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Netzgekoppelte Solarstromanlagen ©

Netzgekoppelte Solarstromanlagen

(erstmals erstellt 2015, zuletzt aktualisiert August 2020)

Die einfachste und wirtschaftlichste Art den Strom einer PV-Anlage zu nutzen, bietet nach wie vor das altbekannte netzgekoppelte System.

Diese Tatsache gilt auch noch in 2020, auch wenn es vielfach öffentlich falsch verbreitetet und verstanden wird! Die Einspeise-Vergütung sank in Deutschland in den letzten Jahren nicht mehr so stark und die Strom-Gestehungs-Kosten wurden gleichzeitig immer günstiger.

Was für Neu-Anlagen ab 2021 sein wird, weiß nur die Groko...
Immerhin unternehmen die Merkel-Regierungen seit Jahren alles, um die deutsche Solarstrom-Wirtschaft endgültig platt zu machen. Noch schraubt Minister Altmaier am "Aus der Erneuerbaren"! Zum Glück gibt es aber noch ein paar gute deutsche Hersteller und gesetzlich gesicherten Bestandsschutz.

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Prinzip - Dächer ausnutzen - Rendite - Finanzamt - Miet-Modelle - Ablauf der Vergütung - Planungsliste

Wie funktioniert das Ganze?

Solarmodule wandeln tagsüber die im Sonnenlicht enthaltene Energie in Gleichstrom. Dieser wird vom, in Reihe zusammengeschalteten, Solar-Generator zum Wechselrichter geführt, dort auf 230 V Wechselspannung oder auch für 3 Phasen auf 400 V transformiert und sofort an die Verbraucher im Haus abgegeben, bzw. evtl. ungenutzte Überschüsse in das öffentliche Netz eingespeist. 

Seit die Einspeisevergütung von Solarstrom meist niedriger ist, als der Strombezug vom Energieversorger, verbraucht man seinen sauber erzeugten Strom erst einmal selbst und spart damit den teuren Strom-Bezug (bis ca. 30 Cents, inkl. MWSt).
Nur die ungenutzten Überschüsse (vor allem mittags im Sommer-Halbjahr) gehen an das EVU und werden in Deutschland, bei Neu-Anlagen, aktuell noch
 mit ca.11 Cents/kWh (inkl. MWSt.) vergütet. Das klingt wenig, doch bei Erzeugungskosten von nur noch ca. 3 - 8 Cents ist das sehr wirtschaftlich.

In anderen Regionen Europas oder wo es, aufgrund von Alt-Verträgen, höhere Einspeisevergütungen gibt (bis zu 55 Cents/kWh), wird natürlich der gesamte, erzeugte Strom verkauft. Ein zweiter Einspeise-Zähler erfasst diese Stromlieferung, die monatlich oder auch jährlich abgerechnet wird. 
 
Die für das Haus (zusätzlich) benötigte Energie wird weiterhin vom gewählten Energieversorger bezogen und über den vorhandenen Strombezugs-Zähler angezeigt. Empfehlenswert wäre natürlich, möglichst sauberen ÖKO-Strom, z.B. von EWS, zu beziehen. 

 

Was wir schon seit Jahren wissen und unseren Kunden empfehlen, haben nun auch wissenschaftlich arbeitende Fachleute herausgefunden und fordern zur Recht: 

Macht die Dächer v o l l ! (mind. bis 9,9 kWp).

Warum? Ganz einfach:

bei einer großen, das Dach ausnutzenden, Anlage fallen kaum Mehrkosten für Anmeldung, Fracht, Montage, Inbetriebnahme u.s.w. an, als bei einer kleineren Anlage. Der Einkaufspreis für das Watt Anlagen-Leistung  reduziert sich (oft weit unter 1 Euro). Mit einer so großen Anlage deckt man selbst im Winter häufig tagsüber den gesamten Strombedarf ab, kann manchmal damit sogar Warmwasser oder etwas Heizwärme bereiten. Die gewaltigen Überschüsse werden im Sommer verkauft (anteilig ca. 50% Gewinnspanne). Man erzeugt im gesamten Jahr erheblich mehr sauberen Strom, als man selbst verbraucht! Das entlastet die Umwelt wirklich.

Will man sogar noch mehr Leistung installieren, kann man entweder 12 Monate warten, um wieder die gleichen einfachen Bedingungen zu haben oder akzeptiert die 40% anteilige EEG-Umlage (die zukünftig wieder sinkt) und eine etwas geringere Vergütung und u.U. etwas aufwendigere Installations-Bedingungen. Insgesamt immer noch sinnvoller als eine "Eigenverbrauchsanlage mit Stromspeicher".

Auch wenn man heute oft, aufgrund falscher Aussagen von Politikern und Laien, hört, dass Solarstrom sich nicht rechne oder unbedingt gespeichert werden müsste, ist die oben beschriebene Form der Photovoltaik-Nutzung auch 2020 immer noch die Sinnvollste - ökologisch, wie ökonomisch. Klingt für Manche komisch, ist aber so. Ganz sicher.

Bei um bis zu 90% gesunkenen Anschaffungs-Kosten, seit wir 1998 unsere erste Anlage bauten, kann man heutzutage schon ab ca. 1.000 Euro eine "richtige" netzgekoppelte Anlage errichten und Solarstrom, je nach Anlagen-Qualität und örtlichen Bedingungen, oftmals weit unter 10 Cents/kWh erzeugen oder eben den Zukauf (um 30 Cents/kWh) einsparen. Optimale Großanlagen erzeugen die kWh Solarstrom auch schon für 3 Cents! 

 

Somit sind auch 2020 noch Renditen von weit über 5% ganz locker drin -

und das gesichert über 20 Jahre, bei evtl. doppelter Nutzungs-Dauer! Auf der Bank gibt´s heute meist gar nix...
 

Wie das? Ganz einfaches, aber realistisches, Beispiel: 
(das kann man mit unserer Planungsliste natürlich viel genauer für den Einzelfall berechnen lassen) 

eine Solarstrom-Anlage mit ca. 3 kWp, benötigt, je nach Qualität und Technik, ca. 12 - 30 qm Fläche und kostet, im Selbstbau, zwischen 2.500 und 5.000 Euro.
Sie erzeugt an einem deutschen Standort, mit Südausrichtung, ca. 800 - 1.200 kWh/je kWp und Jahr. 

Daraus ergibt sich ein tatsächlicher Jahresertrag von ca. 2.400 - 3.600 kWh = ca. 288 - 432 Euro Einspeisevergütung. Hat man z.B. einen Stromverbrauch von ca. 3.000 kWh/Jahr ergibt sich meistens eine Selbstnutzung des Solarstromes (bei Tageslicht) von ca. 40% = ca. 138 - 208 Euro zusätzlich eingesparter Strom-Bezug! Über 20 + 1 Jahr ist diese Vergütung gesichert.

Darüber hinaus läuft die Anlage aber noch viel länger! Dagegen rechnen muss man jährliche Zählerkosten von ca. 60 Euro. Die häufig unsinnig übertriebenen Wartungskosten werden gerne mit 1% und mehr angesetzt. Doch wer seine Anlage selbst gebaut hat, kann auch einmal im Jahr nachschauen und notfalls ein bisschen sauber machen...   

Die Meisten unserer SB-Kunden hatten in den letzten 20 Jahren aber KEINE Wartungskosten. In ganz wenigen Fällen waren nach ca. 15 und mehr Jahren neue Wechselrichter fällig, die dann nicht nur gerade mal einen Bruchteil des damaligen Preises kosteten, sondern den Ertrag (wegen besserem Wirkungsgrad) nochmals anhoben. Dadurch wurde die positive Bilanz also kaum getrübt.


Somit rechnen sich die allermeisten Anlagen bereits nach weniger als 10 Jahren - häufig sogar sehr viel schneller!

Kann man sein Verbrauchs-Verhalten der Sonne anpassen (Großverbraucher wie WaMa, SpüMa, Herd, Backofen, Wäschetrockner oder geregelte Gefriertruhe laufen tagsüber), lässt sich der Eigenanteil u.U. auf ca. 60% erhöhen. Dies geht entweder manuell oder auch mit zusätzlichen Mess- und Schalteinrichtungen (die aber auch etwas kosten...). Je größer der Stromverbrauch und kleiner die Solarstromanlage, umso mehr wird anteilig selbst genutzt. Optimal wird es bei kleinen Anlagen und Gewerbe-Betrieben oder wenn man tagsüber meist zuHause anwesend ist und abends früh ins Bett geht...
Dennoch ist es natürlich am wirtschaftlichsten die Anlage möglichst groß (bis 9,9 kWp) aufzubauen - auch wenn man selbst "nur" 2- oder 3.000 kWh/Jahr verbraucht.

Natürlich kann man eine netzgekoppelte Solarstrom-Anlage auch, sofort oder später, um eine Batteriebank, (neudeutsch Solarstrom-Speicher) ergänzen,

um auch nachts seinen tagsüber erzeugten Solarstrom selbst zu nutzen oder für Stromausfälle gerüstet zu sein (Back-Up).
Zum jetzigen Zeitpunkt sorgt der dafür notwendige zusätzliche Aufwand (Batterien, Regelung, Insel-Wechselrichter & Montage) aber für erheblich höhere kWh-Preise (Aufpreis 10 Cents/kWh und mehr), als in der normalen Nutzung ohne Speicher-Möglichkeit und somit weniger Gewinn (auch wenn die Werbung zahlreicher Anbieter es völlig anders darstellt...). Wirtschaftlich (also kostendeckend) ist das aber mittlerweile in den allermeisten Fällen! Batteriestrom ist dennoch immer teurer, als nicht gespeicherter Solarstrom!

Einen zusätzlichen Strom-Speicher extra anzuschaffen, nur um "etwas mehr" Solarstrom selbst zu nutzen, ist ungefähr genauso intelligent, wie 100 km Umweg zur Tankstelle zu fahren, um 3 Cents beim Liter Benzin zu sparen... 
Der einzige, der wirklich mehr verdient, ist der tüchtige Anlagen-Verkäufer, denn hier gibt es noch richtige Gewinn-Margen und vor allem hohe Anlagenpreise. Bei einer 10 kWp-Anlage für 10.000 Euro hat der Händler evtl. 1.000 Euro verdient. Dreht er dem Kunden eine halb so große Anlage mit Speicher an, kommt die Anlage evtl. auf 15.000 Euro, an der er dann 3 - 4.000 Euro verdient... 


 

Unnötiges "Schreckgespenst" Finanzamt!

Es ist schon seltsam, aber das gilt ja heute für viele Falschreaktionen - ausgelöst durch Desinformation oder Verständnis-Schwäche...

Früher, als es noch sehr hohe Anlagenpreise, aber auch eine hohe Einspeisevergütungen gab, musste man Kunden überreden, sich beim FA als Unternehmer anzumelden. Damit konnte man den Mehrwertsteuer-Betrag (damals 16%), der oftmals höher lag als heute ein Anlagenpreis, erstattet bekommen. Gleichzeitig brauchten Finanzämter aber auch sehr lange, um zu begreifen, dass dahinter eine echte Gewinnerzielungs-Absicht steckte. Gerne versuchte man erfolglose "Liebhaberei" zu unterstellen und den Unternehmer-Status abzuerkennen.

Heute ist es genau umgekehrt! 
Jeder zukünftige Anlagenbetreiber hat Angst, er müsse sich als Unternehmer anmelden und hätte damit einen riesigen bürokratischen Aufwand und Kosten. Das stimmt nicht. Offiziell muss man mit dem FA Kontakt aufnehmen. Viele lassen es aber bleiben, weil sie für sich eine kurze, schriftliche Kosten/Ertrags-Aufstellung gemacht haben. Diese enthält, neben dem Anschaffungspreis, auch großzügig geschätzte Kosten für Abschreibung, Betrieb, Wartung, Reinigung, Versicherung und Reparaturen... 
Bei den Einnahmen kommen auch die geschätzten selbst verbrauchten kW hinzu, deren Wert z.B. mit der geringen Einspeisevergütung gleich gesetzt werden. Somit erreichen Viele, über den offiziell 20 jährigen Abschreibungs- und Betriebszeitraum, Ergebnisse, die der sogenannten "Liebhaberei" gleichkommen. Mancher gibt bei einer "Meldung" die ermittelten Werte gleich an, Andere archivieren sie, für den Fall dass sich das FA einmal meldet...   

Selbst wenn man die Anlage als Unternehmer betreiben will oder muss:
der alljährliche Aufwand hält sich sehr in Grenzen und benötigt in aller Regel keinen Steuerberater. Im zweiseitigen Elster-Formular "S" des FA werden nur wenige Stellen ausgefüllt. Gewerbesteuer, wenn überhaupt, fällt nur für, als Gewerbe angemeldete, Groß-Anlagen über 100 kWp an. Wer die Kleinunternehmer-Regelung wählt, hat auch nichts mit der Umsatzsteuer zu tun. 

 

Ausführlicher behandeln wir dieses Thema, seit 1999, auf unserer Homepage

  



Vorsicht bei Miet-Modellen!

Wir sagen es unseren Interessenten schon seit Jahren...

Aber wer sich nur oberflächlich informiert und sich keine Zeit für Details und Hintergründe nimmt, wird schnell das Opfer von unseriösen Geschäftemachern. Und Die springen auch schon immer mal in die Solarbranche, auf der Suche nach gutgläubigen Käufern, ohne Taschenrechner. Wichtig ist den Verkäufern die Unterschrift (im Laden oder auf der Messe) und die Ratenzahlung. Ob und wann die Anlage auf´s Dach kommt und Energie macht - egal... 

Ein großer Anbieter (MEP, später RexXSPI GmbH) ist schon in Insolvenz. Andere hangeln sich so durch und treiben ihre provisionsbezahlten Verkäufer zu aggressivem Auftreten bei Kunden, immer unterm angeblich grünen Deckmantel.

Manche machen es ihnen aber auch einfach:
wer 20 Jahre lang Wucher-Mieten zahlt, die den Wert einer Solarstrom-Anlage schon nach wenigen Jahren übersteigen, sich nicht für realistische Ertragswerte interessiert, aber jeden Service-Aufpreis akzeptiert, schließt schnell einen Vertrag ab, der sich kaum rechnen kann. Fällt man dann noch auf die ganz besonders schwarzen Schafe herein, legt man u.U. sogar ein paar Tausender drauf.

Fazit:

wer nur sein Dach sinnvoll nutzen lassen will, kann das natürlich machen. Die Umwelt freut sich über jede Anlage!
Ansonsten nimmt man sich die Zeit für seriöse Informationen und hat das Geld für eine eigene Netz-Anlage (ab ca. 1.300 Euro), 
wählt alternativ eine Mini-Anlage (ab 350,00)
oder man lässt es besser bleiben...

Solarstrom auf Pump lohnt in viele Fällen nicht wirklich! Nur für den Verkäufer...
Wer es dennoch riskieren will: Augen auf und genau das Kleingedruckte lesen. Nicht jeder Anbieter ist unseriös, aber Viele sind sehr unerfahren.

 


 

 

Das Ende der EEG-Einspeisevergütung für Solarstrom

20 Jahre sind eine lange Zeit. Das hält ja ewig. Denkste!

Ende 2020 werden die ersten Solarstrom-Anlagen in Deutschland aus dem EEG genommen!
Das heißt, diese Anlagen, obwohl meist noch am Laufen (häufig sogar sehr gut), dürfen nicht mehr, gegen Vergütung, in das öffentliche Netz einspeisen.
 
Leider hat in Berlin sich bisher niemand Gedanken gemacht, was dann sein wird. Natürlich haben diese Anlagen ihr Geld meist schon lange verdient und den stolzen Solar-Pionieren der Jahrtausend-Wende ihren Einsatz lohnend vergütet. 
Aber die Anlagen laufen eben noch und wenn sie abgeschaltet werden müssen, vergeudet man diesen Strom, der bisher verfügbar war. In 2020 wird das kaum auffallen. Aber in 2, 3 Jahren werden auch die Anlagen der Boom-Jahre dazu kommen und dann sind wir schnell im Gigawatt-Bereich, der sich vor allem im Sommer bemerkbar machen wird.

Es ist peinlich, was in Berlin abgeht und schade, dass die allermeisten Netzbetreiber bisher keine Angebote machen, die wenigstens einen kostenfreien Weiter-Betrieb ermöglichen. Solar-Verbände fordern nun Lösungen in Berlin, bzw. von den Netzbetreibern, doch man weiß nicht, wann und ob etwas vernünftiges dabei heraus kommen würde. Die einfachste Lösung und Forderung wäre der Weiterbetrieb (also Volleinspeisung) für mind. 6 Cents/kWh. Das klingt nicht viel. Ist bei abgeschriebenen (bezahlten Anlagen) aber ein Satz, der den Betrieb ohne Kosten, u.U. auch mit kleinen Gewinn ermöglicht. 
Eine 2 kWp-Anlage, die einmal ca. 12.000 DM kostete, erzeugt heute u.U. noch 1.400 - 1.800 kWh/Jahr. Bei 6 Cents wären das 84 - 108 Euro + MWSt. Davon könnte also selbst die übliche Zähler-Gebühr (um 60 Euro) noch bezahlt werden.
 
 
Aber Mancher will nicht warten oder sich auf so einen Deal einlassen, denn immerhin kostet die kWh Egal-Strom heute mind. 25 Cents, also Öko-Variante auch 30 und mehr.
Also macht es Sinn, die Anlage weiter zu betreiben und den Strom selbst zu nutzen. Dafür gibt es eine Vielzahl an Möglichkeiten, die aber alle auch neue Kosten verursachen:
 
 

die Günstigste: Solarstrom verheizen

die Anlage wird abgeklemmt, der Wechselrichter kann u.U. als Ersatz verkauft werden.
Die Solarmodule arbeiten dann auf einen besonders geregelten E-Heizstab im Pufferspeicher oder auch E-Boiler. Kosten hierfür beginnen bei 500 Euro.
Selbst mit der kleinsten Anlage kann man dann meist sein sommerliches Warmwasser zu 100% bereiten, mit einer größeren Ausführung kommt man auch ins Frühjahr und den Herbst. Und mit großen Anlagen ab 10 kWp ist vielleicht auch ein bisschen Heizungsunterstützung in den Übergangszeiten drin. 
 

Die Einfachste: Umbau auf Inselanlage

die Anlage wird abgeklemmt, der Wechselrichter kann u.U. als Ersatz verkauft werden.
Die Solarmodule laden dann über einen passenden Solarladeregler eine Batteriebank aus der dann mittels passendem Insel-Wechselrichter der Strom entnommen werden kann. In der einfachen Ausführung hat man hinter dem Wechselrichter ein eigenes kleines Netz (mit Kabeltrommel, o.ä.). In der Besseren lässt man sich vom Elektriker eine Umschalteinrichtung einbauen, die es ermöglicht, entweder Strom vom öffentlichen Netz zu beziehen oder seinen Inselstrom ins Haus zu bringen.
Kosten hierfür beginnen bei ca. 1.000 Euro.
Mit der kleinsten Anlage kann man evtl. im Keller ein paar Verbraucher ganzjährig betreiben. Bei Größeren kann u.U. weiterhin ein Großteil des Tagesbedarfs (vor allem im Sommerhalbjahr) gedeckt werden. Der Batteriestrom verteuert aber den kostenlosen Solarstrom immens.
Der Insel-Betrieb ohne Insel-Wechselrichter klingt günstiger. Doch für einen verlustreichen DC-(also 12 oder 24 V)Betrieb müssten erst neue Geräte angeschafft werden. 
 

Die Effizienteste: Repowering (Neubau)

Auf gleicher Fläche lässt sich heute meist einiges mehr an Leistung unterbringen. Waren damals 12 - 15% Wirkungsgrad üblich, liegen wir heute bei 25 - 23%. D.h. wo früher 3 kWp waren, können nun u.U. bis 5 kWp aufgebaut werden, für ein Fünftel des damaligen Preises. Mittlerweile fallen einige Zusatzgeräte (Trennstelle, Überspannungsschutz, Einspeisemanagement) an, die dafür sorgen, dass der Elektriker dennoch kommen muss. Das Montagegestell kann u.U. weiter genutzt werden, mit ein paar Anpassungen.
Die Anlagen-Kosten (hier ca. 5.000 Euro) können z.T. aus dem Verkauf der alten Solarmodule (je nach Typ sehr stark nachgefragt) gedeckt werden. Vor allem im Einzelverkauf (100 Euro das Stück...). Man hat dann wieder für 20 + 1 Jahre die aktuellen Vergütungssätze, die für ca. 5% Rendite sorgen.
 

Die Normalste: einfacher Weiterbetrieb

Der Strom fließt weiterhin ins Netz und wird dort genutzt. Es erfolgt aber keine Vergütung mehr dafür. Das muss aber mit dem EVU/Netzbetreiber abgeklärt werden.
 

Die Logischste: Weiterbetrieb mit Eigennutzung

Der Anschluss wird vom Elektriker umgeklemmt und tagsüber der erzeugte Solarstrom erst einmal selbst verbraucht. Was nicht genutzt wird, geht ins Netz - ohne Vergütung. Auch das muss dem EVU gemeldet werden.
Bei Kleinstanlagen könnte man theoretisch die "Regel" für Mini-Anlagen anwenden und einen einfachen, aber festen Anschluss, außerhalb des Zählerkastens vornehmen. Auch wenn einseits von max. 600 VA die Rede ist, heißt es andererseits 16 A = 3680 W... 

 

Die Aufwändigste: Weiterbetrieb mit vollständiger Selbstnutzung

Der Anschluss wird umgeklemmt und tagsüber der erzeugte Solarstrom erst einmal selbst verbraucht und/oder eine zusätzlich angeschaffte Batteriebank geladen. Abends wird der Strom daraus entnommen - über einen zusätzlichen Insel-Wechselrichter. Wird kein Strom verbraucht und die Batterien sind voll, geht der Überschuss ins Netz - ohne Vergütung. 
 

Die Schlechteste: Abbau und Entsorgung

Wenn auf dem Dach plötzlich kein sauberer Strom mehr erzeugt wird, wäre schon sehr schade. Benötigt man für den Abbau Solarteure oder Dachdecker fallen Kosten an. Die Entsorgung müsste, aufgrund der wertvollen, recyclingfähigen Materialien, eigentlich kostenlos möglich sein. Viel eher kann man sogar die Komponenten für kleines Geld nochmals verkaufen (vor allem einzeln).

 

Noch nicht Spruchreif: Abnehmer-Wechsel

Der Strom wird "theoretisch" nicht mehr an den örtlichen Netzbetreiber/EVU verkauft, sondern an einen ökologischen Stromanbieter. Ob das klappt und die Kosten noch deckt, wird man sehen. Der Aufwand für Messung und Abrechnung wird aber wahrscheinlich bei Kleinanlagen bis 5 kWp die Kosten kaum decken. 

 

Hier erklären wir die einzelnen Nutzungsarten von Solarstrom mit Nennung der Vor- und Nachteile:

https://www.oeko-energie.de/shop1/de/Solarstrom/Solarstrom-Wissen/die-unterschiedlichen-solarstrom-techniken/


 

Unsere Planungsliste für netzgekoppelte Solarstromanlagen finden Sie hier: