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(Teil-)Verschattung ist heute kein unlösbares Problem mehr! ©

Verschatteter Solargenerator

Bei diesem Dach liegt zwar nicht einmal die Hälfte der Fläche im Schatten, doch auch Modul 2-3 und 2-7 würden, ohne Zusatztechnik, (je nach Verschaltung der Zellen im Modul) möglicherweise ca. 50 - 80% weniger Strom produzieren, weil eine kleine Zelle im Dunklen liegt. Wird hier mit 3 MPP-Strängen gearbeitet, hätte wenigstens die oberste Zeile volle Leistung. 

(erstmals erstellt Februar 2020)


Natürlich ist es im Schatten viel dunkler, als in der grellen Sonne!

Somit erzeugt ein verschattetes Solarmodul oder der ganze Solargenerator auch weniger Strom. Daher wurden früher solche Flächen in aller Regel frei gelassen, denn bei normaler Reihenschaltung der Module wird der ganze Strang mit "runtergezogen". Hatte ein Wechselrichter mehrere Stränge, aber nur einen MPP-Regler, wurde sogar die ganze Anlage in der aktuellen Leistung reduziert. 

 

Heute haben gute, große Solarmodule mehrere Bypass-Dioden

und die 36 bis 108 Zellen sind oft speziell verschaltet, um je nach Waagrecht- oder Senkrecht-Montage und quer oder hochkant verlaufendem Schatten, relativ verlustfrei an den hell bestrahlten Zellen das Sonnenlicht in Strom zu wandeln. Damit diese einzelnen Solarmodule nicht den ganzen Strang runter regeln, gibt es seit einigen Jahren zusätzlich sogenannte Modul-Optimierer (ab 40 Euro), die dann notfalls das verschattete Solarmodul überbrücken, bzw. optimiert den Strom regeln, damit der Rest verlustfrei arbeiten kann. Je nach Modul und Wechselrichter lässt sich so etwas heute auch nachrüsten.
 

Wichtig, in allen Fällen wo mit den Jahren neue hohe Häuser gebaut oder Bäume gewachsen sind

und die Verschattung des Daches früher nicht berücksichtig werden musste. Fällt so eine Teilverschattung nur eine kurze Zeit frühmorgens oder spätabends an oder nur im Winterhalbjahr auf einem Ost- , bzw. Westdach dann ist das relativ unbedeutend und kann unberücksichtigt bleiben. Auch beim Süd-Dach ist das nicht wirklich schlimm, solange es sich auf die Monate Dezember und Januar beschränkt oder täglich nur wenige Minuten andauert. Kommen aber Frühjahr und Herbst dazu oder passiert das Ganze um die Mittagszeit, muss entweder "optimiert" werden oder die Flächen sollten frei bleiben. Weniger ist dann mehr...

Auch frei hängende Stromleitungen, die zu Dachständern geführt werden, können hier zu starken Verlusten führen! Ja nach Kabelsstärke, Abstand, Helligkeit und Verlauf des Schattens können die Einbußen marginal bis extrem sein! Am besten ist hier immer die Verlegung des Anschlusses auf die Nord-Seite. Ist das nicht möglich und der Schatten bildet sich an sonnigen Tagen deutlich auf den Ziegeln ab, sollten diese Flächen, je nach zeitlichem Verlauf frei bleiben oder eben mit Optimierern bestückt werden.

Grundsätzlich kann man mit Optimierern oder kleinen Modul-Wechselrichtern heute Dachflächen komplett, also auch Nischen, Gauben, abgewandte Stellen mit wirksam arbeitenden Solarmodulen bestücken und muss sie nicht frei mehr lassen oder "Dummies" einsetzen. 

 

 

Siehe auch Teilverschattung beim Solarmodul