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Am Anfang teurer, kommt auf Dauer günstiger! ©

Auch wenn höhere Anschaffungspreise meist abschrecken - der Strom aus einer langlebigen, großen, hochwertigen Batteriebank ist meistens sehr viel günstiger, als bei dem Discounter-Startermodell für unter 100 Euro.
Auch wer sich kostenlose Alt-Akkus besorgt, kommt nicht unbedingt günstiger dabei weg, denn der Ladefaktor reduziert sich u.U. immens. Das bedeutet, dass im Extremfalle die Hälfte des teuer produzierten Solarstromes in den Akkus verpufft........ 

 

Was kostet der Strom aus einer Batterie?

Der Batteriestrom-Preis lässt sich abschätzen, in dem man die Anschaffungskosten durch die gesamte, im Laufe Nutzungsdauer, entnehmbare Energie teilt.
Anschaffungspreis : angegebene Batteriekapazität x Spannung x Entladetiefe x Zyklenzahl = ca. Kosten je kWh.

Beispiele:
Mignon-Einweg-Batterie 0,50 Cents / 2000 mAh x 1,5 V x 1 x 1 = ca. 166 Euro

OPzS-Bleibatterie 4880 1.000 Euro / 4880 Ah x 2 V x 10% x 15000 = ca. 7 Cents
siehe dazu auch https://www.energieverbraucher.de/de/Energiebezug/Strom/Batterien

Dazwischen liegen irgendwo all die anderen Möglichkeiten - von der billigen Starterbatterie für eine Saison (um 3,20 €/kWh), über die mehrjährige Freizeit-Batterie auf Gel-Basis, bis zur neumodischen Lithium-Ionen-Batterie (ab ca. 17 Cents). Letztere werden zwar immer günstiger und sind im Verhältnis leichter. Ihre angepriesene Haltbarkeit müssen sie aber erst einmal unter Beweis stellen. Negative Erfahrungen von Laptops, Handys, Werkzeugen und Pedelecs sprechen eine andere Sprache. Hohe Kosten für Anschaffung und spezielle Ladegeräte bleiben... 

Werden die teils fantastischen Zyklenzahlen, bzw. Nutzungsjahre (bis 20!) von Li-Akkus tatsächlich erreicht und ein Stromspeicher nicht unnötig groß aufgebaut, lässt sich dieser kWh-Preis u.U. noch weiter senken. Hält die Batterie aber nicht, was der fleissige Verkäufer erzählt, wird´s schnell teurer.
Erst Recht, wenn die Batterie größer ist, als wirklich nötig.

Will man es ganz genau berechnen, muss man auch noch die Verluste beim Laden, Lagern und Entladen = ca. 20% berücksichtigen. Und dann bedarf es auch noch eines zusätzlichen Insel-Wechselrichters und evtl. spezieller Regelungstechnik. 
Und letztlich musste der Strom zuvor ja auch noch erzeugt werden - wenn auch solar. 
Klingt komisch - ist aber so...

Je nach Art, Größe, Preis, Standort, Betriebsbedingungen und Lebensdauer kostet eine kWh Solarstrom, direkt aus den Solarmodulen ca. 2 - 15 Cents. 

Finanztip (nicht gerade Solar-Profis, aber ganz gute Rechner) hat im Januar 2021 ermittelt, dass somit der Speicher-Strom, je nach Laufzeit und Anschaffungskosten 17 - 56 Cents/kWh kostet...

Seit April 2012 gibt es für Neuanlagen in Deutschland auch keine erhöhte Vergütung mehr für den selbstverbrauchten Strom. Somit lohnen sich Zusatz-Investitionen nur bedingt. Da neben den Kosten auch noch der immense Energieaufwand für Herstellung und Transport anfällt, bleibt eigentlich der bekannte Grundsatz gültig: "es ist weder ökologisch, noch ökonomisch, ein am öffentlichen Stromnetz angeschlossenes Haus autark zu versorgen"!
 

Auch nicht uninteressant ist eine Aufstellung was der Strom im Auto kostet.

Hierbei geht es zwar nicht um die Batterie-Kosten, sondern den Sprit, der benötigt wird, um die Lichtmaschine zusätzlich anzutreiben. Aber da Viele denken, das wäre einfach so nebenbei "kostenlos", gibt´s eine Aufstellung zu Licht, Klimaanlage, u.s.w.
Natürlicht kommt´s dabei auch auf das Fahrzeug, den aktuellen Spritpreis und Ladekosten an.

Verbraucher Leistung in Watt Benzinverbrauch auf 100 km Zusatzkosten auf 100 km bei Benzinern* Zusatzkosten pro Stunde bei E-Auto
elektrische Heizung bis zu 2000 bis zu 2 l bis zu 2,80 Euro 0,62 Euro
Front- und Heckscheibe 800 0,8 l 1,12  0,25 
Lüftung Mittelstellung 170 0,17 l 0,24   0,05 
Fahrlicht 125 0,125 l 0,18   0,04
Nebelscheinwerfer 110 0,11 l 0,15   0,03
Sitzheizung  bis 100 0,1 l 0,14  0,03
Lenkradheizung 50 0,05 l 0,07 0,02
Beheizbare Außenspiegel 40 0,04 l 0,06 0,01
Zigarettenanzünder (je nach angeschlossenem Gerät) bis 180 0,18 l 0,06 0,06 
Nebelschlussleuchten 35 0,035 l 0,05 0,01
Radio 20 0,02 l 0,03 0,01
mobiles Navigationsgerät 10 0,01 l 0,01 0,01
Klimaanlage bis zu 1000 bis 1 l bis zu 1,40 0,50

 

Solarstrom für bessere Vergütung zwischenspeichern... 

Ausgelöst durch die damaligen Boykott-Maßnahmen der schwarzgelben Regierung kamen viele PV-Anlagen-Besitzer auf die damals nicht gerade sinnvolle Idee, ihren geernteten Solarstrom tagsüber "zwischen" zuspeichern, um ihn dann abends selbst zu verbrauchen und dafür eine höhere Vergütung (!) zu erzielen.
Dies wurde dankbar von Einigen in der Solarstrom-Branche aufgegriffen und selbst Anbieter, die vorher nie etwas mit Solarbatterien und autarker Versorgung zu tun hatten, führten nun "eigene" solare Eigenstromspeicher.
Dabei warb man schon damals mit: "mehr Eigenverbrauch für mehr Wirtschaftlichkeit" - was nie den Tatsachen entsprach. Die zusätzlichen Kosten für Batterie, Regelung, Lader und Wechselrichter sorgen auch heute noch für eine Verteuerung der kWh Batteriestrom von ca. 7 bis 90 Cents!

Nicht viel sinnvoller ist es, den tagsüber selbst erzeugten Solarstrom, durch Zwischenspeicherung, abends in sein E-Auto zu laden. Neben den immensen Kosten für die Infrastruktur, kommen dann nochmals doppelte Verluste bei Ladung/Entladung hinzu. Und wenn mit einer superschnellen "Wallbox" geladen wird, kommt sowieso nur ein Bruchteil aus der Anlage oder Batterie. 11 oder gar 22 kW können nur aus dem Netz kommen... 


Verkaufen ist Vielen wichtiger als Energiesparen!
Aber auch Politik und Solarverbände erwähnen den Preis einer Kilowattstunde Batteriestrom nicht. Viele machen sich ja auch keine Gedanken, was der Strom aus kleinen Ni-Cd-Zellen für Walkman & Co. kostet. Wie oben erwähnt, können große Blei-Typen oder auch moderne  Li-Akkus den Strom erheblich günstiger speichern, verteuern aber den billigen Solarstrom immens (ökologisch, wie ökonomisch).

Während man mit neuen, günstigen Anlagen Solarstrom für 3 - 12 Cents/kWh erzeugen kann, wird er durch die Speicherung meist 7 - 30 Cents teurer!
Im Gegensatz zum Normalstrom aus der Steckdose (26 - 31 Cents/kWh) ist das nicht immer wirtschaftlich.

Wer aber sowieso, wegen Versorgungs-Bedenken, mit einem zusätzlichen Insel/Notstrom/Back-Up-System arbeiten will oder die Energiewende unterstützen möchte, kann dies in Richtung Eigenverbrauch optimieren. Die Einstiegs-Kosten erhöhen sich dann aber nochmals extrem.

Einfacher und sinnvoller ist es normalerweise, seinen Verbrauch dem Sonnen-Angebot anzupassen.
Dies geht z.B. mit Zeitschaltuhren (für Kühl- und Gefriergeräte) oder intelligenten Steuerungen in Wasch- und Spülmaschine oder beim Backofen und einem gelegentlichen Blick aus dem Fenster oder in den Wetterbericht...
Seit Frühjahr 2012 gibt es jetzt nicht Wenige, die fertige "Speicher-Schränke", inkl. Regelung, Wechselrichter und natürlich der Akkumulatoren anbieten wollten. Die Einen nahmen sofort altbekannte Standardware, Andere warteten ein wenig, bis sie etwas vermeintliche "Neues" hatten. Man spricht generell großzügig von "passend für durchschnitliche Einfamilienhäuser" und "Nutzungszeiten von 20 Jahren". Da es aber kein durchschnittliches Einfamilienhaus gibt und Batterien eine "schlechte Behandlung" nicht verzeihen, sind solche Aussagen alles andere als professionell.

Bei Kosten ab 5.000 Euro (und viel mehr) wird der sonst so günstige Solarstrom unnötig verteuert. Teilweise wird mit Kanonen auf Spatzen geschossen, denn technischer Schnick-Schnack (Strom-Manager und Schaltdosen) sollen den Eigenstrom-Anteil um einige Prozent erhöhen und damit Gewinn bringen. Der Markt hat sich in diesem Bereich sogar noch verstärkt, Regelungstechnik wurde aber, zum Glück, mittlerweile günstiger. Wie man aber aus Foren erfahren kann, läuft nicht immer alles so 100% glatt, wie vollmundig versprochen. D.h. manche Batterie wird nicht geladen, obwohl noch nicht voll und solare Überschüsse ins Netz gehen oder umgekehrt wird schon geladen, obwohl noch simultan laufende Verbraucher Energie wollen. Und das mit dem Wetterbericht klappt auch nicht immer. 

Um die Netze zukünftig von zu hohen sommerlichen Solarstrom-Mengen zu entlasten, macht es aber natürlich Sinn, dieses mittägliche "Mehr" zu speichern und abends im eigenen Haus zu verbrauchen. Wer hier investiert, schafft zusätzliche Versorgungsicherheit (in unsere sowieso schon sicheren Netze) und unterstützt den Aufbau einer dezentralen Stromversorgung und langfristig auch die Optimierung von Strom-Speicher-Systemen. Jeder Anwender sollte aber eben wissen, dass dieser Batteriestrom meist teurer ausfällt, als der Egal-Strom aus der Steckdose. Macht er es freiwillig, um das Netz zu entlasten und die Energiewende voran zu treiben, ist das o.k. - aber wenn ihm vorgemacht wird, dass dies die Wirtschaftlichkeit erhöht, ist das eigentlich Schwindel!

Wer sicher ist, dass er sich keine thermische Solaranlage zur Heizungsunterstützung anschaffen will, kann überlegen, im Sommerhalbjahr das Warmwasser mit seinen mittäglichen Solarstrom-Überschüssen zu erzeugen! Dies kann u.U. ökologisch und ökonomisch sinnvoll sein. Näheres dazu hier.

Wir stellen bereits seit 1997 weltweit vollkommen autarke oder kombinierte Solarstrom-Systeme zusammen und haben eine energieautarke Zweigstelle auf Sardinien. Jedermann kann bei uns genau abgestimmte Leistung und Qualität zu sehr günstigen Preisen erwerben. Wir weisen aber jeden deutlich daraufhin, dass eine Netz-Anlage dadurch NICHT wirklich wirtschaftlicher wird. Im Gegenteil! Egal mit welchem Batteriespeicher. Nur bei stark steigenden Strompreisen kann es richtig wirtschaftlich werden.

Aktuelle Kunden für Eigenstrom-Systeme sind daher vorrangig Firmen, die auf eine 100% Versorgung angewiesen sind, Privatleute die im unsicheren Süden wohnen und sehr ängstliche Familienväter. Auch Unterstützer einer Energiewende finden sich darunter. Clevere Rechner sind eher nicht dabei!