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Aufbau großer Akku-Banken ©

Wer mehr Strom verbraucht, benötigt mehr Batterie-Kapazität. 

Für immer mehr Anwendungen sind altbekannte Größen (100 Ah/12V) längst nicht ausreichend. Ständig neu zu kaufen, ist ökologisch, wie ökonomisch nicht empfehelnswert. Dann muss man umdenken. 

Eine "Große" (250 Ah) ist grundsätzlich besser, günstiger und umweltfreundlicher als viele "Kleine". Geht es aber aus Platz-, Kapazitäts- oder gar Gewichtsgründen nicht anders, sollte man einiges beachten:

Eine Parallel-Verschaltung (also mehrere Batterien nebeneinander zu 12 V-Spannung = Plus mit Plus und Minus mit Minus) ist dabei "ungesünder", als eine Reihenschaltung (also 2 x 6V Batterien hintereinander zu 12, bzw. 2 x 12 zu 24 V = Plus mit Minus verbinden), da durch Ausgleichsströme eine evtl. "schlechtere" Batterie, auf Dauer, die Gute "ansteckt", weil sie von der Anderen immer wieder nachgeladen wird. 

Doch hier gehen die Meinungen und auch Entscheidungen auseinander, denn selbst bei einer defekten Batterie bliebe eine parallel geschaltete Batteriebank (noch) bedingt nutzbar. Dagegen sinkt bei Reihenschaltung, durch den Defekt einer Zelle, die Spannung meist sofort zu weit absinkt, um einen Betrieb zu ermöglichen (z.B. 12 V = 6 x 2 V. Ausfall einer Zelle = 10 V). 

In Internet-Foren kann man gar lesen, dass es so etwas wie Ausgleichströme gar nicht gäbe. Wie eine Batterie dann beladen werden kann oder gar ein Auto dem anderen Starthilfe geben kann, bleibt das Geheimnis dieser Leute...

Bei größeren Kapazitäten ist eine Kombination, also Reihen/Parallel-Schaltung oft unumgänglich. 
Hier werden dann z.B. jeweils 2 Batterien über +, bzw. die anderen über - verbunden und diese beiden Gruppen über + mit -. Wo eine größere Kapazität erforderlich ist, aber  auch keine 2V-Typen verwendet werden sollen (mobile Anwendungen), empfehlen sich die 6 V-Typen. Mit z.B. 4 Stück in Reihe kann man dann hohe 24 V-Werte realisieren. Für 48 V wären es dann 8 Stück in Reihe. Gerne nehmen wir dabei z.B. Sonnenschein Dryfit Block.

Große Batteriebanken, vor allem bei ortsfesten Anwendungen, sollten natürlich auch nur mit großen Spannungen realisiert werden. Neben den vielen Vorteilen bzgl. Kosten und Effektivität der Wechselrichter und Solarladeregler, gilt hier vor allem der geringere Strom, der bei 24 oder 48 V ja nur noch halb oder gar ein Viertel so groß ist, gegenüber dem, zwar beliebten aber nicht so ganz sinnigen, 12 V-System. Wie beim Peukert-Effekt beschrieben, sorgt dies dafür, dass die Batterie schneller entleert wird, als an tatsächlicher Energie genutzt wurde.

Nur gleiche Typen miteinander verschalten!

Wenn Batterien DIREKT parallel oder seriell miteinander verbunden werden, sollten diese möglichst identisch sein (gleicher Typ, gleiche Größe, gleiches Alter). Dies bezieht sich nicht auf Fahrzeuge, bei denen unterschiedliche Stromkreise (Boardnetz und Starter) mit unterschiedlichen Batterien betrieben werden. Diese Batterien sind nur zeitweise (während der Ladung) miteinander verbunden und werden bei Entladung getrennt. 

Kein Platz für eine größere Batterie?
Dies hören wir immer als Begründung für unsägliche Parallel-Schaltungen mit 3 oder noch mehr kleinen, manchmal gar unterschiedlichen, Batterien, die sich in einem WoMo unter den Sitzen befinden oder ähnliches. Daher empfehlen wir immer, auch bei vorhandenen Fahrzeugen oder Gegebenheiten, den Aufbauort der Batterie neu zu überdenken. Häufig findet sich ein Platz für eine größere Type, die dann insgesamt günstiger ausfällt. Dafür wandert dann irgend ein Einbauteil an den bisherigen Batterieplatz.
Wir selbst haben das schon dreimal in einem eigenen Bus gemacht und aus 1 oder 2 kleinen 80 ern, dann Platz für eine 240 er geschaffen. Heute kann man das aber u.U. auch ein bisschen durch die erheblich günstiger gewordenen Solarmodule ausgleichen. Das ist aber kein Grund nach Billig-Schrott zu schauen... Positiver Nebeneffekt: sind die Batterien nicht mehr unter einem Sitz versteckt, kann man sie auch besser "Warten" - die Grund-Voraussetzung für ein langes Batterie-Leben!