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Erträge, Garantien, Grundlast, Leistung und Wirtschaftlichkeit ©

Erträge, Garantien, Leistungen und Wirtschaftlichkeit

(erstmals erstellt 2017 - zuletzt aktualisiert November 2022)


Garantie​n

Verunsicherte Menschen fragen häufig, ob solche Mini-Netz-Anlagen denn auch eine Garantie hätten?

Völlig unabhängig vom Produkt gelten in Deutschland immer 2 Jahre Gewährleistung durch den Händler! 
Da eine Anlage für Balkon-Solar aus mehreren Komponenten (Solarmodul, Wechselrichter, Gestell, ...) besteht, gelten unterschiedliche Hersteller-Garantien, die aber meistens bei den Artikel-Daten oder in den Prospekten genannt sind.
In aller Regel sind das meistens 2 Jahre Garantie. Die Wechselrichter haben sogar oft 5 - 10 und Solarmodule 5 - 15 Jahre Produkt-Garantie. Zusätzlich gibt es noch bei den Solarmodulen eine Leistungsgarantie, die bei 15 - 26 Jahren liegt.
Siehe hierzu auch: Garantien bei Solarmodulen
Wird ein APS-Wechselrichter nonstop mit der ECU-B  überwacht, verlängert sich die 2 jährige Garantie auf 10, bzw. 20 Jahre!

Gleichzeitig können wir nach über 25 Jahren Solar-Erfahrung behaupten, dass Ausfälle mehr als nur selten sind.
Gestelle halten immer und ewig, wenn richtig montiert. Da rostet auch nichts.
Auch Solarmodule sind "Hart im Nehmen". Unser letzter Ausfall (der dann natürlich auch Garantie hatte, betraf BP und ist 15 Jahre her).
Wechselrichtern wird gerne nachgesagt, dass sie nicht lange halten. Wir können das nicht bestätigen. Nur um die Jahrtausendwende hatten wir mal ein paar Reklamationen. Bei den Mikro-Wechselrichtern gab es bisher unter vielen hundert Anlagen einmal einen krummen Stecker (Komplett-Austausch) und zweimal eine Fehlermeldung. Nach "Reset" lief das Gerät wieder. Ein anderer Kunde hatte eine "unsaubere Erdung". Das moniert so ein Gerät zurecht. Andere Steckdose gesucht und es lief.  
 

Ertrag und Leistung

Wieviel Ertrag eine Solarstromanlage am Tag oder im Jahr bringt, hängt natürlich auch von ihrer Leistung und Qualität ab.

Weiterhin nehmen die Standortbedingungen (Breitengrad, Kleinklima, Strahlungsdaten, Ausrichtung und Neigung) und letztlich das Wetter, Einfluss auf den Ertrag.
Auf´s Jahr gesehen gleicht sich Vieles aus und man kann dann, je nach den Bedingungen, mit ca. 65 - 130 Wh Ertrag p.a. je Wp Modulleistung kalkulieren. Also erzeugt eine Kleinanlage mit einem 300 Wp-Modul in Deutschland ca. 195 - 390 kWh im Jahr. 
Für den einzelnen Tag kommt es dann natürlich auf Jahreszeit und Wetter an, so dass man mit dem ca. 0,2 - 7fachen der Generatorleistung als Tages-Energie rechnen kann. Das wären bei dem beispielhaften 300 Wp-Modul dann eben ca. 60 - 2.100 kWh/Tag.
Je besser das Wetter, bzw. je länger und höher die Sonne am blauen Himmel steht, um so mehr kommt herein. Stimmt die Ausrichtung und Neigung zur Sonne wird die momentane Leistung optimal. Die angegebene Nennleistung eines Solarmodules wird aber n ur ganz selten, bei Spitzenwerten erreicht. Übers Jahr gibt´s den Mischeffekt, dass, je nach Breitengrad, ein Wert um ca. 30° Neigung den höchsten Ganzjahres-Ertrag liefert. Je mehr man davon abweicht, umso geringer ist der Ertrag. Auf eienr senkrechten Nordwand liegt er dann nur noch bei einem Drittel.

Es ist aber ein Irrglaube, dass man hinter einer Fensterbank noch nennenswert nutzbare Helligkeit einfängt und damit sinnvoll Solarstrom erzeugen könnte!  Auch die senkrechte Montage an einem Balkongeländer (noch schlimmer dahinter).., eines darüber hinaus gehenden Hauses, in einer Straße wo gegenüberliegende Häuser den Horizont verschatten oder gar in nördliche Richtungen, senken den Ertrag, wegen geringeren Lichteinfalles erheblich.
Leider werben weniger kompetente Anbieter mit solch einer Nutzung.
Wir selbst "machen" aber Solarstrom seit 34 Jahren und "verstehen" die Helligkeit, bzw. den Energieinhalt des Sonnenlichtes.
Siehe Solarstrahlung und Solarerträge

Wieviel davon wirklich im Haus genutzt wird, bzw. die Stromrechnung reduziert, hängt vom jeweiligen Verbrauchsverhalten ab.
Denn die Mini-Anlage ist ja nicht am Strom-Zähler angeschlossen. Scheint die Sonne, das Modul arbeitet fleisig und Wechselrichter speist kräftig ein, fliest der Strom ins Haus und deckt die in diesem Moment laufenden Verbraucher (bis zur aktuellen Leistung). Ist aber niemand da, alle Standby-Verbraucher aus und der Kühlschrank macht auch gerade mal Pause, fliest das Meiste ins öffentliche Netz, bzw. zu den Nachbarn. Somit werden vom Solarertrag evtl. nur 30 - 50 % genutzt. 

Wer aber vorrangig zuHause ist und das Meiste seines Stromes am hellichten Tag verbraucht, also mittags kocht, am PC arbeitet oder TV schaut, kann dann auch anteilig viel mehr sparen. Ist die Anlage nicht zu groß und man 7 Tage die Woche zuHause, sind es evtl. über 90%.
Mehr dazu.
Siehe auch https://www.oeko-energie.de/shop1/de/Solarstrom/Solarstrom-Wissen/die-unterschiedlichen-solarstrom-techniken/

Wer tagsüber sehr wenig verbraucht, könnte auch mit einer sehr kleinen Anlagen-Leistung schon große Teile abdecken.
Es macht heute aber keinen Sinn mehr, absichtlich eine kleinere Anlage mit nur 150 oder 200 Wp-Leistung anzuschaffen. Die meisten, kleinen Modulwechselrichter beginnen erst bei 250 VA und gehen bis 600 VA und gängige, günstige Solarmodule beginnen bei ca. 320 Wp. Selbst wenn manche kWh dann nicht selbst genutzt wird, ist das wirtschaftlicher und umweltfreundlicher. Auch wenn man dann halt ein bisschen Strom an das Netz verschenkt (der dort genutzt) wird. 

Weil selbst Großmodule kaum noch etwas kosten, reizen Viele jetzt sogar die zulässige Maximal-Leistung aus und nehmen zum 600 VA-Wechselrichter 880 Wp-Solarmodulleistung, auch wenn sie häufig nur 1 - 200 W Last anliegen haben. Dafür kann die Anlage diese geforderte Leistung dann auch noch im Winter bringen.     
Wir hatten in 2022 nun erste Anlagen mit nur einem Solarmodul gehabt, bei denen die Fracht teurer war, als das Solarmodul. Nicht wirklich clever.

Wieviel augenblickliche Einspeise-Leistung eine unserer Marken-Balkon-Anlagen an einem durchschnittlichen Herbsttag bringt, kann man hier sehen.
Bei 750 Wp Anlagen-Leistung von Meyer Burger/APS 600 verläuft die Kurve von morgens bis nachmittags von ca. 25 - 250 VA. Genug um in der meisten Zeit die Grundlast (siehe unten) im Haushalt abzudecken.


Im Sommer sieht das Diagramm ähnlich aus, nur mit einem meist höheren Min-Wert und einem Peak, der dann die 600 VA häufig erreicht, da ja die Modulleistung leicht überdimensioniert ist. 

 

Grundlast

der Begriff "Grundlast" wird leider nicht immer richtig verstanden und einfach mit Energieverbrauch gleichgestellt.

Gerne schaut man dann nur nach der Jahresabrechnung (Energiemenge) ...
Aber selbst Anbieter von Balkon-Anlagen verstehen es nicht richtig und fragen Kunden danach.
Es geht dabei aber um die minimale, durchschnittliche Last (Leistung), die in einem Haushalt ständig anliegt.
Wer den Unterschied zwischen Energiemenge (Kilowattstunde) und Leistung (Watt) nicht kennt, erfährt ihn hier!

Obwohl die Grundlast täglichen/jahreszeitlichen Schwankungen unterliegt, kann man mit etwas Fleiß den eigenen durchschnittlichen Wert schnell ermitteln. Dazu listet man alle Verbraucher, mit ihrer Aufnahmeleistung, die ständig "an" sind und die übl(ich)en Standby-Verbraucher. Im cleveren, ökologisch-sparsamen Haushalt könnte es nachts häufiger zur "Null" kommen und bei Abwesenheit am Tage häufig ebenso.

In der alltäglichen Realität laufen aber leider TV, Stereo & Co. ständig auf Standby, der Laptop und Ladegeräte kommen gar nicht aus der Steckdose und WLAN-Router, Alexa, Luftbefeuchter, Pumpen, Regelungen und andere Gimmiks sind immer eingeschaltet. Das auszuschalten würde mehr sparen, als die Anschaffung einer Balkon-Anlage bringt! Wer braucht schon nachts einen Router? Aber Faulheit und Komfort siegen vor Vernunft und Umweltschutz .
Daher kommen viele Haushalte schnell mal auf 100 Watt und viel mehr Dauerlast, trotz Abwesenheit oder Nacht - täglich 24 Stunden lang. Das kann eine Mini-Anlage natürlich nicht abdecken, denn sie schläft bei Dunkelheit. Aber solange es hell ist (im Winter 9:00 - 15:00), könnte man da ansetzen. Siehe oben.
Mit einer kleinen 200Wp-Anlage von Frühjahr bis Herbst und ab 3-400 Wp könnte auch an guten Winter-Tagen das stundenlang weitgehend abgedeckt werden. Bei Schlechtwetter und nachts natürlich nicht!

Eine verschwenderische Grundlast von 100 W sorgt bei 8760 Stunden (1 Jahr) alleine für ca. 880 kWh Verbrauch. Eine Mini-Netzanlage mit 100 Wp Leistung schafft ca. 65 - 130 kWh/Jahr. Aber sie deckt den Strom nur dann ab, wenn er auch verbraucht wird. Liegen am Solar-Generator also z.B. momentan 400 W Leistung an, der A+++-Kühlschrank ruht aber gerade und sonst tut sich nicht viel im sparsamen Haushalt (oft weniger als 100 W Last), dann sucht sich der, in diesem Moment, überschüssige Sonnen-Strom den Weg zu den Nachbarn und wird dort verbraucht - senkt aber in diesem Moment nicht die eigene Stromrechnung - weil ja nicht im eigenen Haushalt genutzt und über den Zähler laufend!  Ökologisch wäre diese Situation aber dennoch, denn der Strom ist ja im öffentlichen Netz und ersetzt dreckigen Strom.

Wer diesen, selbst nicht genutzten, Überschuss vermeiden will, greift vor allem zu den Kleinst-Systemen (um 250 Wp).
Besonders "effektiv" sind natürlich Anwendungen bei "Strom-Verschwendern", mit hohem Standby-Anteil, bzw. wo den ganzen Tag Geräte laufen (Büro, Home-Office, Gewerbe,...)  und somit die Grundlast eher bei 3 - 500 W liegt!

Es gibt also durchaus Haushalte, mit z.B. 2.000 kWh Jahresverbrauch, die eine völlig unterschiedliche Grundlast haben.
Beispiele:
 - ein Rentnerpaar hat nur den ganzen hellichten Tag Radio, TV, PC, Router, Küchengeräte, Groß-Aquarium, Heizungspumpe und Ventilator laufen und geht abends früh ins Bett und bis auf Kühlschrank ist das Meiste aus. Hier ergibt sich dann eine recht hohe Grundlast von ca. 350 W am Tag (!), von der eine "Stecker-Solarstromanlage" viel bis fast alles abdecken kann. 
- ein berufstätiges Paar verlässt schon früh morgens das Haus und kommt erst relativ spät abends nach Hause. Bis auf den Kühlschrank und den Radiowecker ist alles ausgeschaltet. Doch jeden Abend geht´s rund! Backofen, Friteuse, Whirlpool, Homecinema-Center mit Beamer, Klimaanlage im Schlafzimmer,...
Hier liegt tagsüber kaum Last an und somit kann kaum etwas vom Jahresverbrauch solar abgedeckt werden! Schon eine Kleinstanlage hat den gleichen Effekt.
Eine ganz normale Netz-Anlage, die den Überschuss kostendeckend ans EVU liefert, wäre viel sinnvoller. Theoretisch könnte man die auch mit einem Akku (Stromspeicher) kombinieren, um den tagsüber erzeugten Strom selbst zu verbrauchen. Gleichzeitig verteuert das die Investition erheblich und sorgt für Energieverluste beim Laden und Entladen.   


Nicht so richtig viel Sinn machte daher der Trend zu immer größeren Mikro-Anlagen (über 600 VA - nicht Wp) und voller Anlagenüberwachung, weil eben damit die Kosten je kWh steigen, viel Solarstrom ungenutzt bleibt und eine "richtige" netzgekoppelte Anlage (ab 1 kWp), kaum teurer ist, aber viel mehr bringt. Vor allem für Umwelt und Geldbeutel, weil eben der gesamte Strom selbst genutzt wird, ohne aufwendige Technik. Außerdem geht man damit über die bisher freigegebene Grenze - handelt also wirklich illegal...
Andererseits sind kleinere Solarmodule heute oft nicht günstiger als die Großen und die Frachten werden auch nicht geringer...
Bereitet man mit Strom Warmwasser oder gar Heizwärme, wird nur im Hochsommer etwas verschenkt.

 

Wirtschaftlichkeit

Im Verhältnis ist die Anschaffung (und damit der Stromerzeugungs-Preis) natürlich teurer, als in einer "normalen", größeren netzgekoppelten Solarstrom-Anlage.

Dies liegt am höheren Preis für einzelne Solarmodule, dem geringeren Wirkungsgrad der Mini-Wechselrichter, Anschluss-Aufwand und letzlich den anteilig hohen Frachtkosten. Für den doppelten Preis gibt es bei uns auch schon "richtige" Netzanlagen mit Marken-Komponenten (z.B. 1.060,00 für 1,05 kWp), die im Jahr schon bis ca. 1.350 kWh erzeugen können! Selbst wenn davon nur ca. 30% (wegen Abwesenheit am Tage) selbst verbraucht werden, sorgt dies, zusammen mit der Einspeisevergütung um 8 Cents/kWh, für eine schnellere Amortisation.

Aktuell wirken sich die Corona-bedingten Preissteigerungen hier besonders aus. "1 Euro je Watt" kannten wir bei größeren Anlagen ja schon länger und in 2021 war das Ziel, bzw. dieser Preisansatz auch bei "Balkon-Anlagen" fast erreicht. Jetzt aber verteuerten sich Montagegestelle um ca. 30%, Wechselrichter um ca.10% und Module auch um bis zu 30%. Auch wenn wir anfangs einiges auffangen konnten, sorgten spätetens die steigenden Frachtkosten und dann die Auswirkungen von Putins Krieg für ordentliche Anpassungen. Ein Ende ist nicht in Sicht, denn Alle sind am hamstern. Das manche Anbieter dann ihre Preise verdoppeln, ist wieder eine andere Sache. Oft sind das genau diejenigen, die 2020 noch ruinöse Ramsch-Preise machten - also eher unseriöse "Shops", als echte Solarteure.

Dennoch rechnen sich unsere Solar-Piraten eigentlich immer!
Wie schnell, ist abhängig von Größe und Qualität der Anlagen, dem Preis für Anlage und bisherigen Strombezug, den Standort-Bedingungen und letztlich dem Nutzungsverhalten. Wer tagsüber zuHause viel Strom benötigt, ersetzt diesen dann natürlich viel leichter durch den günstigen Solarstrom, als Betreiber, die den ganzen Tag unterwegs sind und das Meiste erst abends verbrauchen. Je nach dem, liegen die Amortisations-Zeiten dann bei ca. 3 - 10 Jahren. Tendenz steigend, bis dann auch die Strompreise richtig hochgehen (spätestens 2023). Kommen wirklich 50 Cents/kWh und mehr, sind Überlegungen, ob sich das gegenüber der Erzeugugskosten (5 - 15 Cents) rechnet, unsinnige Zeitverschwendung.
Sehr günstige Komponenten rechnen sich, auf den ersten Blick schneller. Hochwertige halten aber meist länger und lohnen sich, hinten raus, dann mehr. Immerhin reden wir von Betriebszeiten von weit über 25 Jahren!

Optik kostet!
Es ist Geschmackssache, aber uns persönlich waren die blauen "Flitter-Zellen" von Poly-Modulen und silberne Rahmen immer viel lieber.
Die Kunden wünchen aber etwas anderes - am besten "ganz in schwarz". Das kostet! Sowohl die Rahmen, Klemmen als auch Rückseiten-Folien sind bisher teurer und auch das Zellmaterial, weil dafür meist etwas stärkere Zellen gewählt werden. Denn es kommt, wegen der leichter erreichbaren höheren Temperaturen, auch zu Leistungs-und Ertragseinbußen. Das zusammen macht die Module oft 10 - 20% teurer. Dennoch wollen die Meisten sie haben! Nur bedingt clever...

 

Im Sommer 2022 enpfehlen wir, nicht noch länger zu warten, bis die Preise und Lieferzeiten noch weiter gestiegen sind!
Die preisgünstigste und dennoch eher hochwertige Kombination ergibt sich im Moment aus deutschen Solarmodulen von Heckert, dem APS DS3S 600 mit Buchse und einem einfachen  Montagegestell für die Schrägdach-Montage hochkant nebeneinander.
Noch günstiger geht es nur, wenn man in der Nähe eines Solarmodul-Lagers wohnt und diese selbst abholen kann (Platz im Auto!). Wechselrichter (von uns) und Montagegestell vom Hersteller halten sich bei der Fracht in Grenzen. Aktuell lagern wir ausnahmsweise Heckert immer mal hier.

Nur in extrem sparsamen Haushalten, mit wenig Platz und ungünstiger Ausrichtung sollte man "kleinlich" sein.
Ansonsten bleibt die bisher größte Variante (also Wechselrichter mit 560 - 600 VA, 2 Solarmodule mit über 600 Wp) die wirtschaftlichste Variante, denn die Wechselrichter-Preise sind sehr ähnlich und die anteiligen Frachten für Module sehr hoch. 

Betrachtet man die aktuellen Entwicklungen, bzw. die erwarteten Preissteigerungen, dann lohnt sich jede Anlage sehr schnell!
In 2022 haben Viele noch einen alten Strom-Vertrag und somit Preis um "nur" ca. 30 Cents/kWh (je nach Strom-Sauberkeit). Erste erleben jetzt aber schon Preise um 40 Cents und man erwartet für 2023 eher 50 Cents. Steigt bis dahin der Preis für Kohle und Gas weiter, dann erhöht das natürlich abermals die Strompreise, denn aus 2 - 3 Einheiten verbrannter Energie wird eine Einheit Strom. Inn ersten Ländern Europas zahlen Strom-Kunden schon zeitweise 70 Cents/kWh.

Leider können der günstige Sonnen- und Windstrom diese Entwicklung bisher nur bedingt aufhalten. Einerseits hat der neu entstandene Energiehunger von Industrie und Haushalten die Nachfrage stärker erhöht, als die Erneuerbaren nachwachsen konnten, andererseits dürfen die Stromerzeuger bisher ihre Preise nach dem teuersten Zukauf an der Strombörse (also Gas) kalkulieren.
Selbst wenn wir also nun erhöhte Solarstrom-Erzeugungskosten von ca. 15 Cents einem Strompreis von "nur" 50 Cents gegenüber stellen und davon ausgehen, dass nur die Hälfte tatsächlich im angeschlossenen Haushalt genutzt wird, würde eine durchschnittliche 650 Wp-Anlage für 1.000 Euro, sich nach ca. 9 Jahren bezahlt gemacht haben. Sind die Bedingungen besser (mehr Ertrag, mehr Nutzung, niedrigerer Solarstrompreis, höherer Strom-Einkaufspreis), geht es auch schneller. Im optimalen Fall (günstiger Anlagenpreis, ausgeschöpfte Modulleistung, gute Süd-Ausrichtung in sonnigen Regionen, volle Nutzung des erzeugten Solarstromes - "Gewerbe", Erstehungskosten von unter 10 Cents) dauert es nicht einmal 4 Jahre bis zur Amortisation!

Bei dieser Preis-Differenz zwischen Stromerzeugung und Wert-Ersatz macht es dann u.U. auch erstmals Sinn, den sauberen Strom teuer zwischen zu speichern! 

 

Mit dem Stecker-Solar-Simulator von Volker Quaschning kann sich jede(r) selbst ein ungefähres Bild von seiner zukünftigen Balkon-Anlage machen!