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Auf den Stromverbrauch achten! ©

(erstmals eingestellt 2001, fortlaufend akualisiert - zuletzt März 2020)

Solarmodule sind heute um bis zu 90% günstiger. Auch das Zubehör ist teilweise nur noch halb so teuer. Daher machen sich viele Interessenten einer Inselanlage keinerlei Gedanken zum Stromverbrauch. 

Doch spätestens wenn verschwenderische Energiemengen auch im Winter, über Nacht oder für mehrere Tage sicher benötigt werden, explodieren die Kosten bei den Batterien und u.U. auch bei Reglern oder Wechselrichtern. Manchmal ist für riesige Solargeneratoren auch gar kein Platz vorhanden!

Dabei ist es doch eigentlich ganz einfach:
wer clever ist, verheizt den Strom nicht, ersetzt energieintensive Geräte durch Sparsame (Licht, Kühlschrank, Pumpen, Media,...) und schaltet nachts oder bei Abwesenheit "aus".

 

Man kann Strom so oder so gebrauchen/verschwenden:

Geräte  Verschwenderisch   Sparsam   Clever organisiert
Beleuchtung 200 Watt x 6 h 1200   40 Watt x 6 h 240   20 Watt x 5 h 100
Kühlschrank   1000   Energiesparmodell 300   Energiesparmodell klein 180
Kühltruhe   1500   Energiesparmodell 600   entfällt 0
Kochen 2000 Watt x 2 h 4000   Gas 0   Gas 0
Waschmaschine 3000 Watt x 1 h 3000   Solarwärme 400   Solarwärme 200
Spülmaschine 3000 Watt x 0,5 1500   Solarwärme 200   Solarwärme 100
Microwelle 1000 Watt x 0,3 200   800 Watt x 0,2h 160   entfällt 0
Haartrockner 1500 Watt x 0,3 450   800 Watt x 0,3h 240   500 Watt x 0,25h 125
Staubsauger 1500 Watt x 0,3 450   800 Watt x 0,3h 240   500 Watt x 0,25h 125
Fernsehen / Sat 180 Watt x 5h 900   60 Watt x 5h 300   40 Watt x 4h 160
Musik 250 Watt x 4h 1000   50 Watt x 2h 100   25 Watt x 2h 50
Standby-Verluste Video/ TV/ Sat, Telefon, u.s.w. 41 Watt x 24h 984   Steckerleiste "Aus"! 0   Steckerleiste "Aus"! 0
Heizungsumwälzpumpe 60 Watt x 24h 1400   getaktet geregelt 180   Effizienzpumpe geregelt  90
Kleinverbraucher NonStop 500   geregelt 250   geregelt 250
Computer 100 Watt  14 h 1800   Laptop mit Sparmodus 250   Tablett 50
  Tagessumme in kWh   19,88     3,46     1,43



Für den einen Haushalt bräuchten wir im Winter in Deutschland eine PV-Anlage mit 50.000 Wp = kaum bezahlbar (vor einigen Jahren sogar unmöglich...)

Für den sparsamen Haushalt reichen evtl. schon 5.000 Wattpeak, wobei wir dies dann mit Wind und einem kleinen Notstromer unterstützen würden.

Der energieoptimierte, clevere Haushalt kommt evtl. an den meisten Tagen mit einer 2 kWp-Anlage hin und akzeptiert für die dunklen Tage eine leichte Unterdeckung (Verzicht) und lädt die Batterien, im winterlichen Notfall, effizient per Notstromer nach.

In südeuropäischen Ferienhäusern versorgen wir solche Haushalte noch sparsamer, verzichten auf Manches, berücksichtigen die zeitweilige Abwesenheit und benötigen evtl. nur noch 1.000 Wp PV-Leistung plus Windgenerator und Mini-Notstromgenerator für alle (Winter-)Fälle. Dies ist dann meist billiger als ein "normaler" Stromanschluss, viel umweltfreundlicher und manchmal auch noch versorgungssicherer....

In, nur im Sommerhalbjahr genutzten, WoMo`s, Gartenhütten und Wochenendhäusschen kann man sicherlich auf Vieles hiervon verzichten und Anlagen mit 100 - 200 Wp reichen sehr oft aus. Aber es kommt eben immer auf den jeweiligen, persönlichen Fall an...

Grundsätzlich gilt auch hier das 80/20-, bzw. Pareto-Prinzip. Siehe auch Speicher wirtschaftlich dimensionieren