erstellt 2001, laufend aktualisiert - zuletzt Juli 2021)


Ein „Solarmobil“ ist der Traum vieler umweltbewusster Autofahrer.

Denn sauberer, umweltreundlicher als mit direkt erzeugtem Solarstrom geht es eigentlich nicht.
Dass das aber, trotz vieler Prototypen die seit Jahren Wüsten-Rennen fahren, nichts alltagstaugliches wird, versteht eigentlich fast jeder. Man benötigt leichte, windschlüpfrige Fahrzeuge mit riesigen, ebenen Flächen - also als Familienauto völlig ungeeignet.


 
2023 soll es zwar endlich das, seit 2016 viel beworbene und immer wieder verschobene, Fahrzeug, mit 248 kleinen, in Reihe geschalteten, Solarzellen auf seiner Karosserie, geben. Aber das ist unserer Meinung nach nicht viel mehr als ein teurer Werbegag!

Warum? Ganz einfach:

zum Einen sind solche flexiblen, der Form angepassten, Solarzellen in Herstellung und Anbringung sehr viel aufwändiger und damit teurer als Standard-Zellen, bzw. eben gerahmte Solarmodule! 
Zum Anderen sind sie auch meist viel empfindlicher. Von den üblichen, realistischen 25 Jahren Nutzungsdauer ist man ganz sicher weit entfernt. Die vielen Flex-, Klebe- und begehbaren Module der letzten 20 Jahre, bzw. deren Kunststoff-Überzug (anstelle des schützenden Glases) oder auch die bekannten Solarlampen im Garten zeigen auf, dass die Oberflächen nach wenigen Jahren, manchmal sogar schon nach Monaten, trüb, blind, weißlich werden und damit viel von der ursprünglichen Modul-Leistung verloren geht. Besondere Polymere wollen zwar langlebiger sein, kosten aber auch mehr und müssen sich erst einmal beweisen! Die typischen Tedlar-Rückseiten-Folien sollten auch einmal "ewig" oder eben mjnd. die 25 Jahre halten. Heute kennt man nicht wenige Fälle, bei denen sich schon nach 10 Jahren Auflösungserscheinungen einstellen - obwohl auf der Rückseite der Solarmodule. Daher werden mittlerweile immer mehr hochwertige Module in Glas/Glas-Technik gefertigt!



Außerdem verschmutzen Fahrzeug/Kunststoff-Flächen schneller und die unterschiedliche Bestrahlung (senkrechte Anbringung!) sorgt nicht nur für eine aufwändige Verschaltung und Regelung, sondern auch sehr viel geringere Leistung, bzw. Erträge. Den gewaltigen Mehrpreis sind die paar zusätzlichen Solar-Kilometer jedenfalls nicht wert. Weder ökologisch, noch ökonomisch. Infos zu kristallinen Qualitäts-Solarzellen, bzw. Modulen finden Sie hier.

 

Jeder Euro in eine normale, optimal ausgerichte, ortsfeste Solarstromanlage auf Dach oder Boden bringt viel mehr!

Doch selbst wenn es diese Kosten/Technik-Probleme nicht gäbe, wäre ein, simultan durch das Sonnenlicht betriebenes, Fahrzeug, an vielen trüben Tagen, zum Stehen verdammt oder würde im Stopp/Go-Modus für Frust sorgen – wenn mal ein Wölkchen am Himmel steht. Ist ja auch logisch. Selbst wenn man immer mit den solaren Spitzenwerten in Mai/Juni (1000 W/qm) rechnen könnte, bräuchte z.B. ein Fahrzeug mit 50 kW-Motor dann auch über 30 qm Bestrahlungs-Fläche. Für ein Hausboot, u.ä. kein Problem – wie von uns ja auch schon verwirklicht… Aber beim Auto?
https://www.oeko-energie.de/anlagenbeispiele/index.php#526324a50e10c7808

Damit es, wie auch beim sonstigen Insel-Wechselrichterbetrieb zu keinen Unterbrechungen kommt, arbeitet man immer mit ausreichend dimensionierter Solarbatterie, die die Energie nicht nur für dunkle Zeiten, sondern auch große Leistungen, sammelt und speichert und alle Regelinstrumente permanent versorgt.
 
Nicht wirklich durchdacht ist die Alternative, tagsüber bei Fahrzeugabwesenheit, Solarstrom in einem zusätzlichen Zwischenspeicher sammeln zu wollen! 
Erst abends oder am Wochenende will man dann damit die Fahrzeugbatterie zu laden/speichern. Sinnfreie Anfragen hierzu erhalten wir aber leider täglich. Mancher rechnet zwar schon mit extremen Kosten und will dann nur eine „kleine Batterie“ (100 – 240 Ah = ca. max. 2.880 Wh)).
Wie soll Die aber die Große (20 – 100 kWh) im Fahrzeug laden? Genau. Gar nicht! 

 

Autarker Solar-Carport

Ganz schlimm wird es, wenn man den "Solar-Carport" auch noch mit einer autarken Inselanlage (also ohne Netz-Anschluss) realisieren möchte! 
Man spart zwar den „Aufwand“ mit den Netzbetreibern. Verschenkt aber häufig Strom-Überschuss, muss mit regelmäßiger Unterdeckung leben, benötigt die entsprechend große Batterie (Zwischenspeicher) und einen ausreichend starken Wechselrichter. Gerade bei Schnell-Ladern (über 11 kW) wird´s dann richtig teuer.

Neben den hohen Anschaffungskosten für diese sehr groß auszulegenden Komponenten (Solar-Generator, Batterie, Insel-Wechselrichter), kommt es dann aber eben noch zu den hohen Verlusten bei Ladung, Lagerung, Entladung und letztlich Wandlung. Schlimm genug, dass wir das schon beim Fahrzeug haben. Kommt das ein zweites Mal, für die Heimbatterie, hinzu, wird das ökologisch, wie ökonomisch, ein Desaster.

Völlig spinnert sind Ideen, das Ganze auch noch, autark, mit einem CCS-Schnellader (50 kW!) umzusetzen. Manche glauben sogar, dass das billiger als Netzstrom sei. Wir antworten nicht mehr darauf.
 

Wenn schon, dann eher umgekehrt!

Die Fahrzeugbatterie wird dann zum Energie-Speicher für das Fahrzeug und das netzgekoppelte Haus!
Hierfür bedarf es aber bidirektonaler Ladetechnik, die man bisher vorwiegend bei japanischen Fahrzeugen kennt. Nach und nach wird sicherlich ein Umbau und eine Nutzung mit Bestandsfahrzeugen möglich sein, aber aktuell geht das nicht, bzw. wird das sehr aufwändig. Immerhin hat man ja meist eine Hochspannungsbatterie mit 400 V. Da passt kein durchschnittlicher Insel-Wechselrichter dran.
Doch selbst wenn man das Ladekabel einfach in die Wallbox stecken könnte und damit abends das Haus versorgt: die Energie fehlt am nächsten Tag u.U. dem Fahrzeug! Daher wird das nur bei wenigen Nutzungsprofilen passen: große Solarstromanlage, E-Auto parkt den ganzen Tag am Haus, wird nur kurz gefahren, steht abends wieder am Haus. Dies benötigt entweder ein spezielles Lademanagement oder ständige "Überlegung". Am ehesten wird es zu einem Gewerbebetrieb, mit größerem E-Fuhrpark und Strombedarf auch am Abend, passen.


Daher bleibt die günstigere und zuverlässigere Variante die heimische, netzgekoppelte Solarstrom-Anlage!

Sie liefert den ganzen, hellen Tag lang sauberen Strom - egal ob die Module auf dem Hausdach, an der Fassade, im Garten oder einem Carport sind. Steht das E-Auto am Haus, lädt sie auch den Akku. Überschüsse gehen, kostendeckend an den Netzbetreiber EVU. Fehlt Strom (nachts) kommt er vom (hoffentlichen) sauberen EVU (EWS, Greenpeace, Lichtblick, Naturstrom) und damit tankt man auch nachts (wenn nötig). 

Hat man keine eigene Solarstromanlage fährt man im Verbund, mit zertifizierten, echten Öko-Strom. Manchmal gibt´s ja sogar direkten Solarstrom - kostenlos bei manchen Discountern oder öffentlichen Einrichtungen! Man kann sich auch an einer Solarstromanlage beteiligen.

Lediglich - wenn es wirklich um ein eher kleines Fahrzeug geht (City El, Twike, Frosch, evtl. noch der Smart), das in der Regel tagsüber zu Hause steht und nur über Schuko (max. 2,3 kW) geladen wird, könnte man mit größerem Solar-Generator (2 - 6 kWp), ausreichendem Insel-Wechselrichter (3 kW) und kleinerer Batterie, eine "Tagesüber-Insel-Lösung" ausnahmsweise realisieren, die aber keine Energie zwischen speichert. Unterm Strich aber teurer und umweltschädlicher, als unsere Empfehlung, weil eben viel solarer Strom ungenutzt bleibt!
 

Aber Mancher denkt daran, wenigstens auf dem Fahrzeug-Dach, Solarmodule zu montieren - vor allem bei einem Kastenwagen.



Von Wohnmobilen kennt man das ja nun schon über 30 Jahre lang. Auch immer mehr LKW´s unterstützen die Lichtmaschine mit Modulen auf den großen Dachflächen. Die Module laden dort aber eine 12V-Batterie, bzw. betreiben ein 12/24V-System, das vorwiegend Nachts für Licht, Ventilation, Pumpen und Kühlen genutzt wird. 
Das moderne E-Auto fährt jedoch normalerweise mit einer Lithium-Batterie, die meist auf Hochspannung (um 400 - 800 V) aufgebaut ist. Selbst wenn man dann mehrere Solarmodule in Reihe schalten würde und auf 100 V käme, wäre ein spezieller Aufwärts-Spannungswandler dafür viel zu aufwändig!
 
Nur bei kleinen, echten Leicht-E-Mobilen, die meist nur auf 36 oder 48 V-Batterien aufgebaut sind, könnte man u.U. mit dieser System-Spannung auch solar laden. In der Regel sind diese Fahrzeuge aber wiederum so klein, dass man nicht 3 oder 4, in Reihe geschaltete, Solarmodule darauf unter bekommt.   
 

Aber!

Die meisten richtigen E-Autos haben dennoch eine zusätzliche, normale 12V-Batterie an Bord! Sie versorgt die vielen noch vorhandenen DC-Verbraucher (Licht, Lüftung, Navi, Radio,...) und wird bei Ladung oder Fahrt, regelmäßig über den Spannungswandler durch die große Antriebs-Batterie nachgeladen. Wer viel Komfort nutzt, schafft dann täglich schon eine ganze Menge - vor allem, wenn auch die Klimaanlage oder Heizung laufen. Da kommen u.U. mehr als 1 - 2 kWh/Tag zusammen. Ist die Zusatz-Batterie defekt, entlädt sie auch gerne permanent und unbemerkt die große Fahrzeugbatterie...
 

Und hier kann man ansetzen!



Auf dem Dach montiert man entweder auf einer Art Dachträger oder den sonst üblichen WoMo-Halterungen, mehrere kleinformatige Solarmodule oder man wählt ein Klebemodul (hier oben angedeutet). Dies ist zwar wieder teurer und auch etwas anfälliger, liegt dann aber dicht auf und beeinträchtigt die Optik nicht. Man muss nur klären, wie man das Modulkabel (mind. 2 x 2,5 qmm) bis zur Batterie bringt...
 
Das Ganze wird dann über einen passenden Solarladeregler mit der üblichen "Starter"-Batterie verbunden, die man beim nächsten anstehenden Wechsel sinnvollerweise gegen eine gute Solartype austauschen sollte. Die empfohlenen Wechsel-Raten von 3 Jahren kann dann meist eher verdoppelt oder sogar verdreifacht werden.  
 
Steht das E-Auto dann draußen und nicht in der Garage, kann das Modul je nach Standort, Jahreszeit und Wetter, täglich ein Zehntel (dunkler Himmel) bis das Siebenfache (kühler Mai-Sonnentag um die Mittagszeit) seiner Nennleistung als sauberen Strom generieren. Bei einem 100 Wp-Modul (0,5 -0,6 qm) ergibt das dann Tageserträge zwischen ca. 10 und 700 Wh/Tag. 

Diese genutzte, saubere Sonnen-Energie ersetzt dann die Entnahme aus der 12 V-Batterie und letztlich der Antriebsbatterie und verlängert damit die Reichweite, bzw. entlastet das System und die Kosten. Wer zu Hause sowieso fast kostenlos und auch selten lädt, findet das vielleicht nicht so interessant. Wer aber viel unterwegs ist und Schnellader nutzt, die auch mal bis 1 Euro/kWh kosten können, hat die Investition u.U. in 1 - 2 Jahren wieder heraus geholt. Fährt man jedoch immer vollgeladen los und hat keine DC-Verbraucher an, bleibt der Solarstrom ungenutzt, denn "in die Fahrzeugbatterie kommt er nicht rein"...

Gleichzeitig hört man immer öfters von "unerklärbaren Strom-Verlusten" oder Pannen beim E-Auto. Deren Grund ist die 12V-"Starterbatterie".,. die gerne klein und billig ausgeführt ist und oft schon nach 2 - 3 Jahren schwächelt - also permanent aus der Lithium-Batterie nachgeladen wird. Das kann dann weitgehend das Solarmodul übernehmen und vermeidet damit die Verluste und vorzeitigen Ausfälle.
 

Die Kosten sind abhängig von Art, Qualität und Größe.

Ein gerahmtes Marken-Solarmodul mit ca. 100 Wp (ca. 1 x 0,5 m) kostet zwischen 80 und 250 Euro.
Ein flexibles Klebemodul kostet eher das Doppelte bis Vierfache.
Ganz neu gibt es auch wieder spezielle Fahrzeugmodule (wie schon vor 20 Jahren von Webasto). Die kosten aber teilweise das Zehnfache!
Eine Modul-Halterung zum Aufkleben liegt um 50 - 80,00 Euro.
Auch wenn es Solarladeregler schon ab 30 Euro gibt, sollte man dafür eher das Dreifache und mehr ausgeben.

Leider ist der Platz für die Batterie meist sehr beschränkt, so dass bei der Renault ZOE z.B. nur ca. 45 Ah eingebaut werden können. Das ist bisher keine gängige Solargröße. Kosten liegen um 100 - 200 Euro für eine langlebige Gel-Type. Größere kosten mehr. Mittlerweile gibt es aber auch diese Größen in 12 oder 24 V auf Li-Basis = mehr Kapazität (aber auch der vier- bis fünffache Preis!)

Die aus Freizeit-Katalogen bekannten "Spielzeug-Modulchen", die man sich beim Parken hinter die Scheibe legen soll und über den Zigarettenanzünder nachladen, sollte man ganz schnell vergessen. Weder sind deren Mini-Leistungen nennenswert, noch ist hinter der Scheibe wirklich noch viel Licht (keine Energie). Das Meiste wird wegreflektiert und die Hitze auf dem Solarmodul reduziert das Ganze dann nochmals auf fast Null.... 

Es gibt heute zwar große Solarmodule, die über 500 Wp Leistung haben. Diese sind aber ausschließlich für ortsfeste Anwendungen gedacht!
Manche YT-Infaulenzer werben zwar mit ihren 300 Wp-Modulen auf WoMos & Co. - wir können davon aber nur abraten! Kommt es durch die Bewegungen/Schwingungen zu Spannungsrissen oder gar Durchbrüchen gilt weder eine Garantie, noch würde bei Schäden durch solche Großmodule eine Versicherung haften! Wir setzen daher für mobile Anwendungen nur Module bis max. 1,60 x 0,7 m ein.

Wer hieran Interesse hat, schaut sich bitte unsere Infos zu Inselanlagen, Solarmodulen, Solarladereglern und Solarbatterien an und nutzt entweder die dazugehörigen Formulare oder gleich unsere Planungsliste für Inselanlagen. Bitte keine oberflächlichen Anfragen per Telefon!

0,00 EUR
 
inkl. 19% MwSt. . Wenn nicht "Gratis-Versand" bzw. (0,00) angegeben (Kosten sichtbar im Warenkorb), zzgl. Versand
Zeige 1 bis 1 (von insgesamt 1 Artikeln)