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Anmeldung, Anschluss und Montage von Mini-Netz-Anlagen ! ©

Anmeldung - Anschluss - Montage

 

Anmeldung einer Mini-Netz-Anlage - der Energieversorger - das verständnislose Wesen...

Grundsätzlich müssen MINI-Netz-Anlagen nur beim Netzbetreiber und der Bundesnetzagentur/Marktstammdatenregister angemeldet (nicht beantragt) werden. Aber....

Wie schon beschrieben, haben viele EVU (heute eher die Netzbetreiber) in Deutschland lange Zeit, mit allen Mitteln, versucht, netzgekoppelte Solarstromanlagen zu verhindern. Im Laufe der Zeit wurden immer wieder neue Hürden aufgebaut. Nicht anders war es mit diesen Klein-Anlagen. Und lange Zeit konnte man sie hier auch erfolgreich verhindern.
Die Entwicklungen der letzten Jahre haben die Situation für Interessenten erheblich verbessert, aber ganz aktuell sieht es manchmal wieder ungünstiger aus und Manche bekommen, auf den ersten Blick, große Felsen in den Weg zur eigenen Solarstrom-Versorgung gelegt.
Denn, obwohl die in Deutschland üblicherweise eingesetzten Geräte immer wieder die Gleichen sind und den Energieversorgern somit diese, immer gleichen, Unterlagen heute schon MILLIONENFACH vorliegen, fordern sie alles bürokratisch über ihre Standardformulare ein. Damit übertreiben es Manche dann auch ein wenig und verwenden selbst für diese Mini-Anlagen die gleichen ausführlichen Antrags-Formulare wie für normale Groß-Anlagen - die natürlich ganz andere Bedingungen aufweisen können. Dabei werden dann auch manchmal Dokumente verlangt, die man heute gar nicht mehr benötigt oder auch mal zig Seiten umfassen können und nicht 100% geregelte Vor-Normen werden nach Belieben ausgelegt...

Das könnte z.B. auch den Netz-und Anlagen-(NA-)Schutz betreffen. Bis 2012 reichte eine normale, in den allermeisten Wechselrichtern eingebaute ENS (Einrichtung zur Netzüberwachung mit zugeordneten Schaltorganen). Mittlerweile schreibt die aktuelle VDE AR-N 4105 eigentlich vor, das mit zusätzlichen Kuppelschaltern getrennt wird. Dies ist in typischen, kleinen Mikro-Wechselrichtern nur bedingt möglich und würde dann einen externen NA-Schutz bedeuten. Sollte dies tatsächlich vom EVU gefordert werden und man will dem nachkommen, sollte der installierende Elektriker dieses, nicht billige, Schaltgerät beistellen und dazwischen anschließen.

Immer noch verlangen einige EVU´s, dass man einen neuen Zweirichtungs-Zähler setzen lässt. Somit hat der Elektriker dann schon ein bisschen zu tun und die kleine Investition verteuert sich ganz schnell. Andere haben "eigene" Größenvorgaben oder schreiben eine maximale Modullleistung vor, obwohl es tatsächlich nur um die Wechselrichter-Einspeiseleistung (600 VA) geht! Nicht jeder Mitarbeiter beim EVU weiß auch von was er da spricht...

Diesen überholten, bzw. falschen Forderungen kann man aber widersprechen!

Nicht nur deshalb nennt man diese kleinen Systeme "Guerilla-Anlagen", weil nicht wenige Anlagenbetreiber die manchmal seltsamen EVU-Auflagen ignorieren und einfach machen...  Andere wollen unverständlicherweise keinesfalls eine "normale Netzanlage" (obwohl viel wirtschaftlicher), sind aber bereit auf diese gesamten Forderungen einzugehen und bauen dann unwirtschaftliche Systeme auf...

Mancher Energieversorger ist aber mittlerweile auch soweit und akzeptiert eigene kurze "Info-Anmeldungen", wie wir sie unseren Kunden, zusammen mit Anleitung und Dokumenten, nach Kauf (!), zur Verfügung stellen. Im Anfrage-Stadium aber noch nicht - weil nicht nötig und zu aufwändig.

Jeder Anlagenbetreiber ist dazu verpflichtet seine Anlage beim Netzbetreiber und der Bundesnetzagentur anzumelden!
Hat er das versäumt, muss er es nachholen. Während bei einer normalen Netzeinspeisung man u.U. erst einmal keine Vergütung erhält, gibt es bei der kleinen Anlagen-Variante keine weitergehende Strafe. Es handelt sich zwar um eine Ordnungswidrigkeit, doch bis heute ist kein Fall bekannt, in dem eine Geldstrafe verhängt wurde. Nebenbei ist es auch recht schwierig den Betrieb einer solchen Mini-Anlage nachzuweisen (Module alleine sind kein Hinweis, es könnte sich ja auch um eine anmeldefreie Inselanlage handeln). Den Kommunen ist das egal und die Energieversorger haben Besseres zu tun. 

 

 

Anschluss an das Hausnetz

Heutzutage haben 99% aller Solarmodule und Wechselrichter berührungssichere Steck-Systeme. Modulwechselrichter (wie hier der Aeconversion) und das Solarmodul werden also einfach durch berührungssichere, unverwechselbare Steckerkabel (Plus/Minus) verbunden. Das kann und darf jedermann (und auch eine Frau). Mehrere Module werden, je nach Wechselrichter, entweder parallel oder in Reihe angeschlossen - einfach per Stecker/Buchse.

Will man die Solarmodule getrennt voneinander montieren, muss man auf separate Montagegestelle achten und u.U. die Solarkabel (meist 1 m) etwas verlängern. Das geht entweder mit losem Solarkabel und unseren Anschluss-Sets oder fertigen Brückenkabel, die es in veerschiedenen Längen (2, 5, 10, 15 m,.. gibt).

Die anschließende Verbindung "Modulwechselrichter zum Haus-Netz" hat mit der Mini-Solarstromanlage eigentlich nichts zu tun und wird bauseits (am besten durch den Elektriker) erledigt, da jede(r) andere Bedingungen und Wünsche hat (Länge, Farbe, Art des Kabels und des Steckers...). Das gibt es aber bedarfsgerecht auch im örtlichen Handel.

Wir liefern hierzu bei den beiden EVT-Typen eine schraubbare AC-Buchse, die am Wechselrichter das normalübliche dreiadrige Netzkabel (meist bauseits) aufnehmen kann.
Bei der AP600YC-Variante ist, je nach Wunsch, ein 1 oder 4m langes Kabel, mit offenem Ende oder auch unterschiedlichen Steckern, dabei. Notfalls kann dies auch bauseitig verlängert werden. 
Weiterhin gibt es zu manchen Wechselrichtern auch "fertige" Anschlusskabel (mit Schuko- oder Wieland-Stecker), die aber nur wirklich Sinn machen, wenn die fertige Länge (meist 5 m) auch zum Verlegungsweg passt...  
Ansonsten kann natürlich jede Variante bauseits auch wieder geändert werden (also z.B. ans offene Kabel einen Schuko- oder Wieland-Stecker oder der zusätzliche Stecker kommt wieder ab und ein Festanschluss in Dose oder Schalter wird vorgenommen). Nur am Solarmodul sollte man nicht unbedingt den Kabelstecker abschneiden, da damit die Herstellergarantie entfällt

Da eine Mini-Netz-Anlage die nächsten 20 und mehr Jahre eigentlich pausenlos von morgens bis abends arbeitet, also Strom macht, gibt es eigentlich keinen Grund für eine teure Stecker-oder Schalter-Variante...  


In der bisherigen Vor(!)-Norm vorgeschrieben ist eigentlich eine "feste Verbindung", wie sie z.B. an einer Verteiler- oder Geräte-Dose (Herd) vorgenommen werden kann. Also wäre eine Schuko-Dose in Deutschland eigentlich nicht ausreichend - auch wenn es keine Verpolungs- oder Berührungsprobleme geben kann.
Doch man kann diese bisherige Vornorm auch anders auslegen (wie z.B. die DGS) und eine Schuko-Dose, die über eine "Kennzeichnung der Leitungsreserve" verfügt, genauso als zulässig ansehen. Zudem kann ja auch nur das Schuko-Prinzip wirklich dem "Plug & Play"-Begriff (ohne Elektriker) gerecht werden.

Wir stellen fest, dass wer Guerilla macht, sich sowieso nicht dafür interessiert. Mittlerweile zigtausendfach... 
Alternativ schreibt diese aktuelle "Vor-Norm" (!) DIN VDE V 0628-1 eine "spezielle Energiesteckdose" vor. Dies kann z.B. eine Gesis-Dose mit Wieland-Buchse oder auch eine blaue CEE-Stecker/Dose-Kombination sein (bekannt aus dem Camping-Bereich), die es beide als Aufputz- oder Unterputz-Version gibt oder eine einzelne, kleine Wieland-Buchse wird in einer eigenen Aufputzdose integriert. Wir finden, wenn es außen einen Stecker geben soll, die CEE-Variante besser, weil günstiger und robuster. Da können z.B. Kinder nicht viel dran herum spielen...
Je nach Ausführung liegen die Kosten hierfür bei ca. 10 - 50,00 Euro. Das vom Wechselrichter kommende Kabel (UV-beständig!) wird dann entweder an dem festen Dosenanschluss oder der passenden Steckdose angeschlossen. Fertig.

Es sind keine Arbeiten am Zählerkasten notwendig!
Aber das Setzen einer Anschlussdose (egal welcher Art) oder das Verkabeln eines Zwischenzählers ist, genauso wie der Anschluss einer Lampe, o.ä., eigentlich immer Sache des Elektrikers! 
Somit wäre "echtes Stecken" (ohne Verkabeln und Elektriker) nur mit der Schuko-Variante möglich. Jede andere Steckdose oder Zwischenschalter müsste ja erst einmal (vom Elektriker) gesetzt werden! Wer aber sowieso die Verkabelung im Haus selbst gemacht hat, wird wohl auch diese besonderen Arbeiten dann selbst vornehmen. 

 

Gesis/Wieland-Prospekt   
 

Die Einspeisung in das Hausnetz erfolgt dann über den einphasigen Mikro-Wechselrichter. Grundsätzlich versorgt er dann nur Verbraucher, die auf dieser Phase angeschlossen sind. Gibt es aber, wie üblich, einen modernen, saldieren Zähler im Haus, erfasst er alle "Zu- und Abgänge", egal auf welcher Phase eingespeist oder verbraucht wird. Nur die ungenutzten Überschüsse werden weiterhin ungezählt an das öffentliche Netz abgegeben.
Alte Scheiben-Zähler, ohne Rücklaufsperre, würden dann rückwärts laufen. Das ist nicht zulässig, aber auch schwer nachprüfbar. Hier würde ein Zähler-Wechsel vorgeschrieben werden, den der Elektriker ausführen muss. 

 



 

Richtig montieren!


Man kann nicht einfach beliebige Solarmodule, "irgendwie" an einem Geländer, Fassade oder so befestigen.

Immerhin geht es hier um Glas, das bei einem theoretisch möglichen Absturz wegen Sturm, Schnee, Hagel, Vogel, Stein, ... herunterfallen und Menschen verletzen kann! Ein großes Solarmodul vergrößert die Wind-Angriffsfläche enorm. Daher bedarf es der richtigen, sturmsicheren Montage, mit geeigneten Klemmen.
 

Überkopf-Verglasungen

Nur die teureren Doppelglas-Solarmodule sind offiziell hierfür (an Wand, Fassade, Geländer,...) zugelassen!
Was man evtl. auf dem eigenen Grundstück macht, mag eine Sache sein. Hängen die Solarmodule, an der Straße, im öffentlichen Raum, ist es eine Andere! 
Nur weil 08/15-Anbieter hierauf nicht hinweisen, heißt das nicht, dass es so einfach erlaubt ist.

 

Solarmodule über 2 qm Gesamtfläche benötigen eine Bauart-Zulassung!

Dies gilt aber nur bei Montagen auf dem Dach oder am Gebäude - nicht für frei aufgestellte Solarmodule! 
Interessiert hat das bisher zwar Niemanden, obwohl es seit 15 Jahren Module gibt, die mehr als 2 x 1 m Maß haben und die zigtausendfach verbaut sind. Aber mit der nun stetig wachsenden Zahl an Modulen dieser Größe könnte sich das ändern. Spätetens wenn man nicht selbst montiert, sondern einen Dachdecker beauftragt, könnte es sein, dass er das ablehnt, weil er es ohne Zulassung nicht darf. Weiterhin müssen auch die Glasbau-Regeln eingehalten werden.  

 

Grundsätzlich sollte man auch immer vorher erst einmal seinen Vermieter fragen...
 


Für jede Befestigungs-Variante haben wir auch das passende System!

Siehe ausführlicher unter Solar-Montagesysteme 

Grundsätzlich sind die teils vormontierten Gestelle (vor allem für Boden und Fassade) recht einfach zu montieren:


Man klappt die Ständer auf, dreht die Schrauben mit den Klemmen rein, legt die Module drauf und dreht fest. Wenn nicht mit dem Untergrund verschraubt/verklemmt wird, muss entsprechend beschwert werden. Auch auf einem geschützten Balkon. Denn der nächste Orkann kommt bestimmt irgendwann!

Nur auf steilen oder hohen Dächern und bei besonderer Eindeckung sind Aufwand und Schwierigkeit bei der Montage größer. Nach der Aufstellung werden die Solarmodule aufgelegt und mit den Halteklemmen befestigt. Je nach Bedingung ist dann schon der Mikro-Wechselrichter an einem Modul befestigt oder dies wird nun dort oder am Gestell (mit bauseitigen Schrauben) vorgenommen. Das war´s schon!


Wird mit Montagegestell bestellt und Schrägdach ausgewählt, gehen wir davon aus, dass es sich um eine normal übliche Variante (ähnlich Frankfurter Pfanne) handelt und die Eindeckung mit normalen Dachlatten-Abständen vorgenommen wurde, so dass ca. 10 cm Ankerlänge ausreichen. Der Sparrenabstand liegt zwischen 50 und 100 cm. Bei abweichenden Bedingungen (Eindeckung, Ziegelüberhang, Sparrenabstand) benötigen wir eine Angabe in der Bestellung unter HINWEISE.
Hat man 2 Solarmodule werden Diese in der Regel, "hochkant nebeneinander" oder "waagrecht übereinander" montiert, für ein einheitliches Bild, weniger Montageaufwand und kürzestmögliche, direkte Kabelverbindung. 
Der Mikro-Wechselrichter wird dann wahlweise direkt am Solarmodul, dem Montagegestell oder auch an einer geschützten Wand befestigt (immer mit bauseitigen Schrauben). Andere Varianten verursachen mehr Aufwand, weil mehr Schienen und Befestigungspunkte.

Jede andere Montageart (Welldach, Trapez, Flachdach, Boden, Wand, Mast, ...) ist nach Absprache natürlich auch möglich.

Geht es wirklich um ein Balkon-Geländer, so kann es keine einheitliche Montage geben, denn jedes ist anders!
Am Einfachsten ist es, mit 2 senkrechten Schienen zuarbeiten, die bauseits mit dem stabilen(!) Balkon-Geländer verbunden (verschraubt) werden und an denen die Solarmodule sicher verklemmt werden. Möchte man sinnvollerweise abständern (für besseren Solarertrag), müssen die Grundschienen des Gestelles mit dem Geländer verschraubt werden (bauseits).

 

Wir hätten hier die Solarmodule mit Tric F quer montiert oder evtl. sogar auf dem Boden aufgeständert:


Die beiden Kunden wollten aber lieber "hochkant", wählten dafür das Tric F 45-Bodengestell und drehten es um 90°.

Wichtig ist dabei, dass die bauseitige Befestigung an Fassade oder eben stabilem Geländer ordentlich durchgeführt wird:

Denn wenn hier ein Orkan von vorne oder gar hinten (Norden) kommt, hat er viel Angriffsfläche.

 

Nicht ausreichend sind irgendwelche "Einhäng-Vorrichtungen", ähnlich der beliebten Balkon-Blumenkästen!
Modulgewicht und Windangriffsflächen sind viel größer, als das ausreichend wäre - auch wenn man es im Netz finden kann! Man kann jedoch die o.g. senkrecht verlaufenden Modulschienen mit (Hammerkopf-)Schrauben und stabilen Stahl-Lochbändern versehen, um sie oben um stabile Rundläufe zu legen und unten widerum mit Geländer oder Rückwand zu verschrauben. 
Auch ein getrenntes Verschrauben direkt am Modulrahmen ist nicht wirklich empfehlenswert. Wird abgeständert oder der Wind kann sonst "zugreifen" und wackeln lassen, wird früher oder später, durch das ständige Hin und Her, der Rahmen und das Modulglas "Luft" bekommen und nach vielen Jahren kann es zum Ablösen kommen. Frühere Freiaufstellungs-Vorrichtungen, ohne verklemmte Querschienen, zeigen das heute auf. Bei am Balkon hängenden Solarmodulen dürfte der Effekt schneller und größer werden. Auch wenn es 10 Jahre gut ging. Wenn irgendwann das Moduln abstürzt, kann es gefährlich und teuer werden...


 

Möchte man, für einen etwas ausgeglicheren Energieertrag über den Tag, die Solarmodule nach Ost und West ausrichten,
muss man auf Mikro-Wechselrichter mit 2 MPP-Eingängen achten, wie z.B. EVT 560 oder APS 600. Alternativ nimmt man 2 getrennte Geräte mit ca. 300 W, sonst würden die getrennt ausgerichteten Solarmodule sich, in einer Reihenschaltung, gegenseitig negativ beeinflussen. Das Montagegestell muss dann natürlich auch getrennt sein (normal bei Tric F quer, anzugeben bei Tric A).