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Inselanlage

Macht Autarkie überhaupt Sinn?

(erstmals erstellt 2002 - zuletzt aktualisiert September 2022)


 

Grundsätzlich ist es weder besonders ökologisch, noch ökonomisch, hierzulande, ein bereits am öffentlichen Stromnetz angeschlossenes Haus oder Grundstück "autark" (also ohne Netzanschluss) zu versorgen! 

Die Gründe sind schnell aufgezählt:
höhere Kosten gegenüber einer netzgekoppelten Solarstrom-Anlage (man  benötig zusätzliche Batterie, Solarladeregler/Inselwechselrichter)
umweltfeindlicher Rohstoffverbrauch (Batterien, mehr Elektronik, oft seltene Erden),
viel schlechtere Wirkungsgrade (Verluste bei Laden, Lagern, Entladen der Batterien und Wandlungsverluste am Inselwechselrichter),
meist extreme Unterdeckung im Winter und viel ungenutzter Überschuss im Sommer.

Davon hat weder die Umwelt etwas, noch der Geldbeutel. Höchstens der fleissige Verkäufer... 
Ausnahmen gibt es zwar, Diese sind aber sehr selten. Vor allem in unseren Breitengraden. Batteriestrom ist oft teurer, als der Strom aus der Steckdose.
Sollten die bösen Aussichten (Strom über 50 Cents/kWh) in 2023 tatsächlich kommen, ist eine Verteuerung durch den Batteriespeicher (10 - 40 Cents/kWh - je nach Art und Größe) natürlich ausnahmsweise ökonomisch vertretbar. Aber die Preise dafür steigen auch und "ökologisch" wird das eher nicht... 


Dennoch gibt es natürlich viele Anwendungen, bei denen eine echte Inselanlage immer sinnvoll sein kann:

- mobile Anwendungen (WoMo, Boot, Verkaufswagen, Mess-Stationen, ...)
abgelegene Einrichtungen (Kleingarten, Wochenendhaus, Ferienhaus, Gebäude in Natur- und Freizeitparks, Überwachungs- und Funkstationen,...) 
Denn hier gibt es ja sonst keine Versorgungsmöglichkeit und kilometerlange Kabel sind eher unrealistischer Quatsch.

- Objekte mit auschließlicher Sommer-Nutzung (Kleingarten, Ferien- oder Wochenendhaus, ...)
- Gebäude in Südeuropa (Wohnhaus, Ferienhaus, ...)
Schon mit kleinen Anlagen kann dann der Bedarf meist sehr einfach, günstig und vollständig gedeckt werden kann und die hohen Anschluss-, Strom- und Grundgebühren entfallen. 

Natürlich war das vor 25 Jahren, als wir mit Solarstrom begannen, alles noch sehr schwierig, platzintensiv, schwer und vor allem teuer. 
Manches war auch noch nicht so langlebig. Nach der Jahrtausend-Wende begann sich das aber sehr zu verbessern. Die Produkte wurden vielseitiger, langlebiger, leistungsstärker und viel günstiger. 

Geht es um den Auf - oder Umbau der Stromversorgung eines erschlossenen Ferienhauses im Süden, das u.U. nur im Sommer-Halbjahr genutzt wird, kann sich das heute Ganze schnell lohnen! Denn in aller Regel zahlt man das ganze Jahr eine stattliche, monatliche Grundgebühr und z.B. im Falle der italienischen ENEL kommen immer wieder unerklärliche Verbräuche oder Kosten zusammen, die sich läppern können. 
Muss nicht für die schlechteren Winter-Bedingungen (Dez/Jan) dimensioniert werden, dann kommen, je nach Verbrauchsverhalten, geringe Anschaffungskosten zusammen, die sich schon nach wenigen Jahren rechnen können. Wir haben Kunden, die, schon mit 2.000 Euro Investition, im Sommer-Halbjahr 100% abdecken, aber natürlich auch Projekte, bei denen 50.000 Euro nicht mal bei trüben Wetter ausreichen... 
U.U. hat man auch eine zusätzliche Versorgungssicherheit, wenn mal wieder nach Gewitter und Sturm oder einfach wegen überlasteter Netze (Klima-Anlagen/Heizgeräte), in der Region der Strom für einige Stunden ausfällt. Uns passiert es regelmäßig, dass wir im dunklen Tal als Einzige Strom haben...

Aber auch wenn der normale Stromanschluss erhalten bleibt und man, wegen vorrangiger Nutzung am Tage, einfache Systeme, mit kleinem Batterie-Speicher und großem Solar-Generator aufbaut, kann das Ganze unterm Strich "vernünftig" werden.

Wer tatsächlich eine dauerhafte "Notstrom"-Lösung aufbauen will, kommt an solarbasierter Autarkie auch nicht vorbei.

Es kommt aber immer auf passende Dimensionierung, Nutzung und Planung an. Unüberlegtes Vorgehen bringt weder Umwelt, noch Geldbeutel einen Vorteil und "sicherer" ist man mit "irgendwas" unter Umständen auch nicht!
"Autarkie" nennt man das dann aber eigentlich nicht!

Nicht wenige "Solar-Verkäufer" sprechen heutzutage, auf ihren bunten Web-Seiten, von großer "Eigenstrom"-Abdeckung, bzw. "Autarkie-Grad" übers Jahr und rechnen Batteriespeicher schön oder sprechen von der "Strom-Cloud" .
Mit "Autarkie" hat das dann aber auch nur wenig oder eher gar nichts zu tun! 
Es ist wie mit der Schwangerschaft. "Ein bisschen" gibt´s nicht. Entweder ganz oder gar nicht!
Denn echte Autarkie (also Selbstversorgung) hat kein Kabel zum öffentlich Netz. Man hat sein eigenes Insel-Netz, bestehend aus Generator, Batterie, Regelung, Wechselrichter und Hybrid-Generator. Aber eben keinen Netz-Zugang!

Das kann man zwar alles machen. Aber das ist dann weder eine Inselanlage, noch echte Autarkie und auch nicht immer sinnvoll...


Leider sprechen uns vor allem immer Menschen an, die sich bisher um Energie, Klima und Umwelt keine Gedanken gemacht haben.
Energie war zum Verschwenden dar. Doch wenn plötzlich Öl, Gas und Strom mal wieder teurer oder vermeintlich unsicherer werden, sucht man schnell und naiv Auswege...
Gerne helfen wir. Aber weder haben wir Zeit und Lust, die Inhalte unserer eigenen Info-Seiten am Telefon vorzulesen, noch selbst verfasste Romane lesen zu müssen, die immer die gleiche Panik und Verwirrung vermitteln, aber überhaupt keine Daten nennen. 
Putins Krieg macht das Ganze noch schlimmer.
Völlig unüberlegt wird dann irgendwie, irgendwas zusammen gestellt. Gerne "Powerbank" und flexible Solar-Faltmodule. Das sind aber völlig überteuerte Freizeit-Spielzeuge, die im harten Alltag ständig an ihre Grenzen kommen (Leistung, Kapazität, Nachladung,...)..
Einseitig desinformiert dazu wird über Facebook u.ä. unpassende Portale, auf denen dann noch viele Andere, ohne wirkliche(s) Wissen und Erfahrung, ihre teils fragwürdigen Kommentare abgeben - mal positiv, ganz oft auch negativ.
Spätestens wenn man uns kontaktiert, folgen unsere Rückfragen (für die in 2022 aber leider keine mehr Zeit ist).
Wenn wir dann immer öfters erkennen müssen, dass Viele nicht lesen und verstehen wollen (höchstens oftmals fragwürdige YT-Infaulenzer-Filmschen schauen), klinken wir uns wieder aus.

 

Bereits 1988 (!) hatten wir unsere erste eigene Inselanlage auf einem Campingbus gebaut. 

Bis heute sind es weit über 1.000 Anlagen, die größtenteils immer noch problemlos, ohne Ausfälle, laufen - weltweit! Mobil oder ortsfest.
Damit auch Ihre Anlage Ihnen lange, gute Dienste erweisen kann, geben wir auf diesen Seiten ein wenig von unserem erworbenen Wissen weiter.

Manch einer der vielen 08/15-Solarschopps im Netz, hat sein bisschen Wissen von uns - geht dann aber doch nur nach Schema F vor und verkauft alles - auch Geräte, die die Energie wieder verschwenden...

Möchten Sie Ihre Inselanlage auch schnell, billig und "ohne viel nachdenken" umsetzen oder eben Varianten, die wir ablehnen, sind wir eher nicht der richtige Ansprechpartner für Ihr Vorhaben. Das "Warum" erklären wir seit Jahren auf unseren Seiten (und nicht am Telefon!).
"ÖKO-Energie" ist nicht nur der von uns bereits 1996 erfundene (!) Begriff, sondern unser tagtäglicher Ansatz!

 

Möchten Sie ein gute, passende (nicht teure) Inselanlage realisieren, nehmen Sie sich bitte Zeit für unsere ausführlichen Infos und rufen Sie uns N I C H T an. Dafür fehlt uns nämlich die Zeit!  

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